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Hochzeit mit nicht EU-Auslaender


06.05.2008 08:50 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maik Elster


| in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Freundin (Russin) und ich (Deutscher) werden dieses Jahr heiraten und danach nach Deutschland umziehen.

Stellt es fuer ihr Visum\Aufenthaltserlaubnis ein Problem dar, dass ich zwar ueber eine ausreichend grosse Wohnung verfuege aber als Student noch kein eigenes Einkommen habe?

Waere es meiner Freundin nach der Hochzeit moeglich in Deutschland zu arbeiten( Es steht bereits eine gut bezahlte Stelle in Aussicht)?

Welche Variante stellt erfahrungsgemaess die unkompliziertere dar:
a) Hochzeit in Russland
b) Meine Freundin fuer ein touristisches Visum formell nach Deutschland einzuladen und dann dort zu heiraten

06.05.2008 | 09:19

Antwort

von

Rechtsanwalt Maik Elster
119 Bewertungen
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Gemäß § 28 Abs. 1 AufenthG ist dem ausländischen Ehegatten eines Deutschen die Aufenthaltserlaubnis zu erteilen. Etwaige Einkommensverhältnisse des deutschen Ehegatten sind in diesem Zusammenhang keine Voraussetzung für die Erteilung einer entsprechenden Aufenthaltserlaubnis.

Gemäß § 28 Abs. 5 AufenthG berechtigt die gemäß § 28 Abs. 1 AufenthG erteilte Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.

Durch die Eheschließung entsteht regelmäßig ein Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis. Ob die Heirat im Inland stattgefunden hat, ist dabei unwichtig, in jedem Fall müssen beide Partner die eheliche Lebensgemeinschaft im Inland führen wollen.

Sofern die Ehe im Inland geschlossen werden soll, ist es sehr wichtig, die Einreise zur Eheschließung und den Termin der Heirat sorgfältig zu koordinieren, da die Beschaffung der notwendigen Dokumente und das standesamtliche Verfahren sich zeitlich sehr hinziehen können.

Unter Umständen muss (auch bei einem anfangs erlaubten Besuchsaufenthalt) eine Ausreise und eine -gegebenenfalls visumpflichtige - erneute Einreise zum Termin der Eheschließung hingenommen werden.

Wer sich im Zeitpunkt der Eheschließung rechtmäßig (z.B. als Besucher mit Touristenvisum) oder mit einer Duldung im Bundesgebiet aufhält, kann hier in der Regel eine zunächst befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten.

---

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt


§ 28 Familiennachzug zu Deutschen

(1) Die Aufenthaltserlaubnis ist dem ausländischen

1. Ehegatten eines Deutschen,

2. minderjährigen ledigen Kind eines Deutschen,

3. Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen zur Ausübung der Personensorge

zu erteilen, wenn der Deutsche seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bundesgebiet hat.

Sie ist abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 in den Fällen des Satzes 1 Nr. 2 und 3 zu erteilen. Sie soll in der Regel abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1 erteilt werden. Sie kann abweichend von § 5 Abs. 1 Nr. 1 dem nichtsorgeberechtigten Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen erteilt werden, wenn die familiäre Gemeinschaft schon im Bundesgebiet gelebt wird. § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2, Satz 3 und Abs. 2 Satz 1 ist in den Fällen des Satzes 1 Nr. 1 entsprechend anzuwenden.

(2) Dem Ausländer ist in der Regel eine Niederlassungserlaubnis zu erteilen, wenn er drei Jahre im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis ist, die familiäre Lebensgemeinschaft mit dem Deutschen im Bundesgebiet fortbesteht, kein Ausweisungsgrund vorliegt und er sich auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen kann. Im Übrigen wird die Aufenthaltserlaubnis verlängert, solange die familiäre Lebensgemeinschaft fortbesteht.

(3) Die §§ 31 und 35 finden mit der Maßgabe Anwendung, dass an die Stelle des Aufenthaltstitels des Ausländers der gewöhnliche Aufenthalt des Deutschen im Bundesgebiet tritt.

(4) Auf sonstige Familienangehörige findet § 36 entsprechende Anwendung.

(5) Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.


ANTWORT VON
Rechtsanwalt Maik Elster
Jena

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