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Ich-AG/Kunde will vereinbarten Preis nicht zahlen


31.03.2005 12:40 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


| in unter 1 Stunde

Guten Morgen.
Ich hoffe, Sie koennen uns einen Anhaltspunkt geben, wie wir (mein Lebensgefaehrte und ich) uns weiter verhalten sollen mit einem Kunden, der den vereinbarten Preis von 1000Euro incl. MwSt nicht zahlen will.
Mein Lebensgefaehrte hat seit 15.08.2004 eine Ich-AG.
Letzte Woche bekam er von einem Kunden den Auftrag, auf dessen Grundstueck Baeume zu faellen, Hecken zu entsorgen, haeckseln usw... Der Kunde hat einen Schriftsatz aufgesetzt, das besagt, dass o.a. Arbeiten auszufuehren sind zum Preis von 1000Euro incl. Steuer. Diesen Zettel musste mein Lebensgefaehrte auch unterschreiben. Als alle Baeume gefaellt waren (ca. 18 Stueck) bekam mein LG eine Abschlabszahlung von 350Euro. Fuer ein paar Tage spaeter war Hecken entsorgen vereinbart. Allerdings rief der Kunde vorher an und sagte, er brauche nicht zu kommen, er entsorge die Hecken selber. Wiederum etwas spaeter wollte mein LG die Arbeiten fortsetzen und der Kunde meinte, er wolle alles selbst erledigen, er bekomme kein Geld mehr, die Arbeit die er gemacht habe(Baeume faellen), sei keine 1000 Euro wert gewesen. Nach langem Hin und Her war er dann bereit, noch 150 Euro zu zahlen, die solle mein LG morgen abholen kommen. Wir haben ein schlechtes Gefuehl bei der Sache, zumal der Kunde sofort mit Anwalt gedroht hat... Was, wenn er das wirklich macht??? Mein LG WILL die Arbeiten doch ausfuehren, der Kunde laesst ihn ja nicht... Ausserdem haben wir Sorge, dass es Probleme gibt, weil mein LG seinen Bruder dabeihatte einen Tag um ein bischen mit anzupacken... Er wird das wohl gegen ihn verwenden.
Wie sollte das weitere Vorgehen aussehen?
Danke!
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Diese Antwort ist vom 31.03.2005 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.

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31.03.2005 | 13:07

Antwort

von

Rechtsanwalt Stefan Steininger
439 Bewertungen
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:

Sie haben einen Werkvertrag geschlossen. Diesen kann der Besteller jederzeit, bis zur Vollendung, kündigen. Dann dürfen Sie die vereinbarte Vergütung verlangen, müssen sich jedoch die ersparten Aufwendungen und anderweitige Einnahmen anrechnen lassen. Vergl. § 649 BGB:

Der Besteller kann bis zur Vollendung des Werkes jederzeit den Vertrag kündigen. Kündigt der Besteller, so ist der Unternehmer berechtigt, die vereinbarte Vergütung zu verlangen; er muss sich jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt.

Weshalb der Besteller mit einem Anwalt droht, ist mir unverständlich.

Die Tätigkeit des Bruders ist für die Vergütung nicht relevant.

Ob die Tätigkeit unter anderen Gesichtspunkten problematisch ist, kann ich nicht beurteilen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Stefan Steininger

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Stefan Steininger
Murr

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