Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
141.985 Fragen, 59.645 Anwaltsbewertungen
450.713
Registrierte
Nutzer
businessandmore.de Anwalt? Hier lang  | 5 Anwälte online

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ideele Teilung/Eigentümergemeinschaft


| 30.12.2004 07:13 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



1.Frage: Kann ideeles Eigentum in Sondereigentum umgewandlet werden und wie geht das ?
2. Frage: Wird ideeles Eigentum immer nach Anzahl der Whg. u. Whg.eigentumer geteilt (4 Whg.= jeder 1/4 Anteil an ideelem Eigentum) ?
Hintergrund -Infos: Ein alter Bahnhof mit Anbau (120 J.). Haupthaus (unterkellert)= 3 Whg., Anbau = 1 Whg.(meine). Die Whg. sind Sondereigentum lt. Teilungserklärung v. Kaufvertrag. Der Rest (Garten, Keller) ist gemeinschaftl. Eigentum und ideell geteilt. Die Grundmauern sollen nun aufwendig saniert werden (80.000 €). Muß ich mich mit einem 1/4 daran beteiligen ? Ich würde von der Nutzung des Kellers zurücktreten. Einzig, die Heizung, Wasser- und Stromversorgung (auch f. mich) sind -noch- in diesem Keller. ansonsten bin ich an der Sanierung nicht interessiert, weil nicht betroffen.
Guten Morgen,

eine Abänderung des derzeitigen Status´vom Miteigentum in Sondereigentum ist jederzeit möglich. Voraussetzung ist natürlich eine Einigung zwischen allen betroffenen Eigentümern. Die Änderung ist dann notariell zu beurkunden und wird im Grundbuch dann vollzogen.

Bei Ihrem Problem wird dies allerdings kaum helfen. Bei der von Ihnen geschilderten Konstellation sind die Grundmauern immer Gemeinschaftseigentum, nicht Sondereigentum. Dies betrifft auch die Räume, die in der Teilungserklärung an Sondereigentum ausgewiesen sind. Hier sind dann -eine juristisch leider komplizierte Regelung- die Innenmauern bis zum Mauerwerk Sondereigentum, der Rest Gemeinschaftseigentum. Insoweit kommen Sie auch an einer Beteiligung an der Sanierung auch bei einer Aufgabe der Kellernutzung nicht herum, da diese Aufgabe der gesamten Gemeinschaft ist. Wie die Eigentümer im einzelnen zur Sanierung herangezogen werden, ist Frage einer Vereinbarung zwischen den Eigentümern. In der Regel wird hier auf die Bruchteilsanteile zurückgegriffen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 01.01.2005 | 20:05

GutenTag Herr Weiß,
Danke für ihre schnelle Antwort. folg. Nachfrage:
a) Vorausgesetzt die Eigentümergemeinschft ist sich einig. Ist es dann möglich, dass ich mich mit meinem Anbau vom Haupthaus abkoppele. Würde dann halt auch bedeuten, dass ich eine eigene Heizungsanlage installiere, den Stromzähler zu mir verlege und der Garten geteilt und im Grundbuch eingetragen würde. Einzig bei Müll und Abwasser müsste es dann sowas wie eine Nachbarschaftsregelung geben. Oder geht auch ein Teilausstieg aus der Eigentümergeminschaft? Garten komplett trennen ist nämlich schwierig wegen der Wegführungen über die einzelnen Teile.
b) wenn ich nicht drum rum komme und werde mit den Miteigentümern nicht einig bezügl. der Höhe der Beteiligung (1/4 finde ich unangemessen, da ich deutlich weniger von der Sanierung profitiere. Gibts da evtl. brauchbare Gerichtsurteile, wie in so einem Fall entschieden wird?
c)Und was ist, wenn ich mich quer stelle. Kann ich dazu "verdonnert" werden mich an der Sanierung zu beteiligen. Der Bahnhof fällt die nächsten Jahrzehnte nicht auseinander, bleiben die Grundmauern unsaniert. Einzig der Keller bleibt halt feucht.
Schöne Grüße und ein guten neues Jahr
M. Neyer

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.01.2005 | 06:57

Guten Morgen,

eine juristische Abkopplung vom Haupthaus ist möglich, setzt aber grundbuchlich eine Abänderung der bisherigen Gemeinschaftsregelungen voraus. Dies muß natürlich notariell geschehen und ist relativ kompliziert, aber durchführbar. Wegen des Gartens könnte man Ihnen dann ein Nutzungsrecht einräumen.

Bei der Bemessung, mit welchen Beträgen die einzelnen Eigentümer an einer Sanierung zu beteiligen sind, hat die Gemeinschaft ein weites Ermessen. Es darf nur nicht offensichtlich ein untauglicher Maßstab gewählt werden. Wenn man sich an den Eigentumsanteilen orientiert, wird diese Regelung bei einer gerichtlichen Überprüfung leider Bestand haben.

Dies gilt auch für die grundsätzliche Entscheidung, ob eine Sanierung durchgeführt werden muß. Hier muß allerdings -vorbehaltlich einer anderen Regelung in der Teilungserklärung- ein einstimmiger Beschluß aller Teilnehmer erfolgen. Sie laufen allerdings Gefahr, daß Sie gerichtlich zur Zustimmung zu der Sanierung verurteilt werden könnten, wenn diese doch dringlich ist.

Mit freundlichen Grüßen, insbesondere für das neue Jahr

Michael Weiß

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"brauchbare und sehr schnelle antwort. prima."
Mehr Bewertungen von »