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Hundegejaule stundenlang


21.09.2004 17:00 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,
Bei uns im Nachbarhaus gibt es einen Hund, der ständig stundenlang jault, zum Beispiel heute morgen von 6 Uhr bis 9 Uhr.

Ich habe schon einmal der Hausverwaltung und dem Vermieter Bescheid gegeben, geändert hat sich nichts. Die Hausverwaltung hat gemeint, sie könnten da nichts machen und sie hätten ja schon ein Rundschreiben geschickt. Von diesem Rundschreiben habe weder ich, noch der Vermieter was erhalten.

Ich weiß mir nicht mehr zu helfen. Muss ich den Vermieter angehen oder muss ich weiter über die Hausverwaltung gehen? Was mache ich, wenn sich die Hausverwaltung sich nicht drum kümmert? Kann ich eine Mietminderung beim Vermieter verlangen? Wenn ja, in welcher Höhe?

Dieses Gejaule ist unerträglich, stört den Lebensrhythmus und das Zusammenleben. Es macht vor allem aggressiv, weil man ständig unausgeschlafen ist. Es ist jeden Tag in der Woche morgens ab 6 oder 7 Uhr. Es ist auch kein Bellen – es ist definitiv ein Jaulen.

Bitte helfen Sie mir mit einer Auskunft.
Mit herzlichem Dank im Voraus.

Sehr geehrter Rechtssuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich stellt die von Ihnen beschrieben Situation einen Mangel dar, der Sie als Mieter zur Minderung der Miete berechtigen kann. Entscheidend kommt es dabei auf den Umfang der Lärm-Belästigung durch den Hund in der Nachbarschaft an. Gelegentliche Tiergeräusche stellen einen solchen Mangel nicht dar, kommt es jedoch zu regelmäßigem Jaulen - vor allem in den frühen Morgenstunden, kann dadurch die Wohnqualität erheblich beeinträchtigt sein.

Die Mietminderung müssen Sie auch nicht beim Vermieter verlangen. Das Recht zur Minderung steht Ihnen nämlich bereits mit dem Vorliegen eines Mangels zu, ohne daß es auf die Zustimmung des Vermieters ankommt.

Ich empfehle Ihnen, sich direkt an Ihren Vermieter zu wenden, und ihm mitzuteilen, daß Sie wegen der regelmäßigen Lärmbelästigung durch den Hund des Nachbarn in den Morgenstunden ab sofort eine Mietminderung geltend machen werden. Die Minderung sollte allerdings nicht zu hoch angesetzt werden. Jault der Hund jeden Morgen für 2 bis 3 Stunden, so daß Sie das Fenster schließen müssen, sollten Sie mit einer Minderung von 8-10% der Nettomiete auf der sicheren Seite sein.

Ich hoffe Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich gerne zu Ihrer Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

A. Schwartmann
Rechtsanwalt


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Rechtsanwalt Andreas Schwartmann
Schwerinstr. 37-39, 50733 Köln
Tel.: 0221-7787630 / Fax: 0221-7787629
www.rechtsanwalt.andreas-schwartmann.de
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