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Hauskauf und nachträglich Mangel festgestellt


26.11.2008 15:46 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Wir haben vor zwei Jahren ein Haus in einer einsamen Gegend gekauft. Dieses haben wir ein Jahr lang saniert, vor einem Jahr sind wir eingezogen. Unser Haus wird über eine Eigenwasserversorgungsanlage, die dem Nachbarn gehört, mit Wasser versorgt. Das Recht, Wasser unentgeltlich zu entnehmen, ist im Kaufvertrag verankert. Nun hat sich aber herausgestellt, dass das Wasser nicht der Trinkwasserverordnung entspricht und zum Zeitpunkt des Verkaufs ebenfalls nicht entsprochen hat (es gibt eine datierte Wasseranalyse, die dem Vorbesitzer bekannt gewesen ist). Das bedeutet nun, dass deutliche Kosten auf uns zukommen: wir müssen zusammen mit dem Nachbarn eine aufwendige Wasseraufbereitungsanlane anschaffen (geschätzte Kosten 10 000 Euro). Bei den Haus-Verkaufsgesprächen wurde lediglich ein in trockenen Zeiten möglicher Wassermangel angesprochen, nicht aber die mindere Qualität des Wasser. Kann ich die nun daraus entstehenden Kosten dem Hausverkäufer in Rechnung stellen?
Ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Zunächst gehe ich davon aus, dass in dem notariellen Vertrag die übliche Klausel enthalten ist, wonach (sinngemäß) unter Ausschluss der Gewährleistung verkauft worden ist und der Verkäufer versichert, dass ihm versteckte Mängel nicht bekannt sind.
In diesem Fall muss geklärt werden, ob das Verschweigen der minderen Wasserqualität arglistig im Sinne von § 444 BGB ist, denn der regelt für diesen Fall:

"Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen ... hat."

Wenn das Wasser tatsächlich so schlecht ist, dass eine Aufbereitungsanlage gebaut werden muss, handelt es sich schon um einen wesentlichen Punkt, der auf jeden Fall bei entsprechender Nachfrage, nach meiner Meinung aber auch ohne diese Nachfrage hätte offenbart werden müssen.

Sie dürften (vorbehaltlich einer genauen Prüfung des Vertragsinhaltes und der sonstigen Umstände) wahrscheinlich Ansprüche gegen den Verkäufer haben.

Ich biete Ihnen an, diese Prüfung im Rahmen eines weitergehenden Mandates durchzuführen und Sie ggf. auch bei der Durchsetzung etwaiger Ansprüche zu unterstützen. Falls Sie daran Interesse haben, nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf.

Mit freundlichen Grüßen
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