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Höhe Marklerprovision: Reservierungsvereinbarung vs. notarieller Kaufvertrag


| 12.12.2012 08:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe vor kurzem eine Immobilie erworben.
In vorherigen mündlichen Gesprächen wurde mir seitens des Marklers erläutert, dass bei Kauf eine pauschale Provision fällig wird. Diese wurde auch in einer schriftlichen Reservierungsvereinbarung festgehalten.
Es folgte der Notar-Termin bei dem auch der Markler anwesend war. Im notariellen Kaufvertrag wird keine pauschale Markler-Provision erwähnt sondern lediglich 5% vom Kaufpreis zzgl. MwSt. Der Makler hat dies als es durch den Notar verlesen wurde nicht beanstandet.
In Summe ist die durch mich zu zahlende Provision bei 5% zzgl. MwSt erheblich niedriger als der in der Reservierungsvereinbarung festgehaltene Pauschalbetrag.
Die Rechnung des Marklers weist die vereinbarte Pauschale aus.

Meine Fragen an dieser Stelle:
1. Bin ich zur Zahlung der Provision in Höhe des in der Reservierungsvereinbarung festgehaltenen Pauschalbetrags oder in Höhe des im notariellen Kaufvertrag festgehaltenen Betrags verpflichtet?
Ich als Laie habe das Verständnis, dass sämtliche Abreden (egal ob mündlich oder schriftlich) was Kaufpreis, Provision oder sonstiges anbelangt in den notariellen Kaufvertrag einfließen müssen um rechtliche Verbindlichkeit zu erreichen.

2. Sollte ich zur Zahlung der im notariellen Kaufvertrag festgehaltenen Provision verpflichtet sein: wie würden Sie hier meine Rechtssicherheit einschätzen? Da es bei der Differenz um eine Summe im vierstelligen Bereich handelt könnte ich mir vorstellen, dass sich der Immobilienmarkler auch mit Rechtsmitteln versucht zur wehr zu setzen.

Besten Dank vorab für Ihre Mühen!
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Entscheidend ist, was zwischen Ihnen und dem Makler vereinbart wurde.

Um dies verbindlich feststellen zu können, müssten Reservierungsvereinbarung und Kaufvertrag einmal genau geprüft werden.

Allerdings lässt sich bereits sagen, dass der Kaufvertrag einer höheren Maklerforderung nicht entgegensteht, denn diesen haben Sie mit dem Verkäufer des Hauses, und nicht mit dem Makler abgeschlossen. Der Makler wird aus diesem Kaufvertrag daher auch nicht verpflichtet. Der Kaufvertrag gilt nur zwischen Verkäufer und Käufer.

Die Vereinbarung mit dem Makler haben Sie aber separat geschlossen, so dass es letztlich auf den genauen Wortlaut DIESER Vereinbarung ankommen wird.

Ich bin gerne bereit, die Forderung des Maklers konkret zu prüfen. Bitte leiten Sie mir die Unterlagen einmal zu. Bevor ich tätig werde, werde ich Ihnen natürlich einen Honorarvorschlag unterbreiten, so dass weitere Kosten nur mit Ihrem Einverständnis anfallen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schwartmann, Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 17.01.2013 | 13:22


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