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Heiraten einer Iranerin im Asylverfahren


| 05.12.2016 17:16 |
Preis: 58,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.



Guten Abend,

meine Verlobte ( Iranerin) und ich wollen bald heiraten. Sie ist noch in einem Asylverfahren in Österreich. Falls dieses negativ ausfallen sollte und sie abgeschoben würde, könnte Sie irgendwie für Deutschland ein Visum beantragen oder ggfls. in Deutschland Asylantrag stellen zwecks Heirat?

Sie ist Christin und würde bei Abschiebung in den Iran Probleme bekommen desweiteren ist Sie auch Psychisch sehr labil und deswegen auch in psychologischer Behandlung zwecks der Misshandlungen und Demütigungen in anderen Flüchtlingslagern (Türkei, Belgien und Ungarn) durch Behörden.
Sie ist gerade dabei sich zu Integrieren macht einen Deutschkurs und würde auch sehr gerne arbeiten was leider zur Zeit nicht möglich ist.

Gibt es eine Möglichkeit für uns bzw. für Sie das wir heiraten können und uns keine Steine in den Weg gelegt werden?

Wir lieben uns wirklich und sind glücklich miteinander. Es ist keine Scheinehe wie den Flüchtlingen seitens der Behörden immer unterstellt wird.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtsordnung wie folgt beantworten:

Sie tragen vor, dass sich Ihre Verlobte gegenwärtig in Österreich aufhält, dort aber nur noch geduldet ist und zeitnah das Land verlassen muss bzw. abgeschoben werden wird.

Wollen Sie also nun Ihre Verlobte heiraten, so wäre hier eine entsprechende Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland zu beschaffen. Diese könnte entweder noch in Österreich bei der Botschaft oder einem Konsulat beantragt werden. Denkbar wäre dies aber auch bei der deutschen Botschaft in Teheran.

Mit einen entsprechenden Visum könnte Ihre Verlobte nach Deutschland einreisen und Sie könnten dort heiraten.

Der Nachweis der Ehefähigkeit ist für Ausländer in Deutschland sehr aufwendig, hier werden eine Vielzahl von Dokumenten abgefragt.

All diese Dokumente müssen bei Beantragung des Visum bereits vorliegen, ich gehe nicht davon aus, dass Ihre Verlobte alle Unterlagen mit nach Österreich gebracht hat, so dass es in der Tat sinnvoll erscheint kurz in den Iran zurück zu kehren und dort alles für eine Hochzeit vorzubereiten.

Da Ihre Verlobte aber bereits Deutsch lernt dürfte zumindest der Sprachnachweis A1 für das Ehegattenvisum einfach sein.

Sollten Ihrer Verlobten bei einer Abschiebung in den Iran in der Tat Probleme drohen, so erscheint es aus meiner Sicht sinnvoll hier gegen die Abschiebungsanordnung gerichtlich in Österreich vorzugehen. Dies müsste ein österreichischer Anwalt erledigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2016 | 18:16

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Park,

ihr Asylantrag ist noch nicht entschieden, sollte es aber der Fall sein und dieser fällt negativ aus und Sie wird abgeschoben, möchte ich schon vorbereitet sein das es nicht soweit kommt..... Bei Ihrer Freundin ist es schon geschehen.Die wollte auch Ihren Verlobten heiraten aber die Behörden haben Ihr Asyl negativ entschieden und Sie muss wieder zurück.

Sie haben geschrieben das es sinnvoll erscheint wenn Sie in den Iran zurück kehrt und alle Dokumente beschafft... leider ist es nicht so einfach da Sie während des laufenden Asylverfahrens Österreich nicht verlassen darf geschweige denn in den Iran oder in die Iranische Botschaft in Österreich darf, da dieses negative Auswirkungen auf ihr laufendes Asylverfahren hätte.
Bei Ihr ist es auch schwierig den Nachweis zu bekommen das meine Verlobte weder in Iran noch in anderen Ländern verheiratet ist, da Sie ja wie oben beschrieben nicht in den Iran darf bzw. auch nicht in iranischen Botschaften.
Wir wissen nicht wie wir die notwenigen Dokumente für das Standesamt beschaffen können.


Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2016 | 18:21

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Hier wäre grundsätzlich darüber nachzudenken, ob es nicht sinnvoll ist den Asylantrag zurück zu ziehen.

Da eine Eheschließung sicher erscheint, wäre auch so ein Aufenthaltstitel denkbar.

Negative Auswirkungen wird das nicht haben, ein Visum zur Heirat wird erteilt, wenn alle Voraussetzungen der Familienzusammenführung vorliegen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

Bewertung des Fragestellers 05.12.2016 | 19:24


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