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Hausverkauf für Pflege meiner Mutter?


| 04.10.2017 09:35 |
Preis: 30,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von



Mein Mann und ich mussten aus beruflichen Gründen aus unserer Heimatstadt wegziehen. Wir haben unsere ETW verkauft und haben uns hier über eine Finanzierung, die 12 Jahre läuft, ein schönes Haus gekauft (140 qm, 835 Grundstück, Baujahr 1976). Bis zur Rente werden wir hier bleiben und dann in die Heimat zurückgehen. Mein Mann arbeitet, verdient gut und ich bin seit 1996 EU-Rentnerin mit einer minimalen Rente. Meine Mutter ist 77 und bekommt Mindestrente. Damals, bei der Rentenberechnung und dem Aufstockungsbetrag wurde schon bei mir angefragt, ob ich meine Mutter unterhalten kann. Ich habe meine Unterlagen zugeschickt und musste nichts zahlen. Damals hatten wir eine kleine 66 qm - Eigentumswohnung, die wir selbst bewohnten. Nun ist es ja eine neue Situation. Das Haus läuft komplett auf meinen Namen, weil mein Mann noch eine Tochter aus erster Ehe hat, die enterbt wurde. Das schien uns die beste Lösung zu sein, damit ich im Falle des Ablebens meines Mannes zumindest das Haus nicht direkt ins Erbe fällt und ich nur den Pflichtteil auszahlen muss. Jetzt kam im Gespräch erstmals das Thema Pflegeheim auf und nach ein paar Recherschen im Netz sind wir nun verunsichert. Wie verhält es sich in diesem Fall? Müsste ich das Haus verkaufen, um das Pflegeheim meiner Mutter zu bezahlen? Ich selber bin zu 100% erwerbsunfähig und habe einen GdB von 80%. Ich kann das Haus also weder allein bezahlen, noch unterhalten.
04.10.2017 | 18:37

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihr selbstbewohntes Haus müssen Sie nicht verkaufen, um die Pflege Ihrer Mutter zu finanzieren (vgl. Bundesgerichtshof, Urteil vom 07.08.2013, Az. XII ZB 269/12).

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 04.10.2017 | 19:10

Damit zählt das Haus also auch nicht zu meinem Vermögen, auch, wenn es so groß ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.10.2017 | 19:29

Sehr geehrte Fragestellerin,

das Haus ist zwar tatsächlich für 2 Personen recht groß, Ihnen und Ihrem Mann steht jedoch ein hoher Altersvorsorgefreibetrag zur Verfügung: Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 30. August 2006, Az. XII ZR 98/04, das dem Kind anrechnungsfrei verbleibende Altersvorsorgevermögen nach folgender Formel berechnet:

Aktuelles Jahresbruttoeinkommen * 5 % * Erwerbstätigkeit in Jahren + Zinsen in Höhe von 4 % p. a. = Altersvorsorgevermögen

Zu beachten ist dabei, daß die Zinsen für jedes Jahr der bisherigen Berufstätigkeit hinzuzuaddieren sind und sich ebenfalls verzinsen (Zinseszinseffekt). Beispiele finden Sie unter: http://www.finanztip.de/elternunterhalt/elternunterhalt-schonvermoegen/.

Daher gehe ich davon aus, daß Sie das Haus nicht werden verkaufen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 05.10.2017 | 10:21


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 05.10.2017
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