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Hinhaltetaktik der Bank bei Kredituebernahme


27.09.2017 23:28 |
Preis: 80,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Inverzugssetzen eine Bank bei schleppender Ablösung


Sehr geehrte Damen und Herren

Nachdem wir nun seit Mitte Juli mit der Cobaxx vergeblich versuchen, die Umschuldung unseres Hauptkredites bei der Deutxxxenbxxk zu bewältigen, meine Schilderung des Falles mit einigen Fragen zum korrekten Vorgehen bzw. Verzug setzen.

Der Zeitpunkt des Kreditendes war der 31.08.17. Obschon bei mehrmaligen telefonischen Rückfragen bei der Deutxxxenbxxk alle Details als geklärt und mit der Cobaxx abgestimmt dargestellt werden, erhielten wir zwischenzeitlich eine Mahnung von der Deutschen Bank. Zwischenzeitlich verlangt die Cobaxx Bereitstellungszinsen. Wir vermuten nach Rücksprache mit unser vormaligen Stammfiliale System, da es auch nicht möglich war, den Kredit nach vergeblichen Widerruf durch zwei Instanzen bei der Deutschen Bank fortzuführen, weil das „Institut kein weiteres Engagement mit uns wünscht"...

Nach fast 9 Wochen Telefonaten und Abstimmung einer Lösung zwischen den Banken und uns, wird diese nicht umgesetzt. Konkret handelt es sich um eine Umschuldung des Hauptkredites und die Besicherung eines weiteren kleineren Hypotheken–Kredites, der mit einer LZ bis 2018 bei der deutxxxxen Bxxk bleiben muss und über einen angespartenund abgetretenen Bausparvertrag komplett abgesichert wäre.

Dieser Kleinkredit soll nach Forderung der Deutxxxenbxxk vorrangig im ersten Rang abgesichert werden und hochdrücken. Die cobaxx ist im Prinzip damit einverstanden, übernimmt jedoch den Bausparvertrag, dessen Abtretung freigegeben werden muss, weil eine Zweifachbesicherung nicht erforderlich ist.
Diesem Vorgehen stimmen beide bearbeitenden Sachbearbeiter und wir (trotz Kostenverursachung) im Grund auch zu. Allerdings beschuldigen sich die Mitarbeiter beider Banken gegenseitig, die erforderliche Voraussetzung nicht zu schaffen.

Meine Fragen:
Darf die deutxxxx Bxxk so blockieren/verschleppen?
Hat die deutxxxx Bxxk ein Recht, das Aufrücken der nachrangig abgeschlossenen Besicherung eines späteren Kredites zu fordern?
Muss ich die Bank in Verzug setzen um ggfs. die gezahlten Bereitstellungszinsen als Schadenersatz zurückfordern zu können?
Was schlagen Sie fest, um die „Verschleppung" gerichtsfest zu dokumentieren?

Mit freundlichen Grüßen

28.09.2017 | 00:24

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Zunächst ist es ratsam den bisherigen Verhandlungsverlauf in einem Vermerk schriftlich festzuhalten. Im weiteren empfehle ich, auch wenn es umständlich erscheint, die weitere Korrespondenz mit den Banken ausschließlich schriftlich oder textlich per Email zu führen.

2. Aus Ihren Angaben entnehme ich, dass die Deutsche Bank (noch) doppelt besichert ist, da diese Grundpfandrechte und das Guthaben aus dem Bausparvertrag als Sicherheit für den noch bestehenden Kleinkredit hält.

3. Wenn nunmehr alle Voraussetzungen für eine Ablösung vorliegen und die Deutsche Bank durch eine erstrangige Grundschuld besichert ist, ist diese zur Freigabe des verpfändeten Bürgschaftsvertrages verpflichtet. Sollte die Commerzbank bereits im Wege eines Treuhandauftrages die Ablösung des Darlehens an die Deutsche Bank herangetragen haben, kommt die Deutsche Bank in Verzug, wenn diese der Commerzbank nicht die Ablösung des Darlehens ermöglicht.

Ein Blockieren / Verschleppung ist danach rechtswidrig, wenn die von Seiten der Deutschen Bank nachweislich geforderten Voraussetzungen für eine Ablösung und Freigabe vorliegen. In diesem Fall wäre dies die Stellung einer erstrangige Grundschuld und ggfs. die Unterzeichnung einer neuen Sicherungszweckerklärung.

4. Wenn die Deutsche Bank das Guthaben aus dem Bausparvertrag aus Sicherheitenbeschlag freigibt, kann diese eine Sicherheit in Form einer erstrangigen Grundschuld verlangen. Alternativ wäre die Stellung einer Barsicherheit möglich, um die erstrangige Grundschuld der Commerzbank zur Verfügung zu stellen.

5. Eine Inverzugssetzung ist möglich, wenn wie ausgeführt, die Voraussetzungen für eine Ablösung vorliegen und die Commerzbank mitgeteilt hat die Ablösung vorzunehmen. Teilt die Deutsche Bank den genauen Ablösebetrag nicht mit bzw. reagiert nicht, fordern Sie die Bank schriftlich/textlich auf die Ablösung innerhalb von einer Woche (genaues Datum) angeben vorzunehmen. Teilen Sie mit, dass die Deutsche Bank mit Ablauf der Frist in Verzug gerät und auf etwaigen Schäden (hier Bereitstellungszinsen) in Anspruch genommen wird. Für den Verzug reicht es aus, die Bank schriftlich zur Vornahme der Ablösung aufzufordern.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

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