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Heizungskosten ohne Wärmezähler in Betriebskostenabrechnung


02.11.2010 23:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Juli 2005 bin ich in eine 81,5m² grosse Mietwohnung eingezogen.
Nach der ersten Betriebskostenabrechnung im Dez 2006 habe ich festgestellt dass an keinem Heizkörper ein Zählerröhrchen befestigt war.
Da die Heizkostenabrechnung auch in den folgenden Jahren in etwa plausibel erschien, habe ich den Vermieter zwar telefonisch informiert, jedoch nicht nachgehakt als nichts passierte.
Die restlichen 14 Wohnungen haben angeblich alle Zähler.
Ende Jan 2009 bin ich ausgezogen.

Die Abrechnung der allg. Betriebskosten erfolgte Ende Sept 2009 für den Zeitraum Jan 2008 bis Dez 2008 - bei den Heizkosten (da über Fremdfirma berechnet) aber für den Zeitraum Okt 2007 bis Sept 2008. Nachzahlung 47 Euro.
Die Betriebskostenabrechnung für den Jan 2009 kam nun Ende Sept 2010, mit einer Forderung von 600 Euro, begründet in einer Heizkostenabrechnung Zeitraum Okt 2008 bis Jan 2009 (4 Monate).

Bei 530/1000 Gradtagen soll ich 4088 Einheiten verbraucht haben.
2007/2008 hatte ich bei 1000/1000 Gradtagen 6837 Einheiten.

Die Frage ist:
Wie kommt die abrechnende Heizungsfirma auf die Wärmezähler-Einheiten wenn es keine Zähler gibt? Kann ich das anfechten? Und wenn ja, wie wirkt sich das aus?

Danke im voraus!
02.11.2010 | 23:34

Antwort

von


1172 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

ich nehme an, dass Sie nicht mit einer Gastherme geheizt haben, sodass der Gasverbrauch unter Umständen maßgeblich war.
Wurden bei Einzug oder bei Auszug Zählerstände notiert?

Wenn nicht, dann muss die Fremdfirma beweisen, dass dieser Verbrauch tatsächlich angefallen ist und auch zweifelsfrei Ihrer Wohnung zuzurechnen ist.
Gegen diese Abrechnung würde ich zunächst "Widerspruch" einlegen und die Einsicht in die Abrechnungsunterlagen zur Nachprüfung verlangen.

Hieraus können sich meist schon viele Fehler entdecken lassen.

Dieser Widerspruch hat rechtlich zunächst keine Auswirkung bis Ihnen die Unterlagen zur Einsicht überlassen worden sind.


Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2010 | 23:44

Sehr geehrter Herr Hoffmeyer,

das komplette Haus (15 Wohnungen) wurde über eine Zentralheizung beheizt. Es gibt also für die einzelnen Wohnungen keine (Gas)zählerstände, sondern nur die (Funk)Wärmezähler an den Heizkörpern. Ich hatte definitiv keine, also konnten die Wärmezähler auch nicht abgelesen werden.
In der Abrechnung der Fremdfirma wird jede Etage zu einer Abrechnungseinheit zusammengeführt. Für die 50% Grundkosten wird die Etagenfläche auf die m² der 3 Wohnungen verteilt, die 50% Verbrauchskosten normalerweise über die Wärmezähler verteilt.

Ich halte die Einheiten meiner Wohnung für einen Schätzwert der Firma, oder einen Wert der nach Abzug aller Verbräuche der anderen 14 Wohnungen des Gebäudes vom Gesamtgasverbrauch übrig bleibt.
Mit welchem Grund kann ich die Heizkostenabrechnung anfechten, wie sind die Aussichten?
Dankeschön!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2010 | 23:52

Sehr geehrter Fragesteller,

in diesem Fall können tatsächlich nur Schätzungen zu Grunde liegen.

Die Chancen stehen gut, dass Sie auch nur zum Schätzwert Ihres persönlichen Haushaltes zur Kasse gebeten werden können. Dies bemisst sich aber in aller Regel nach der jeweiligen Personenanzahl und der Größe der Wohnung. Hier gibt es Durchnittswerte, die dann angenommen werden.

Auch könnte Ihr Verbrauch dadurch "abgelesen" werden, wenn alle Heizkosten zusammengerechnet würden und die Differenz gebildet, wenn Sie tatsächlich die einzige Wohnung gewesen sein sollten, die keine Zähler hatte. Ob dies vielleicht so vorgenommen worden ist, müsste man erfragen.

Aus diesem Grund rate ich Ihnen dringend Kontakt aufzunehmen und Akteneinsicht zu verlangen.

Wenn Sie noch weitere Fragen haben sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage zulässt. Auch können Sie mich gerne jetzt noch erreichen unter der Mobilfunknummer, um die Angelegenheit kurz persönlich telefonisch weiter zu besprechen, falls Sie noch weitere Fragen haben sollten.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Felix Hoffmeyer
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

Hannover

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