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Hundehaltung in einer WEG


| 08.03.2007 04:10 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer




Hallo!
Wir wohnen in einem 6- Parteien Haus, gemischt aus Wohnungseigentümern und Mietern. Es gibt einen Mietvertrag, wo die Hunde- und Katzenhaltung untersagt ist, ebenso eine Hausordnung mit gleichem Wortlaut.
Im letzten Jahr wurde auf der Eigentümerversammlung die Haltung einer Katze einer Partei zugestimmt.
Wir würden uns gerne einen kleinen Hund anschaffen und haben unseren Vermieter ( mein Arbeitgeber ) gefragt. Dieser ist selber Hundehalter und hat nichts dagegen, der Hund wäre auch tagsüber mit im Büro.
Müssen wir noch ein okay der anderen Wohnungseigentümer bekommen, oder reicht es, wenn wir die Zusage unseres Vermieters haben ?
Parallel wurde ein Schreiben der Hausverwaltung aufgesetzt, wo die Wohnungseigentümer um Zustimmung für die Haltung des Hundes gebeten wurden ( im Auftrag unseres Vermieters ).
Ist bis zur Beantwortung der Schreiben abzuwarten oder zählt für uns die Zusage ( auch in schriftlicher Form vorliegend ) des Vermieters ?

Vielen Dank

Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 16 weitere Antworten zum Thema:
08.03.2007 | 13:56

Antwort

von

Rechtsanwalt Wolfram Geyer
555 Bewertungen
Sehr geehrte Ratsuchenden,


zunächst ist klarzustellen, dass nicht Sie, sondern nur Ihr Vermieter gegenüber der Wohnungseigentümergemeinschaft verpflichtet ist, wenn er - wovon ich hier ausgehe - Eigentümer Ihrer Wohnung und auch Mitglied der Wohnungseigentümergemeinschaft ist.

Wenn Ihnen der Vermieter in Abänderung des Mietvertrages die Hundehaltung erlaubt, muss er auch dafür sorgen, dass die tatsächlichen und rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, also z.B. auf eine entsprechende Gebrauchsregelung des gemeinschaftlichen Wohneigentums nach § 15 WEG hinwirken, soweit erforderlich.
Etwaige entgegenstehende Beschlüsse bzw. Vereinbarungen der Wohnungseigentümer müssten Sie dann nicht gegen sich gelten lassen, sondern könnten auf die Erfüllung der Vereinbarung mit Ihrem Vermieter bestehen.

Es empfiehlt sich aber, die Erlaubnis des Vermieters schriftlich niederlegen zu lassen, am Besten als Zusatz zu dem Mietvertrag.

Eine Hundehaltung ist also grundsätzlich auch ohne Zustimmung der WEG möglich. Sie haben nur die Grenzen der allgemeinen nachbarschaftlichen Rücksichtnahme einzuhalten.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben. Gerne können Sie bei Bedarf noch die eine oder andere Rückfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.03.2007 | 14:07

Guten Tag Herr Geyer,

vielen Dank für die Antwort. Nun ist es so, daß die Verwalterin ein Schreiben an die anderen Wohnungseigentümer aufgesetzt hat, welches die Hundehaltung im Ausnahmefall ( unserem ) erlauben soll. Das Schreiben ist jetzt 10 Tage alt. Eine Antwort haben wir/ bzw unser Vermieter noch nicht vorliegen. Es drängt leider bei uns die Zeit, da der ausgesuchte Hund nur bis Samstag "reserviert" ist und wir ihn gerne am Wochenende schon zu uns holen würden.

Wie sollen wir uns in dieser "bürokratischen" und emotionalen Zwickmühle verhalten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.03.2007 | 15:31

Sehr geehrte Ratsuchenden,

wie bereits vorgeschlagen, sollten Sie die Erlaubnis des Vermieters zur Sicherheit noch einmal schriftlich einholen, vor allem dann, wenn der Mietvertrag vorsieht, dass Änderungen nur in schriftlicher Form erfolgen können.

Die Erlaubnis sollte ohne weitere Bedingungen erfolgen, insbesondere sollte sie nicht davon abhängig gemacht werden, dass der Vermieter seinerseits die Zustimmung der WEG für die Hundehaltung erhält.

Wenn Sie bis Samstag keine schriftliche Zusage bekommen, können Sie sich gegebenenfalls noch auf die mündliche Zusicherung berufen. In Betracht kommen hier Schadensersatzansprüche gegen den Vermieter, wenn er ein wirksame (mündliche) Vereinbarung mit Ihnen nicht einhält.

Parallel hierzu können und sollten Sie nach Möglichkeit die Wohnungseigentümer persönlich kontaktieren. Vielleicht stellt sich heraus, dass von deren Seite überwiegend kein Widerstand zu erwarten ist, so dass es zu der von Ihnen befürchteten Zwickmühle gar nicht erst kommt.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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Rechtsanwalt Wolfram Geyer
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