Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
474.724
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Hochzeitsvideo mit nur 1 Kamermann


| 29.08.2017 15:25 |
Preis: 35,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich drehe Hochzeitsvideos für Privatpersonen. In diesem Fall wurde ein Vertrag unterzeichnet bei dem der Einsatz von 2 Kameraleuten vereinbart wurde (Gesamtpreis für Dreh und Schnitt ca. 1200 Euro). Leider ist von dem zweiten Kamermann die Datenkarte abhandengekommen bzw. die gesicherten Daten können nicht mehr wiederhergestellt werden. So musste das Video mit dem Material von nur einer Kamera geschnitten werden, dies ist auch, wie ich finde, sehr gut gelungen, alle wesentlichen Teile der Hochzeit sind auf dem Video.
Leider versucht der Auftraggeber Vorteile zu erreichen weil er gemerkt hat, dass nur Material einer Kamera (statt zwei) verwendet wurde (gedreht wurde aber mit 2 Kameras) und versucht die Kosten der gesamten Hochzeit von mir zu bekommen und droht mit Anwalt und Gericht.

Mit welchen Folgen muss ich in diesem Fall rechnen? Ich habe keine Versicherung o. Ä. Kann der Auffraggeber vor Gericht die Kosten der gesamten Hochzeit geltend machen obwohl der Aufrag subjektiv zu 90% erfüllt wurde?

29.08.2017 | 15:53

Antwort

von


1607 Bewertungen
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Ratsuchender,


auch wenn der Verlust der Datenkarte in Ihren Risikobereich fällt, führt das keineswegs dazu, dass Ihr Vergütungsanspruch für das abgelieferte Video komplett entfällt.


Das Brautpaar wird auch schwerlich einen Anspruch haben, dass das Endprodukt aus zwei Kameraperspektiven zusammen geschnitten wird (dabei ist zu bedenken, dass es auch immer Verwackler und anderes unbrauchbares Material gibt).


Entscheidend ist, dass mit zwei Kameras gedreht und ein Endprodukt hergestellt worden ist; wie, dürfte Ihre künstlerischen Entscheidung sein, es sei denn, es sollte vertraglich auf jeden Fall Material beider Kameras ausdrücklich im Endprodukt Verwendung finden, wobei ich mir so eine Vereinbarung kaum vorstellen kann.


Daher sehe ich derzeit und vorbehaltlich der Prüfung der genauen Vertragsabrede keinen Anspruch der Gegenseite.


Gleichwohl könnten Sie natürlich ohne Anerkennung einer Rechtspflicht einen Teil der Vergütung freiwillig zurückzahlen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


Nachfrage vom Fragesteller 31.08.2017 | 11:56

Sehr geehrter Herr Bohle,
danke für Ihre rasche Antwort.

Ich möchte Sie nochmal bitten weniger die Frage zu beleuchten ob ich einen Vergütungsanspruch habe (ich habe bereits ca. 50% des Preises dem Auftraggeber erlassen) sondern ob und unter welchen Bedingungen Schadensersatzansprüche an mich gestellt werden können weil das Video aus dem Material von nur einer Kamera erstellt worden ist.

Dazu möchte ich konkretisieren:

Im Vertrag steht unter Leistungen:
- "Gefilmt wird aus zwei Perspektiven, somit bleibt Ihr Film spannend und lebendig."

Weitere Angaben bezüglich einer zweiten Kamera oder eines zweiten Kameramannes o.Ä. bestehen nicht.

Gedreht wurde mit zwei Kameras mit zwei Kameraleuten wobei jede einzelne Kamera die Perspektive bzw. den Standort mehrfach geändert hat, d.h. im Video haben wir Material aus mehr als einer Perspektive wenn auch nur, wegen des Datenverlustes, von nur einer Kamera. Man könnte der Auffassung sein, dass die zweite Kamera bloß den Zweck einer Sicherheit für den Fall eines technischen Fehlers erfüllt.

Wie ist das zu bewerten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.08.2017 | 12:48

Sehr geehrter Ratsuchender,


der Vereinbarung ist nicht zu entnehmen, dass auch das Material beider Kameras im Endprodukt Verwendung finden sollte. In der der Vereinbarung ist nur geregelt, dass aus zwei Perspektiven gefilmt wird.

Ich sehe nach wie vor keinen Anspruch der Gegenseite.


Ein Hochzeitsvideo ist vorhanden, so dass ich keine Grundlage für einen Schadensersatzanspruch erkennen kann.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Ergänzung vom Anwalt 31.08.2017 | 13:32

Da der Gegenseite nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung keine Gegenansprüche zustehen, werden Sie Anspruch auf die volle Vergütung haben, d.h. Sie müssen nichts zurückzahlen und können sogar den Restbetrag fordern.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 02.09.2017 | 08:38


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Alles gut, schnelle und präzise Antwort."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Thomas Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 02.09.2017
5/5.0

Alles gut, schnelle und präzise Antwort.


ANTWORT VON

1607 Bewertungen

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet und Pachtrecht