Illegale MLM-Praktiken
Guten Tag, ich suche nach einem Anwalt, der mich in folgender Angelegenheit berät bzw. vertritt.
Es geht um den Telekommunikationsanbieter ACN, der seine Produkte (Festnetz-Telefontarife) mittels Multi-Level-Marketing bzw. Network-Marketing vertreibt.
Ein Freund überredete mich (so läuft es ja meistens bei MLM), für ACN Repräsentant zu werden, da ich auf diese Weise an den Telefonrechnungen selbst geworbener Kunden verdienen könnte (ACN wirbt mit einem Tarif, bei dem alle ACN-Kunden untereinander kostenlos telefonieren können). Allerdings müssen neue Repräsentanten eine Einstiegsgebühr von 636 Euro zahlen (diese Gebühr ist mittlerweile etwas reduziert worden). Diese hohe Gebühr wird offiziell mit Verwaltungsaufwand u.ä. begründet. In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine "Kopfprämie", die an die in der MLM-Struktur unmittelbar über einem befindlichen Personen (also an die sogenannte Upline) ausgezahlt wird. In den frei zugänglichen ACN-Unterlagen steht genau, wie viel an Provision an diejenigen ausgezahlt wird, die eine, zwei, drei usw. Stufen über dem Neueinsteiger stehen.
Meiner (Laien-)Meinung nach ist dies sittenwidrig und illegal, da es sich hier nicht um tatsächliche Provisionen handelt, die für den Verkauf von Produkten an Endkunden gezahlt werden. Vielmehr findet lediglich eine schneeballartige Umverteilung von Geldern statt, von Neueinsteigern hin zu Personen, die bereits weiter oben stehen in der Hierarchie. Den Neueinsteigern wird dabei erzählt, sie könnten selbst schnell viel Geld verdienen, indem sie ihrerseits Neueinsteiger werben, die ihrerseits Neueinsteiger werden usw., ad infinitum.
Meine konkreten Fragen nun: Sind diese Praktiken von ACN legal? Bestehen Chancen, ACN auf Rückzahlung der 636 Euro Einstiegsgebühr zu verklagen? An welchen Spezialisten (vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise im Raum Berlin) könnte ich mich wenden?
Vielen Dank im Voraus!
Mit freundlichen Grüßen,
Eric K.









