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Hecken in Wohngemeinschaft


20.11.2014 22:47 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Zusammenfassung: Die einem Eigentümer als Sondernutzungsrecht zugewiesenen Gartenflächen dürfen nicht ohne dessen Zustimmung betreten werden. Möglicherweise besteht jedoch ein Anspruch des Verwalters auf die Zustimmung, wenn dies zur ordnungsgemäßen Verwaltung erforderlich ist.


Hallo,
Wir wohnen in einer Eigentumswohnung/EG mit einem kleinen Gärtchen. In Hausordnung steht hecken dürfen max. 2 mt. Hoch sein.
Nun hat eine Gartenfirma unsere hecken im Auftrag von der neuen Hausverwaltung richtig geschlachtet. Manche Pflanzen sing jetzt weniger als eine Meter. 1. Frage: darf die Hausverwaltung ohne unsere Zustimmung und in unsere Abwesenheit einfach unsere Pflanzen schneiden?
2. Frage unsere Terrasse betreten?
Und wenn ja, so kurz schneiden, wie sie lustig sind?
Wir haben keine Privatsphäre mehr. Danke im voraus für Ihre Antwort. MfG
21.11.2014 | 11:00

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich gehe aufgrund Ihrer Angaben davon aus, dass Sie Eigentümer sind, Ihnen der Garten als Sondernutzungsrecht zugewiesen ist und die Hecken in Ihrem Garten stehen. Hierzu ist klarzustellen, dass in diesem Fall die Hecken regelmäßig im Gemeinschaftseigentum stehen.

Maßgeblich ist zunächst, ob es in der Gemeinschaftsordnung Regelungen zur gärtnerischen Pflege gibt. Sollte hierzu nichts geregelt sein, obliegt die Pflege der Grünflächen und damit auch der betroffenen Hecken grundsätzlich allen Eigentümern, für die regelmäßig der Verwalter (aufgrund eines Beschlusses) tätig wird. Die Beauftragung der Gartenfirma mit dem Rückschnitt der Hecken entspräche damit grundsätzlich ordnungsgemäßer Verwaltung. Ob die Ausführung (Rückschnitt auf einen Meter) noch ordnungsgemäßer Verwaltung entspricht, müsste im Einzelfall geprüft werden.

Sollte in der Gemeinschaftsordnung hingegen geregelt sein, dass die Gestaltung und Pflege der Gärten (und damit auch der Hecke) durch den jeweiligen Eigentümer durchzuführen ist, wäre die Hausverwaltung nicht berechtigt gewesen, eine Gartenfirma mit der Beschneidung Ihrer Hecke zu beauftragen. Die Hausverwaltung muss zwar auf die Einhaltung der Hausordnung hinwirken, darf jedoch nicht ohne Ihre Zustimmung in Ihr Sondernutzungsrecht eingreifen.

Zu Ihrer zweiten Frage hinsichtlich des Betretens des Gartens und der Terrasse ist festzuhalten, dass die Verwaltung grundsätzlich diese Flächen nur mit Ihrer Zustimmung (als Sondernutzungsberechtigter) betreten darf. Möglicherweise sind Sie jedoch verpflichtet, Ihre Zustimmung zur Betretung zu erteilen, wenn dies zur Erfüllung der Aufgaben der Verwaltung erforderlich ist. Bevor jedoch diese Zustimmung nicht erteilt ist, darf die Hausverwaltung Ihre Sondernutzungsfläche jedoch nicht betreten.

Ob Sie Ansprüche auf Schadensersatz oder Unterlassung haben, kann jedoch aufgrund der bisherigen Angaben nicht geprüft werden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Christian Spielbauer

Nachfrage vom Fragesteller 23.11.2014 | 09:46

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
Vielen Dank für Ihre Antwort!

interessanterwiese macht die HW (Hausverwaltung)in Ihrem Schreiben darauf aufmerksam, daß die Außenhecken sich im Gemeinschaftseigentum und die Hecken im zwischen den Garten in unserem sondereigentum, gleichzeitig aber in den selben schreiben wurde uns eine Frist gesetzt für den Rückschnitt, bei nicht Einhaltung wird eine Gratenfirma beauftragt und die Kosten wird uns dann in Rechnung gestellt.

Die Gartenfirma zusammen mit Hausmeister haben nun die Aussenhecke zu kurz und häßlich geschnitten, daß alle vorbeigehende in unsere Schlafzimmer reingucken können. Frage: dürfen Sie das ohne weiteres machen, obwohl in Hausordnung steht hecken bis max. 2 meter erlaubt, wenn nicht, können wir schadenersatz fordern? wg. kurzgeschnittenen hecken, keine Privatsphäre mehr, keine Abstimmung mit uns etc.? auf meine Telefonische Nachfrage hat die Sachberabeiterin den Hörer nach 2 Min sachliche Diskussion einfach aufgelegt!!! und bisher auf meine Emailbeschwerde auch nicht reagiert!!!

Wenn die Aussenhecke vom Hausmeister oder eine Gartenfirma geschnitten werden soll, weil sich im Gemeinschaftseigentum befindet, dann wieso müssen wir noch die Kosten übernehmen?

die Innenhecken sind fast überall in der Anlage ca. 2,5 meter hoch. die GArtenfirma hat hier nix geschnitten. wahrscheinlich weil sondereigentum und bedarf unsere zustimmung? wenn ja, warum bedroht uns die Hausverwaltung uns fälschlicherweise die Kosten in Rechnung zu stellen, dürfen sie das?

Danke im Voraus und Grüße!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2014 | 10:21

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Aufgrund Ihrer Nachfrage gehe ich davon aus, dass nur die im Gemeinschaftseigentum stehenden Außenhecken geschnitten wurden. Wie bereits in meiner Antwort dargelegt obliegt die Pflege der Hecken allen Eigentümern, für die regelmäßig der Verwalter tätig wird. Insofern entspricht die Beauftragung der Gartenfirma mit dem Rückschnitt der Hecke wohl ordnungsgemäßer Verwaltung.

Die Frage, ob Sie die Kosten der Arbeiten zu tragen haben, nicht pauschal beantwortet werden. Hierzu müsste die Gemeinschaftsordnung geprüft werden, ob es besondere Kostenregelungen gibt.

Auch die Frage, ob Ihnen Schadensersatz zusteht, hängt von den konkreten Gegebenheiten des Einzelfalls ab und kann nicht aufgrund der bisherigen Angaben beantwortet werden.


Gerne können Sie mir die Gemeinschaftsordnung und das Schreiben der Hausverwaltung unverbindlich zusenden. Aufgrund dieser Angaben mache ich Ihnen gerne ein konkretes Angebot.

Mit freundlichen Grüßen,

Christian Spielbauer
Rechtsanwalt

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