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Hausverkauf nach Trennung nicht verheirateter Eigentümer


| 27.12.2012 21:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Peter



Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Situation, bezüglich welcher ich Ihren fachlichen Rat erbitte, sieht so aus:

Vor drei Jahren habe ich mit meinem Lebensgefährten (nicht verheiratet) ein Haus gebaut. Die Finanzierung war folgendermaßen: Ich habe 150.00 Euro an Eigenmittel eingebracht, mein Lebensgefährte hat einen Kredit von 250.000 Euro aufgenommen. Ich habe den Kreditvertrag weder mitunterzeichnet, noch habe ich gebürgt. Im Grundbuch sind wir beide aber zu gleichen Anteilen als Eigentümer eingetragten. Jetzt, nach Trennnung, geht es daum, dass Haus zu verkaufen.
Die Bank wird eine Vorfälligkeitsentschädigung von ungefähr 15.000 Euro verlangen. Vom Kredit dürften ca. 5.000 € getilgt sein, er wird also inzwischen noch etwa 245.000 Euro betragen.
Ich rechne mit einem Verkaufspreis von ungefähr 330.000 Euro, wovon dann noch ca. 15.000 Euro an den Makler abzugeben sind, so dass 315.000 Euro am Ende übrig bleiben.
Hiervon wird ja sicherlich die Bank gleich erstmal ihre Kreditsumme (245.000) plus der Vorfälligkeitsentschädigung (15.000) abgreifen, so dass schlussendlich 315.000 - 245.000 - 15.000 = 55.000 Euro herauskommen und auch gleich vergügbar sind.
Dieser Betrag dürfte ja unzweifelhaft mir zustehen, da ich ja, wie gesagt, 150.000 Euro an Eigenmitteln eingebracht habe. Für mich wäre das ein Verlust von 95.000 Euro, mein Miteigentümer aber käme schuldenfrei aus der Sache heraus. Ich gehe davon aus, dass dies nicht so nicht rechtmäßig wäre, und dass mein Miteigentümer ebenfalls einen Teil des Verlustes zu tragen hätte, mir also - nach erfolgten Hausverkauf - Geld geben müsste. Die Frage ist nun: wie hoch ist dieser Betrag, den ich unter den gegebenen Umständen von meinem Miteigentümer einfordern kann?
Ich hoffe, dass ich die relevanten Daten hier verständlich dargestellt habe und wäre sehr froh, wenn Sie mir einen Überblick über die Rechtslage verschaffen könnten.
Beste Grüße und herzlichen Dank

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Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Für die Eigentumsverhältnisse an Immobilien ist grundsätzlich die Eintragung im Grundbuch maßgeblich, unabhängig, wer die Finanzierung übernommen hat. Da Sie mit Ihrem Lebensgefährten jeweils hälftig an dem Grundstück Eigentum haben, steht Ihnen grundsätzlich auch der erzielte Kaufpreis abzüglich der mit dem Verkauf verbundenen Kosten hälftig zu.

Ob die Bank auf die volle Summe zugreifen kann, um den Kredit abzulösen, hängt davon ab, ob zugunsten der Bank eine Belastung auf dem Grundstück eingetragen ist oder der Kredit anders über das Grundstück abgesichert ist.

Da Sie für den Kredit nicht haften, da ja nur der Lebensgefährte Vertragspartner der Bank ist, haben Sie auch nicht für diese Schuld einzustehen.

Sollte zugunsten der Bank aber ein Sicherungsrecht an dem Grundstück bestehen und diese zunächst die Kreditverbindlichkeit ablösen, haben Sie einen Anspruch gegen den Lebensgefährten auf Ausgleich der Differenz bis zur hälftigen Kaufpreissumme.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Peter, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 27.12.2012 | 21:56

Besten Dank für die schnelle Antwort. Wenn ich Ihre Ausführungen richtig verstehe, könnte dies - rein theoretisch, die Fairness mal aussen vorgelassen - dazu führen, dass ich am Ende mehr Geld herausbekomme, als ich anfangs in die Finanzierung reingegeben habe, wenn nämlich die Hälfte der Kaufpreissumme (abzüglich der Kosten) über meinem Input von 150.000 liegt. Selbst dies wäre also tatsächlich noch rechtens?
Nochmals Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.12.2012 | 22:29

Das hängt zum einen davon ab, ob die Bank ein Sicherungsrecht an dem Grundstück hat und natürlich von der Höhe des Erlöses.

Da Letzteres wohl noch nicht feststeht und zu Ersterem keine Angaben in Ihrer Sachverhaltsdarstellung gegeben sind, kann ich leider auch die Nachfrage nicht abschließend beantworten.

Aber ja, theoretisch ist es möglich, dass Sie mit mehr als dem eingebrachten Vermögen aus der Veräußerung hervorgehen, nämlich idR. dann, wenn diese zu einem höheren Preis verkauft werden kann, als sie von Ihnen gekauft wurde.

Bewertung des Fragestellers 29.12.2012 | 05:42


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