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Hilfe beim Schreiben eines Buches /Urheberrecht


15.09.2004 06:59 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von



Ich bin dabei ein Buch über alternative Behandlungstherapien zu schreiben(Medizinisches Nachschlagewerk). Das Buch muss vereinzelt auch Kapitel enthalten, die zu ca 80 %aus recherchierten Daten((verschiedener Werke und Autoren),also ich schreibe nicht ein Buch ab und sage es ist meins, zusammengesetzt werden. Darf ich das? Es gibt aber auch Kapitel völlig frei von recherchierten Daten. Sind diese Sachen als Zitate zu werten? Wenn ja, würde ich dann entsprechend der Zitatrichtlinein zitieren. Was mir auch nicht genau klar ist, ist die Möglichkeit des Einsatzes von -vgl.-?
Darf ich , wenn ich das vgl. davor setze Textteile benutzen und diese mit eigenen Gedanken vermischen?
15.09.2004 | 09:17

Antwort

von


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Rechtsanwaltskanzlei Filler
Weender Landstraße 1
37073 Göttingen
Tel.: 0551 – 79 77 666
Fax: 0551 – 79 77 667
E-mail: filler@goettingen-recht.de


In Beantwortung Ihrer Fragen teile ich Ihnen folgendes mit:

Sie haben sich Ihre Antwort im Prinzip bereits selber gegeben. Anzuwenden sind die Zitierrichtlinien. Nach den Zitierrichtlinien gilt:
Zitatrichtlinien
(Stand: November 2003/PE)
1 Vorbemerkung
Bei der Erstellung eines Beleges oder einer Diplomarbeit wird erwartet, dass die in Fachliteratur
und Rechtsprechung vertretenen Ansichten und hierzu entwickelten Lösungswege recherchiert
und eine kritische Auseinandersetzung damit erfolgt. Der Nachweis fremder Ansichten
erfolgt durch Zitate:
• Zitate sind wörtlich oder sinngemäß übernommenes Gedankengut fremder Autoren.
Dieses ist kenntlich zu machen.
• Einwandfreies Zitieren ist Ausdruck wissenschaftlicher Sorgfalt.
• Jedes Zitat muss eindeutig belegt und nachprüfbar sein.
• Unterlassen einer Quellenangabe zieht den Verdacht des Plagiats nach sich!

2 Zitierweise
Wörtliche (direkte) Zitate werden durch Anführungszeichen eingeschlossen. Zitate und Quellenangaben
erfordern buchstäbliche Genauigkeit. Abweichungen vom Original sind durch
eingeklammerte Zusätze mit einem Hinweis, z.B. „Anm. d. Verf.“, deutlich zu kennzeichnen.
Hervorhebungen im zitierten Text sollten grundsätzlich übernommen werden; eigene Hervorhebungen sind mit dem Zusatz „Herv. durch Verf.“ zu kennzeichnen. Die Auslassung eines Wortes (mehrerer Worte) wird durch zwei (drei) Punkte gekennzeichnet. Dies gilt auch, wenn ein Zitat mitten in einem Satz beginnt.
Wörtliche Zitate sollten kurz sein und eigene Formulierungen nicht ersetzen. Längere Zitate
sind nur angebracht, wenn es auf die Demonstration der im Zitat gewählten Formulierung
ankommt. Es ist in diesem Fall zu empfehlen, längere Zitate im Text einzurücken und in einzeiligem Abstand zu schreiben.
Ein sinngemäßes (indirektes) Zitat liegt vor bei der Übernahme von Gedanken oder bei Anlehnung an einen anderen Autor (jedoch keine wörtliche Übernahme!). Der Umfang einer
sinngemäßen Übernahme muss eindeutig erkennbar sein! Es kann deshalb erforderlich sein,
dem Zitat einen einleitenden Satz voranzustellen, wie z.B.: „Die folgende Darstellung der
pagatorischen Bilanzauffassung lehnt sich an Kosiol an“. Der Quellenhinweis bei sinngemäßen Zitaten beginnt mit „Vgl.“.
Bei Tabellen, Abbildungen und Zahlenangaben im Text beginnt der Quellenhinweis mit
„Quelle: . . .“. Mit einem Quellenhinweis sind auch solche Zahlen- und Sachangaben zu versehen, die nicht der Literatur entnommen, sondern z.B. durch persönliche Befragung in Erfahrung gebracht worden sind.
Zitate in einem Zitat werden am Anfang und am Ende mit einem Apostroph (‘ . . .’) versehen.

Konkret bedeutet das für Sie:

Natürlich dürfen Sie Zahlen, Daten und Sachangaben übernehmen. Hierbei ist die Quelle anzugeben.

„Vgl.“ wird nicht wörtlichen, sondern sinngemäßen Zitaten vorangestellt. Sinngemäße Zitate können mit eigenen Worten formuliert werden, dürfen aber den Sinn der Aussage nicht verändern. Ihre eigenen – anderen – Gedanken müssen Sie dann kenntlich machen und das sinngemäße Zitat zuvor beenden.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen

(Regine Filler)
Rechtsanwältin


ANTWORT VON

Göttingen

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