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Hundehaltung, Allergiker im Haus


| 06.12.2014 21:42 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab



Hallo, ich habe mit meiner Freundin im Juli 2014 eine Neubauwohnung mit ca 100 m2 bezogen. Nun haben wir uns entschlossen einen Hund zu erwerben. Im Mietvertrag ist geregelt:
"Die Tierhaltung Bedarf der Zustimmung des Vermieters, wenn er in den Mieträumen ein Tier halten will, es sei denn, es handelt sich um Kleintiere ( Wellensittich, Zierfische). Der Vermieter darf die Zustimmung zur Tierhaltung nicht verweigern, wenn Belästigungen der Hausbewohner oder Beeinträchtigung der Mietsache nicht zu erwarten sind. Aus einer anderweitigen Tierhaltung kann der Mieter keine Rechte herleiten."
Ich habe nun beim Vermieter angefragt und erhielt eine Absage mit der Begründung das Allergiker im Haus wären. Der Allergiepass wurde gleich angehängt. Die Vermieter kamen so leicht daran da der Enkel der Vermieter im Haus wohnt als unser Nachbar und wohl eine Allergie hat. Bei Nachfrage sagte dieser jedoch er hätte keine Einwände. Ich bezweifle allerdings das er uns dies schriftlich gibt. Ist eine Hundehaltung für uns dennoch möglich? Auf dem Allergiepass wurde bei Hund nur ein + eingetragen und bei Gräsern beispielsweise 3 +. Ich hoffe auf eine mut machende Antwort. Danke!

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Laut dem Mietvertrag bedarf die Tierhaltung der Zustimmung des Vermieters. Damit entscheidet der Vermieter, ob er die Tierhaltung gestattet oder nicht.


2.

Nach der Rechtssprechung darf der Mieter bei einer Klausel, wie Sie sie im Mietvertrag finden, aber davon ausgehen, daß der Vermieter die Tierhaltung erlaubt, sofern nicht wichtige Gründe entgegenstehen.

Allerdings ist eine Allergie eines Wohnungsnachbarn ein gewichtiger Grund, die Tierhaltung zu untersagen.


3.

Halten aber bereits andere Bewohner des Hauses einen Hund, wird der Vermieter Ihnen die Hundehaltung nicht verbieten dürfen.


4.

Fazit:

Ihre Aussichten, die Erlaubnis zur Hundehaltung ggf. gerichtlich erstreiten zu können, stehen eher schlecht. Vielleicht hilft ein nochmaliges Gespräch mit dem Vermieter unter Hinweis auf die Aussage des Allergikers, daß er nichts gegen den Hund habe.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2014 | 22:43

Hallo Herr Raab,

vielen Dank für die schnelle und präzise Antwort.
Ich habe eine Whatsapp Nachricht von dem Enkel das es Ihm nichts ausmacht. Das reicht aber nicht aus oder?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.12.2014 | 13:03

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Doch, die Nachricht auf WhatsApp könnte Ihnen schon helfen.

Wenn der Enkel sagt, was über die WhatsApp Nachricht belegbar ist, daß er keine Befürchtungen bezüglich der Tierhaltung habe, würde der Grund, weshalb Ihnen die Hundehaltung untersagt wird, wegfallen.

Und damit könnten Sie dem Vermieter entgegen halten, daß er keine Veranlassung zum Verbot der Hundehaltung habe.


2.

Mein Vorschlag: Sprechen Sie den Vermieter mit Hilfe der Nachricht des Enkel nochmals auf die Absicht, einen Hund anzuschaffen, an. Lehnt er immer noch ab, könnte man daran denken, ihn über einen Rechtsanwalt anzuschreiben.

Sollten Sie diesbezüglich weitere Hilfe benötigen, stehe ich gern zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.12.2014 | 10:06


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FRAGESTELLER 09.12.2014 5/5.0
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