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Herstellungsaufwand / Erhaltungsaufwand 15% Grenze - 4000€


23.12.2014 11:22 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Liubov Zelinskij-Zunik, M.mel.


Zusammenfassung: Abgrenzung: Erhaltungsaufwand und Herstellungsaufwand bei Immobilien


Eckdaten:
2 Familienhaus mit Gewerbeeinheit Kauf 01.01.2013.
1 Wohnung ist vermietet, die Leerstehenden Einheiten sollen noch vermietet werden.
Kaufpreis 28T€ + Nebenkosten 4T€ = 32T€ (Denkmalgeschütztes Haus Bj ca.1850).
Bodenwert liegt bei ca. 16T€
D.h. für Erhaltungsaufwand können 15% von 16T€ angesetzt werden = 2400€ auf drei Jahre,
was pro Jahr ca. 800€ entspricht.

Frage:
Ist es möglich anstatt der 15% auch einen festen Betrag anzusetzten ohne das dies vom Finanzamt weiter geprüft wird?
Hierzu habe ich folgenden Auszug im Internet gefunden:
"Betragen die Aufwendungen nach Fertigstellung eines Gebäudes für die einzelne Baumaßnahme nicht mehr als 4000DM (ab VZ 2002 2.100€) je Gebäude, so ist auf Antrag dieser Aufwand steths als Erhaltungsaufwand zu behandeln."

Trifft dies zu? Wenn ja, wie muß der Antrag für das Finanzamt aussehen, bzw. auf welche Rechtsprechung kann ich mich hier berufen?



Einsatz editiert am 24.12.2014 12:12:50
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ist es möglich anstatt der 15% auch einen festen Betrag anzusetzten ohne das dies vom Finanzamt weiter geprüft wird?

Falls Sie meinen, den Betrag von 2.100 € jährlich ohne Nachweise ansetzen zu können, ist die Antwort (leider) NEIN. Auch nicht für 1/3. Für den Abzug des Erhaltungsaufwandes ist immer einen NAchweis (Belege) erforderlich. Es gibt keine pauschale.
Die von Ihnen zitierte Passage stammt aus
Einkommensteuer-Richtlinien alter Fassungen, zum § 21 EStG (https://www.jurion.de/Gesetze/EStR_2001/157). Aktuell liegt der Betrag bei 4000 € (http://www.einkommensteuerrichtlinien.de/EStR-21-1-Erhaltungsaufwand-und-Herstellungsaufwand.html). Diese Regelung bedeutet aber nur eine Erleichterung bei der Abgrenzug Anschaffungskosten vs Erhaltungskosten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.12.2014 | 21:24

Sehr geehrte Rechstanwältin,
natürlich liegen mir Belege vor.
Ich habe Belege als Bsp. für 3500€ für Austausch von Fenstern (2013).
Dies überschreitet die 15% Regel bei weitem. Siehe hierzu oben die Angaben zum Kaufpreis/Bodenrichtwert.
Können diese trotzdem voll als Erhaltungsaufwand angesetzt werden (über die von ihnen angesprochenen 4000€ Regel)? Und wenn ja wie ist der Antrag beim Finanzamt zu stellen bzw. auf welche Rechtsprechung kann ich mich hier berufen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.12.2014 | 22:19

Können diese trotzdem voll als Erhaltungsaufwand angesetzt werden (über die von ihnen angesprochenen 4000€ Regel)?

Ja

Die 4000 € Regelung ist (nur) eine Vereinfachung für die Abgrenzung Anschaffungs-/Herstellungskosten. Dadurch wird die Höhe der Herstellungskosten nicht begrenzt. Die Herstellungskosten können (in unbegrenzter Höhe) im Jahr abgesetzt werden, in dem sie entstanden sind, § 11 EStG. In ihrem Falle handelt es sich eindeutig um die Herstellungskosten. Vielmehr ist man bei negativen Einkünften aus Vermietung daran interessiert, die Herstellungskosten auf mehrere Jahre zu verteilen. Dies ermöglichst § 82 b EStDV.


Und wenn ja wie ist der Antrag beim Finanzamt zu stellen

Sie geben eine Einkommensteuererklärung ab und werden dort dies Ausgaben benennen.


bzw. auf welche Rechtsprechung kann ich mich hier berufen?

Es gibt keine Rechtsprechung, weil die Regelung eindeutig ist.

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