Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
475.124
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Honorar für Hausbesuche


16.11.2014 13:15 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Zur Info: Bin 77 Jahre alt, Kranken Versichert im Basistarif bei der Signal. Bezahle € 340,00 im Monat dafür. Erhalte einen Zuschuss vom Sozialamt von € 150,00.
Mein Fall: Mein linker Zeh wurde schwarz und ich ging zum Arzt. Der Zeh wurde entfernt und der Arzt verordnete u. a. eine Häusliche Pflege alle 2 Tage.
Nach 4 Wochen habe ich eine Rechnung über € 640,00. Diese Rechnung habe ich der PKK Signal zum Bezahlen zur Verfügung gestellt. Jetzt schreibt mir die Versicherung, dass diese Kosten nicht Erstattungsfähig sind, da die KK vor dem Einsatz der Häuslichen Pflege informiert werden muss!
Jetzt meine Frage: Woher soll ich als Frau mit 77 Jahren wissen, dass die Krankenkasse vorab informiert werden muss? Der Arzt wusste, dass ich im Basistarif versichert bin. Hat der Arzt nicht die Pflicht, die KK zu informieren? Er hat auch die Maßnahme verordnet!
Ich erhalte schon vom Sozialamt einen Zuschuss von € 150,00 für die Krankenkasse., da ich nur eine Rente von € 826,00 erhalte, die KK € 346 im Monat kostet. Abzüglich Miete, Strom und andere feste Kosten verbleiben mir € 200,00 zum Leben. Wie soll ich die
€ 640,00 für die Häusliche Pflege bezahlen?
Danke für Ihre Hilfe.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist es tatsächlich so, dass die Krankenkasse, egal ob privat oder gesetzlich, die Kosten für eine häusliche Krankenpflege nur dann übernimmt, wenn diese ärztlich verordnet und vorab von der jeweiligen Krankenkasse genehmigt wurde. Grund dafür ist, dass nur notwendige medizinische Leistungen und Versorgung gezahlt werden.

Üblicherweise ergibt sich aus den Versicherungsbedingungen und ggf. den Zusatzbedingungen für den jeweiligen Tarif, welche Leistungen erstattungsfähig sind und welche Leistungen nur nach vorheriger Genehmigung / Information erstattungsfähig sind. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Versicherten ggf. die Tarif- und Versicherungsbedingungen einsehen und/oder sich bei Ihrer Krankenkasse, dem Arzt etc. über die Kostenübernahme konkreter Maßnahmen informieren.

Der Arzt selbst muss die Krankenkasse in der Regel nicht informieren. Der Arzt verordnet die häusliche Krankenpflege und der Patient muss - meist unter Vorlage dieser Verordnung - die Maßnahme bei der Krankenkasse beantragen. Ob der Arzt zur Aufklärung darüber, dass die Krankenkasse vorher hätte informiert werden müssen, verpflichtet war, lässt sich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht ausreichend beurteilen. Eine generelle Pflicht zur Aufklärung sehe ich hier derzeit nicht. Meist erklären die Ärzte zumindest auf Nachfrage des Patienten das genaue Procedere oder verweisen den Patienten direkt zur Abklärung an die Krankenkasse. Gleiches gilt für die Pflegedienste.

Sie sollten noch einmal mit dem verordnenden Arzt und der Krankenkasse sprechen, ob in Ihrem Fall eine Ausnahmeentscheidung getroffen werden könnte, z. B. weil besondere Umstände vorlagen, sodass eine vorherige Information der Krankenkasse unmöglich war. Dies kommt allerdings nur selten in Betracht. Darüber hinaus können Sie versuchen, mit dem Pflegedienst eine für Sie mögliche moderate Ratenzahlung zu vereinbaren.

Ich hoffe, dass ich Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58904 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Alles verstanden und prima erklärt ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreich. Vielen Dank. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnell, klar und mit OLG-Urteilen belegt ...
FRAGESTELLER