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Hund biss ein Mädchen


15.07.2004 11:34 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Mein Cousin, sein Vater und seine Schwägerin sind mit seinem Hund (Rottweiler) spazierengegangen. Der Hund war angeleint. Auf der anderen Strassenseite kam eine Frau und ein Mädchen (11 Jahre) entgegen. Der Rottweiler, der von seinen Vater geführt wurde riss sich mitsamt der Leine von ihm los und rannte zu dem anderen Hund. Daraufhin gab es eine Beisserei zwischen den 2 Hunden und das Mädchen bekam unglücklicherweise einen Biss in den Unterschenkel ab. Dieser musste genäht werden. Die Frau erstattete daraufhin Anzeige wegen Körperverletzung gegen meinen Cousin. Dieser hat eine Hundehaftpflichtversicherung. Wenn Ersatzforderungen kommen, werden diese komplett von der Versicherung abgedeckt ? Was kann das für Folgen für ihn und seinen Hund haben ? (Der Hund hat noch nie jemanden gebissen ).
Sehr geehrter Ratsuchender,

gegen den Führer des Hundes wird ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Bei dem geschilderten Sachverhalt gehe ich aber davon aus, dass das Verfahren, eventuell gegen eine Auflage, eingestelt werden kann. Eine Auflage kann ggf. eine Spende an eine karitative Organisation sein. Dies gilt zumindest dann, wenn Halter und Führer des Hundes bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind.

Die Halterversicherung des Hundes tritt für die Schäden des Mädchens ein. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass die Versicherung sich die Aufwendungen beim Schädiger zurückholt. (sog. Regress). Nach den Versicherungsbedingungen geschieht dies jedoch nur bei grober Fahrlässigkeit des Schädigers. Dafür sehe ich bei dem geschilderten Sachverhalt keine Anhaltspunkte.

Folgen für den Hund: Das kommt ein bischen darauf an in welchem Bundesland Sie leben, da die Länder fast alle im Zuge der Kampfhundedebatte Spezialgesetze erlassen haben, die aber teilweise wieder von den Gerichten aufgehoben worden sind.

Sie müssen aber auf alle Fälle damit rechnen, dass nach den allgemeinen Polizei und Gefahrenabwehrgesetzten Auflagen für Hund und Halter gemacht werden. Dies kann z.B. eine Maulkorbpflicht für den Hund, oder eine Hundeführerprüfung für den Halter sein.

An die Auflagen sollten Sie sich unbedingt halten, da im Wiederholungsfall durch die Ordnungsbehörde auch die Tötung des Tieres angeordnet werden kann.

Ich hoffe zunächst eine erste Orientierung verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Zywicki

Rechtsanwalt
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