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Heizkostenabrechnung: Kann generell die Ablesung angefochten werden?


| 20.11.2008 15:26 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Hallo,

Ich habe im letzten Winter meine Heizung nicht benutzt und statt dessen mit einem Heizstrahler geheizt. Dazu kam es wie folgt: Nachdem ich meinen Vermieter 2 mal per Email aufgefordert hatte, etwas zu unternehmen, weil meine Heizkörper nicht richtig warm werden, habe ich auf die Heizung verzichtet und zum Heizstrahler
gegriffen. Es können mehrere Personen bestätigen, dass ich ständig den Strahler an hatte und keinen Heizkörper.

Ich dachte nun, eine erhebliche Heizkostenrückerstattung zu erhalten, statt dessen bekam ich die Aufforderung zu einer Nachzahlung. Insgesamt soll ich ca 850,-€ (incl. monatliche Raten) zahlen, dafür, dass ich keinerlei Heizung benutzt habe.

Nun ist klar, ich muss mich anteilig mit 50% an den Gesamtkosten beteiligen (was ich leider erst nicht wusste, sonst hätte ich mehr Druck wegen der geringen Heizleistung gemacht und keinen Heizstrahler verwendet), aber generell ergeben sich für mich aus folgenden nüchternen Zahlen große Ungereimtheiten, bzw Ungerechtigkeiten.

Verbrauch Gesamtgebäude 2006/2007: 4.116 Liter
Verbrauch Gesamtgebäude 2007/2008: 5.133 Liter
Steigerung: 25% (obwohl ich nicht geheizt habe und eine Partei weniger in Miete war)

Meine Ablesung 2006/2007: 100 T (alle Heizkörper ständig an)
Meine Ablesung 2007/2008: 84 T (alle Heizkörper ständig aus)
Die Korrektheit der Ablesung lässt sich meiner Meinung nach anfechten, denn diese fast identischen Werte sind mit
Verdunstung nicht zu erklären.

Fazit:

Es erfolgte ein Mehrverbrauch (Liter) um 25%, obwohl durch mich eine erhebliche Einsparung entstanden sein müsste.
Ich bezahle ausschließlich die Heizkosten meiner Nachbarn.
Hinzu kommt, dass mir durch den Einsatz von Heizstrahlern eine Stromnachzahlung von ca. 400 € entstanden ist.

Ich glaube nicht, dass der Gestzgeber vorsieht, die Kosten dermaßen ungerecht zu verteilen.

Fragen:

1. Kann generell die Ablesung angefochten werden? (Brunata)

2. Kann die anteilige Grundgebühr angefochten werden aufgrund defekter/ungenügender Heizung? Wie muss dies nachgewiesen werden? (reichen Zeugenaussagen und eine Email?)

3. Was passiert, wenn die Abrechnung generell falsch ist? Wird dann einfach neu berechnet? (soll ja öfter vorkommen)

Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

1.)
Sie haben gegenüber dem Abrechnungsunternehmen keine eigenen Ansprüche, da die Abrechnung im Auftrag des Vermieters erfolgt und Sie nicht selbst Vertragspartner des Abrechnungsunternehmens sind. Wenn Sie der Ansicht sind, dass Ablese- oder Messfehler vorliegen, müssen Sie Ihre Einwendungen im Verhältnis zum Vermieter geltend machen. Einwendungen sind gemäß § 556 Abs. 3 S. 5 BGB binnen Jahresfrist gegenüber dem Vermieter zu erheben.

2.)
Wegen der nicht funktionierenden Heizung sollten Sie den Vermieter zur Mängelbeseitigung auffordern und eine Mietminderung vornehmen. Die Minderung errechnet sich anhand des Gesamtmietzinses, nicht aber ausschließlich anhand der Heizungsgrundkosten. Ab wann und in welcher Höhe eine Mietminderung hier berechtigt ist, sollten Sie ergänzend über einen Rechtsanwalt prüfen lassen, da Ihre Angaben dazu nicht ausreichen. Zeugen und Emails sind grundsätzlich wirksame Beweismittel, sie sollten Ihre Einwendungen zur Sicherheit aber schriftlich in Briefform und mit Zugangsnachweis erheben.

3.)
Eine Korrektur einer falschen Heizkostenabrechnung ist innerhalb der Abrechnungsfrist gemäß § 556 Abs 3 S. 2 BGB ohne weiteres durch Neuabrechnung möglich. Nach Ablauf der Abrechnungsfrist kann eine formell ordnungsgemäß erstellte Abrechnung korrigiert werden, wenn der Vermieter den Saldo bzw. die einzelnen Abrechnungspositionen zugunsten des Mieters verändern; vlg. dazu BGH, U.v.12.12.2007, VIII ZR 190/06.

Ich hoffe, Ihnen erste Anhaltspunkte gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichem Gruß

Kaussen
Rechtsanwalt
Bewertung des Fragestellers 22.11.2008 | 11:38


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