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Hausverkauf wg. Trennung, Eigenkapital war Erbe...


08.12.2008 15:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Folgende Situation:

Ich habe gemeinsam mit meiner Frau ein Haus gekauft, das Eigenkapital war ein Vorgriff auf das Erbe meiner Eltern (rd. 50.000 €), von Seiten meiner Frau wurde keinerlei Eigenkapital beigesteuert. Nun wird dieses Haus wieder Verkauft. Der Gewinn aus diesem Verkauf beträgt rund 25.000 €. Wie ist dieser Gewinn nun aufzuteilen bzw. kann ich mein Erbe noch "retten"???

Vielen Dank!
Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Wurde das Haus von Ihnen und Ihrer Frau gemeinsam gekauft und wurden Sie auch beide im Grundbuch eingetragen, so sind Sie und Ihre Frau Miteigentümer des Hauses. Der bei einem Verkauf des Hauses erzielte Gewinn steht somit auch Ihnen beiden, entsprechend den Eigentumsteilen, zu.
Wenn Sie mit Ihrer Frau bezüglich der Finanzierung keine besondere Regelung getroffen haben, so bleibt der Umstand, dass Sie das Eigenkapital beigesteuert haben, unberücksichtigt. Etwas anderes ergibt sich nur dann, wenn Sie einen Ausgleich für den Fall des Verkaufs vereinbart haben.

Eine Besonderheit könnte sich für Sie aber für den Fall der Scheidung ergeben, wenn Sie und Ihre Ehefrau im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben. Gemäß § 1374 Abs. 2 BGB wird Vermögen, das ein Ehegatte nach Eintritt des Güterstands von Todes wegen oder mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht, durch Schenkung oder als Ausstattung erwirbt, dem Anfangsvermögen hinzugerechnet. Dies gilt uneingeschränkt jedoch nur, soweit es sich um eine Schenkung handelt, die der Vermögensbildung dient.
Dies bedeutet, dass der Betrag, den Sie im Zuge einer vorweggenommenen Erbfolge erhalten haben, Ihrem Anfangsvermögen hinzugerechnet wird, sodass sich Ihr Zugewinn verringert und im Zweifel ein geringerer Zugewinnausgleich gezahlt werden muss.
Auch § 1380 BGB könnte in Betracht kommen. Dieser regelt den Fall, vorausgesetzt sie erzielen den höheren Zugewinn, dass ein Ehegatte dem anderen etwas zuwendet, was über eine Gefälligkeitsschenkung hinausgeht. In diesem Fall wird der Betrag der Zuwendung auf den Ausgleichsbetrag angerechnet. Das Problem hierbei ist aber, dass Sie beweisen müssten, dass Sie das Eigenkapital nur mit der Bestimmung zugewendet haben, dass es auf die Ausgleichsforderung angerechnet werden soll.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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