Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
472.756
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Höhe des Maklerhonorars


27.12.2011 15:25 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich würde gerne wissen bis zu welcher Grenze/Höhe die Maklerprovision noch nicht im Bereich des Wuchers/der guten Sitten liegt.

In Berlin sind 7,14% vom Käufer üblich. Ich habe mal gehört, daß bis zu 10% (brutto oder netto?) noch angemessen sind...

Muß bei einer Höhe von über 7,14% die zusätzliche Höhe - von z.B. 2,84% - gerechtfertigt sein durch zusätzliche Leistungen oder gilt hier Vertragsfreiheit?

Ich habe mal nur 30 € aufgerufen, da die Frage vermutlich mit einer Schnellrecherche und evtl. Copy/Paste in einer Datenbank in 5 Minuten zu beantworten sein könnte; sollte dieses nicht der Fall sein, bitte ich um Benachrichtigung und dann kann man ja nochmal neu überlegen

In jedem Fall ein herzliches Dankeschön und alles Gute für 2012!

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Kommt ein Kaufvertrag über ein Grundstück durch Vermittlung des Maklers zu Stande, steht ihm gegen seinen Auftraggeber üblicherweise eine Provision zwischen 3% und 5% des Kaufpreises zu.

Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat bei gegenseitigen Verträgen ein die Sittenwidrigkeit begründendes auffälliges Missverhältnis in der Regel bejaht, wenn der Preis knapp doppelt so hoch ist wie der Wert der Gegenleistung oder der marktübliche Preis.

In Berlin - beträgt der Maklerlohn grundsätzlich maximal 7,14 Prozent des Kaufpreises.

Eine Provisionsforderung an den Käufer in Höhe von 12% des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer ist aber nicht ohne weiteres sittenwidrig, vgl. LG Berlin, Urteil vom 25. Juni 2010, Az. 23 O 387/08.

Dementsprechend liegt zunächst eine Provision von 12% noch innerhalb der „Grenze des Doppelten" und ist daher nicht sittenwidrig, wohl auch hier nicht; der Maklerlohn unterfällt der Vertragsfreiheit und ist frei verhandelbar.

Bei einer sittenwidrigen Überhöhung des Entgelts ist eine Aufrechterhaltung des Vertrags mit angemessener Gegenleistung nicht möglich:
Die Unwirksamkeit der Provisionsvereinbarung hat gemäß § 139 BGB die Unwirksamkeit des gesamten Vertrags zur Folge.

Es gibt da nach meiner ersten Prüfung keine richtliche Vertragshilfe und Anspassung, was ein allgemeiner Grundsatz ist.

Aber leider ist 10 % noch nicht sittenwidrig nach der Rechtsprechung des LG Berlin.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 58398 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Trotz für mich ungünstiger Prognose war die Antwort sehr hilfreich und verständlich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Einfach Spitze! Sehr kompetent... Immer wieder...! ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Vielen Dank für Ihre Einschätzung meiner Situation. Ihre Beurteilung hat mir sehr geholfen. Der Vermieter (Wohngenossenschaft) ist stark zurück gerudert. Wir entfernen nur noch Tapteten in einem Raum anstatt in 3 Räumen :-) ...
FRAGESTELLER