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Heirat/Asyl-/Ehe-/Ausländerrecht


03.10.2017 20:02 |
Preis: 37,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von



Ein Asylbewerber (Herkunftsland Afghanistan, Tazkira vorhanden) ist in einer Beziehung mit einer Frau (deutsche Staatsbürgerschaft).
Der Asylantrag wurde vom BAMF einfach abgelehnt, er befindet sich im Klageverfahren beim Verwaltungsgericht.
Aktuell ist er im Besitz einer Aufenthaltsgestattung.

Kann das Paar heiraten und besteht nach der Heirat ein Bleiberecht für den Asylbewerber? Falls ja, welches Bleiberecht kann er erhalten?

Ist eine Eheschließung bei jedem Standesamt in Deutschland möglich, welche Dokumente sind hierfür notwendig und welcher zeitliche Rahmen muss eingeplant werden?

Welche Auswirkungen hat eine Eheschließung auf das Klageasylverfahren?

Vielen Dank für Ihre Antwort.


Einsatz editiert am 04.10.2017 06:11:36
04.10.2017 | 09:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ein Standesamt hat mir folgende Auskünfte gegeben:

Für die Heirat Grundvoraussetzung ist ein Reisepass des afghanischen Mannes (und natürlich auch ein Identitätsnachweis der deutschen Frau), eine Taskira reicht nicht, ist aber für den Geburtsnachweis wohl ausreichend.

Dann muss ein Ehefähigkeitszeugnis vorgelegt werden. Afghanische Behörden stellen aber erfahrungsgemäß eine solche Bescheinigung nicht aus, so dass beim Oberlandesgericht die Befreiung von diesem Ehefähigkeitszeugnis beantragt werden muss. Das alles dauert Minimum ein 1/2 bis ein 3/4 Jahr, wenn nicht länger.

Die Eheschließung kann bei dem Wohnsitzstandesamt der Frau, aber auch des afghanischen Mannes geschlossen werden. Am Besten gehen beide mal zu ihrem Standesamt und lassen sich weiter beraten.

Im Zeitpunkt der Eheschließung muss der afghanische Mann sich entweder rechtmäßig oder geduldet oder als Asylbewerber mit einer Aufenthaltsgestattung in Deutschland aufhalten, dann kann er die Aufenthaltserlaubnis erhalten.
Ist der Aufenthalt nicht (mehr) rechtmäßig nach einem abschlägigen Urteil im Klageverfahren und zwischenzeitlich entstandener Ausreisepflicht, droht möglicherweise trotz alledem die Ausreisepflicht des Mannes.

Es kann also durchaus sein, dass er nach dem Urteil im Asylklageverfahren abgeschoben wird und von Afghanistan aus den Familiennachzug beantragen muss.

Ich hoffe, Ihre Fragen verständlich beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Judith Freund
Rechtsanwältin

Fachanwältin für Familienrecht

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