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Höhe des privaten Krankentagegeldes bei Erkrankung in der Arbeitslosigkeit


| 18.12.2013 13:28 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Grübnau-Rieken, LL.M., M.A.


Zusammenfassung: Ändert sich das Nettoeinkommen darf der Krankentagegeldversicherer seine Leistung entsprechend anpassen.


Sehr geehrte Damern und Herren,

in 2009 musste ich mich arbeitslos melden, bin aber in der PKV geblieben und habe alle Beiträge normal weitergezahlt.
Anfang 2010, noch in der Arbeitslosigkeit, erkrankte ich mehrfach hintereinander, so dass ich bis 12/2011 durchgehend krankgeschrieben war.
In meinem Antrag auf Krankentagegeld (KTG) habe ich wahrheitsgemäß angegeben, dass ich arbeitslos war, deshalb wurde mein versichertes KTG auf die Höhe des Arbeitslosengeldes gekürzt. Telefonisch wurde ich von dem Mitarbeiter der PKV darauf hingewiesen, dass dies aufgrund meiner langjährigen Mitgliedschaft erfolge, da ich als Arbeitsloser eigentlich nicht PKV-versichert sein dürfte und deshalb eigentlich gar kein KTG bekommen müsste.

Durch die Reduzierung des KTG bin ich damals in ernsthafte finanzielle Probleme gekommen. Diese hätte ich nicht gehabt, wenn ich die 1 oder 2 zu dieser Zeit angebotenen Jobs hätte annehmen können, was mir durch die Krankheit mit mehreren OP und REHA verwehrt war.

Ist die Kürzung des KTG auf das Niveau des Arbeitslosengeldes korrekt?

Im Voraus vielen Dank für alle Antworten
Sehr geehrter Ratsuchender,

besten Dank für die Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes gerne wie folgt beantworten möchte.

Nach § 4 Abs. 2 der Musterbedingungen der Krankentagegeldversicherung darf das Krankegeld aus der beruflichen Tätigkeit herrührende Nettoeinkommen nicht übersteigen. Maßgebend für die Berechnung des Nettoeinkommens ist der Durchschnittsverdienst der letzten 12 Monate vor Antragstellung bzw. vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, sofern der Tarif keinen anderen Zeitraum vorsieht.

Nach Abs. 3 ist der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, dem Versicherer unverzüglich eine nicht nur vorübergehende Minderung des aus der
Berufstätigkeit herrührenden Nettoeinkommens mitzuteilen.

Das ist bei Ihnen aufgrund des Bezuges von Arbeitslosengeld der Fall. Arbeitslosengelt ist Entgeltersatzleistung.

Die Berechtigung zur Kürzung erfolgt aus Abs. 4

Erlangt der Versicherer davon Kenntnis, dass das Nettoeinkommen der versicherten Person unter die Höhe des dem Vertrage zugrunde gelegten Einkommens gesunken ist, so kann er ohne Unterschied, ob der Versicherungsfall bereits eingetreten ist oder
nicht, das Krankentagegeld und den Beitrag mit Wirkung vom Beginn des zweiten Monats nach Kenntnis entsprechend dem geminderten Nettoeinkommen herabsetzen.

Die Kürzung ist daher korrekt.

Ich möchte abschließend darauf hinweisen, dass Antworten im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Orientierung darstellen, deren Einschätzung auf Ihren Angaben beruht.
Bewertung des Fragestellers 20.12.2013 | 11:27


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"Anscheinend einfache Frage, deshalb sehr schnelle und klare Antwort."