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Immobilienerwerb Makler


08.12.2012 20:46 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke



Sehr geehrte Damen und Herren,

Mitte August dieses Jahres entdeckte mein Bekannter R. eine private Immobilienannonce in unserer lokalen Zeitung. Noch bevor ich selbst das Objekt meiner Begierde, eine DHH besichtigen konnte, tat er es für mich. Wenige Tage später sah ich mir das Haus ebenso an. Den Kontakt hatte R. hergestellt. Ich sagte zu die DHH zu kaufen unter Vorbehalt einer Kreditzusage durch die Bank.

Die Verkäufer gaben das Objekt Anfang September an einen Makler, sicherten mir aber eine Erstkaufoption ohne Makler zu. Der Maklervertrag lautet wie folgt:

1. Der Makler unternimmt unternimmt auf seine Kosten alle erforderlichen Aktivitäten, um einen Käufer zu vermitteln bzw. nachzuweisen. Der Makler schöpft alle Verkaufsmöglichkeiten durch sorgfältig abgestimmte Werbemaßnahmen und durch schnellste Information der vorhandenen Interessenten aus.

2. Im Interesse eines optimalen Verkaufs stellt der Makler dem Auftraggeber einen ständigen Ansprechpartner zur Verfügung , der ihn auch über die Aktivitäten und Resultate auf dem Laufenden hält und bis zur notariellen Beurkundung betreut.

3. Der Auftraggeber sichert dem Makler zu, diesem alle Unterlagen und Informationen, die er zur Erfüllung seines Auftrages benötigt, vollständig und wahrheitsgetreu zur Verfügung zu stellen. Vorsorglich erteilt der Auftraggeber dem Makler Vollmacht , jederzeit Einsicht in das betreffende Grundbuch zu nehmen sowie Verhandlungen mit Behörden und Notaren zu führen.

4. Für den vom Makler nachgewiesenen bzw. vermittelten Käufer wird dieser provisionspflichtig tätig. Im Erfolgsfall zahlt der Auftraggeber an den Makler eine Provision in Höhe von 3 % aus dem erzielten Verkaufspreis zuzüglich gesetzlicher Mwst.

5. Der Auftraggeber kann auch private Verkaufsbemühungen anstreben. Bei eventuellen Schaltungen von Zeitungsanzeigen ist eine vorherige Abstimmung mit dem Makler sinnvoll , um Kaufinteressenten nicht zu verunsichern und um unnötige Doppelschaltungen zu vermeiden.

6. Sollte der Auftraggeber sein Objekt privat verkaufen oder seine Verkaufsbemühungen einstellen, so entstehen ihm keine Kosten. Der Auftraggeber wird den Makler darüber aber unverzüglich informieren ( im Verkaufsfall unter Nennung des Käufers ) Es besteht Einigkeit darüber, dass diese Vereinbarung den Abschluss eines Makler - Alleinauftrages ausschließt.

7. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Vereinbarung unwirksam sein, so werden dadurch die pbrigen Vereinbarungen nicht berührt.



Mein Bekannter R. erhielt Anfang September von diesem Maklerbüro unaufgefordert ein Expos'e dieses Objekts, weil er wohl in ihrem Verteiler gelistet war.

Aus für den Sachverhalt unerheblichen Gründen werde ich das Haus mit R. gemeinsam erwerben, jeweils zu 50%. Nun interessiert alle Beteiligten, ob der Makler eine Courtage erheben kann, wenn R. Miteigentümer wird. Ergibt sich ein Rechtsanspruch allein aus der elektronischen Zusendung eines Exposes ohne Adresse? Oder ist hiermit ausschlaggebend, dass der Kontakt zwischen Verkäufern und Käufern bereits vor Beauftragung des Maklers erfolgt ist? Der Makler hat also in keinem Falle aktiv mitgewirkt. Sind die Käufer verpflichtet eine Abschrift des Grundbuches zu liefern oder reicht mein Name als Käuferin?

Sollte sich ein Provisionsanspruch durch das Expose an R. ergeben, könnte dieser dann vermieden werden, indem ich zunächst allein im Grundbuch erscheine und seine zweite Hälfte später beurkundet wird?

Wir wollen hier keinen Makler um seinen Verdienst bringen, doch stellt sich der Sachverhalt so dar wie beschrieben, dass der Kontakt privat über die Annonce der Verkäufer entstand. Vielen Dank für Ihre zügige Antwort.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Wenn das Objekt vor Übersendung des Exposés und ohne Zutun des Maklers bekannt war, dann gibt es nach meiner Überzeugung keinen Rechtsgrund aus dem eine Maklerprovision erwachsen könnte.
Der Makler hat weder einen Kontakt, noch eine Gelegenheit vermittelt. Es ist daher nicht einmal ein stillschweigender Maklervertrag mit R abgeschlossen worden.
Der Makler kann sich hier allenfalls an den Verkäufer wenden und wegen Nichtanzeige des Kontakt zu R Schadensersatzansprüche geltend machen, s. Nr. 5 und 6 des Maklervertrags mit dem Verkäufer. Aber auch dies halte ich nicht für zwingend.
Eventuell sollte von Verkäuferseite eine Aussprache gesucht werden und eine Aufwandsentschädigung angeboten werden.

Die Antwort ist sicher sehr kurz, allerdings scheint mir Ihre Frage so vollständig beantwortet. Sollte ich einen Aspekt übersehen haben, so stehe ich selbstverständlich gerne für Nachfragen zur Verfügung.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen
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