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Hausverwalter beauftragt Schädlingsbekämpfer, um Wespennest entfernen zu lassen.


12.09.2011 12:45 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


| in unter 2 Stunden

Ich bin Eigentümer einer Penthouse-DG-Wohnung in einem 5-Parteien-Haus.

Der Hausverwalter hat ohne Rücksprache mit mir und anderen Wohnungseigentümern einen Schädlingsbekämpfer beauftragt, um ein Wespennest im Dachgiebel entfernen zu lassen. Angeblich wäre ein Mitbewohner (Mieter) auf dem Balkon im 2. Stock von genau diesem Bienenvolk gestochen worden. Geschätzte Luftlinie vom Giebel zum Balkon des Mieters ca. 10 bis 15 Meter. Der Mieter ist immer stark parfumiert. Nach meinen Recherchen zieht das die Wespen an. Der betreffende Mieter hat mutmaßlich den Hausverwalter beauftragt, das Nest entfernen zu lassen.

Ich habe dem Schädlingsbekämpfer den Zutritt zu meiner Wohnung verweigert (Er sollte über mein Badezimmerfenster mit einem langen Rohr sogenannten Wespenschaum versprühen). Er rief ohne Vorankündigung (durch den Hausverwalter) bei mir an.

Nach meiner Zutrittsverweigerung habe ich vergeblich auf eine schriftliche Kontaktaufnahme/Protestnote des Hausverwalters (mit mir) gewartet.

Statt dessen war ich über den Vollzug erstaunt. Der Schädlingsbekämpfer rückte mit einem Steiger an und wurde dann tätig. Vermutete Kosten ca. 500 Euro.

Folgende Fragen:

- Darf der Hauseigentümer von einem Mieter beauftragt werden? Oder darf er nur von einem Eigentümer beauftragt werden?

- Darf der Hausverwalter ohne vorherige Information der Eigentümer bzw. ohne vorher bei allen Eigentümern eingeholtes Einverständnis seinerseits einfach so einen Schädlingsbekämpfer beauftragen?

- Falls der Hausverwalter sich eventuell auf einen Notparagraphen berufen sollte (im Sinne von 'Gefahr in Verzug'): Wie läßt sich beweisen, daß die Wespe, die gestochen hat, definitiv aus dem Nest im Giebel stammte. Wir wohnen auf dem Land. Auch nach der Beseitigung des Nestes gab es wieder jede Menge Wespen.

- Kann man verlangen, daß die Kosten auf die Mieter umgelegt werden? Oder ist es nur eine Frage des Mehrheitsbeschlusses der ETV, ob die Kosten aus der Reparatur-/Instandhaltungsrücklage bezahlt werden. Dadurch ergibt sich, ob die Kosten bei den Eigentümern verbleiben oder auf die Mieter umgelegt werden können.

- Falls der Hausverwalter nicht berechtigt war, ohne Zustimmung der Eigentümer zu beauftragen: Wer zahlt/haftet für die Kosten?

Besten Dank für Ihr kompetentes Feedback.
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 17 weitere Antworten zum Thema:
12.09.2011 | 13:19

Antwort

von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin
732 Bewertungen
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in)

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

- Darf der Hauseigentümer von einem Mieter beauftragt werden? Oder darf er nur von einem Eigentümer beauftragt werden?

Der Mieter kann den Sachverhalt dem Wohnungseigentümer mitteilen und um Hilfe ersuchen. Insbesondere kann der Mieter seinem Vermieter Druck machen und mit Mietminderung drohen.

- Darf der Hausverwalter ohne vorherige Information der Eigentümer bzw. ohne vorher bei allen Eigentümern eingeholtes Einverständnis seinerseits einfach so einen Schädlingsbekämpfer beauftragen?

Bei der sogenannten Gefahr im Verzug konnte der Verwalter auch ohne Beschluss und Aufrag tätig werden.

Hier ist zu klären, ob wirklich Gefahr in Verzug vorlag oder die Beseitigung des Nestes nicht auch hätte warten können.

- Falls der Hausverwalter sich eventuell auf einen Notparagraphen berufen sollte (im Sinne von 'Gefahr in Verzug'): Wie läßt sich beweisen, daß die Wespe, die gestochen hat, definitiv aus dem Nest im Giebel stammte. Wir wohnen auf dem Land. Auch nach der Beseitigung des Nestes gab es wieder jede Menge Wespen.

Hier müsste wohl ein Sachverständiger die Sache begutachten.

- Kann man verlangen, daß die Kosten auf die Mieter umgelegt werden? Oder ist es nur eine Frage des Mehrheitsbeschlusses der ETV, ob die Kosten aus der Reparatur-/Instandhaltungsrücklage bezahlt werden. Dadurch ergibt sich, ob die Kosten bei den Eigentümern verbleiben oder auf die Mieter umgelegt werden können.

War die Maßnahme wirklich erforderlich und die Kosten angemessen, müssen alle Eigentümer zahlen.

- Falls der Hausverwalter nicht berechtigt war, ohne Zustimmung der Eigentümer zu beauftragen: Wer zahlt/haftet für die Kosten?

Dann haftet der Eigentümer, der den Auftrag an den Hausverwalter gegeben hat.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen.


Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2011 | 13:47

Hallo, eine Nachfrage, da mir beim Formulieren der Frage "- Darf der Hauseigentümer von einem Mieter beauftragt werden? Oder darf er nur von einem Eigentümer beauftragt werden?" ein kleiner Lapsus unterlaufen ist. Es muß heißen: ... "Darf der Hausverwalter von einem Mieter beauftragt werden?" Kann der Hausverwalter dann direkt tätig werden?

Danke und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2011 | 13:53

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Nein, ein Mieter darf den Hausverwalter nicht beauftragen. Hier hätte zumindest der Vermieter der Wohnung als Eigentümer tätig werden müssen.

Sofern also keine Gefahr im Verzug vorlag, bleibt der Mieter auf den Kosten sitzen; jedenfalls aber nicht die sonstigen Eigentümer.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt

ANTWORT VON
Rechtsanwalt Steffan Schwerin
Jena

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