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Hochzeitsfeier wegen Krankheit abgesagt


04.10.2017 16:09 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe folgendes Anliegen:

Zusammen mit meiner Verlobten haben wir bei einem Betreiber von einem Festsaal unsere Hochzeits- und Verlobungsfeier vertraglich gebucht. Die Hochzeitsfeier kostet 9.000€, von denen 3.000€ bereits angezahlt sind. Die Verlobungsfeier kostet 3.000€ von denen 500€ bereits angezahlt sind. Die beiden Feiern sind an zwei aufeinanderfolgenden Samstagen. Bei meiner Verlobten wurde allerdings 8 Wochen vor unserer Hochzeit ein Tumor festgestellt, der operativ behandelt und entfernt werden muss. Der OP-Termin ist vorr. der Freitag vor unserer geplanten Verlobungsfeier. Wir haben dem Veranstalter unser Problem geschildert und er meinte wir werden dafür eine Lösung finden, auf alle Fälle sollen wir aber beide Verträge schriftlich stornieren, damit er den Saal für die zwei Tage, an denen wir hätten Feiern sollen, jemand anderem überlassen kann. Wir haben daraufhin 6 Wochen vor unserer Verlobungsfeier die Verträge ohne Angabe von Gründen storniert. Ein Attest liegt allerdings vor.

In den AGBs der Verträge steht, dass bei einer Stornierung 1 Monat vor dem geplanten Termin 100% der Summe zu entrichten sind. Wir haben jetzt 2 Rechnungen bekommen, wo wir aufgefordert werden die Restsumme in Höhe von 6.000€ bzw. 2.500€ plus zusätzlich 500€ Verwaltungsgebühren je Vertrag (in Summe 1.000€) zu bezahlen.

Ich habe das Forum schon durchforstet, ob das alles so rechtmäßig ist und bin zumindest darauf gestoßen, dass in den AGBs ein pauschalisierter Schadenersatz wohl nicht zulässig ist und man dem Vertragspartner die Möglichkeit offen lassen muss, einen geringeren Schaden nachzuweisen.

Ich stelle mir nun folgende Fragen:
- Muss ich, nachdem ich vom Vertrag zurückgetreten bin und der Veranstalter offensichtlich keine Kosten hat (Personal, Reinigung, Essen und Trinken - der Saal ist bis 2018 ausgebucht, das hat er uns gesagt, also hat er für das Essen und Trinken immer Verwendung), den vollen Restbetrag begleichen?
- Wie können Verwaltungskosten in Höhe von 500€ entstehen? Muss ich diese begleichen?
- Ich hatte vor, mich mit dem Veranstalter nochmal zu treffen und ggf. eine Lösung zu finden. Was raten Sie mir, soll ich den Versuch starten oder soll ich mich direkt an einen Anwalt wenden?
- Was ist in diesem Fall ein realistischer Schadenersatz? Die Anzahlungssumme, die ich ohnehin nicht zurückbekomme sollte doch ausreichen?

Vielen Dank für Ihre Antwort

MfG
04.10.2017 | 17:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ein derart hoher Schadensersatz ist nicht zulässig, insbesondere, wenn der Veranstalter Sie zur Kündigung drängt, damit er anderweitig vermieten kann. Dieses Verhalten ist zudem rechtsmissbräuchlich.
Der gesetzliche Schadensersatzanspruch beträgt 5% der Bruttosumme (649 BGB), exklusive der Verwaltungsgebühr, die ebenfalls unzulässig hoch ist. Insofern hätten Sie eher noch einen Gegenanspruch und könnten ihn geltend machen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 05.10.2017 | 13:01

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

vielen Dank für Ihre Antwort. Raten Sie mir dazu, den Veranstalter schriftlich dazu aufzufordern, mir die geleistete Anzahlung abzüglich der 5% zurückzubezahlen?

Es sieht schwer danach aus, dass diese Angelegenheit vor Gericht landet. Ich würde dann ggf. auf Ihr Angebot zurückkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.10.2017 | 14:12

Sehr geehrter Fragesteller,

um dies vernünftig vorzubereiten, sollten Sie genau dies auffordern (Anzahlung abzüglich 5%), per Einwurf Einschreiben und Frist zur Rückzahlung innerhalb von zwei Wochen. Sollte er diesem nicht nachkommen, stünde Ihnen ebenfalls der gerichtliche Weg offen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.


Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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