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Hauskauf und Trennung


24.05.2010 17:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla



Ich möchte zusammen mit meiner Freundin ein Haus kaufen. Ich habe einiges an Eigenkapital meine Freundin nicht.
Wir nehmen gemeinsam einen Kredit auf. Wenn ich davon ausgehe, dass jeder von uns beiden die Hälfte des Kredits aufnehmen würde so wäre mein Anteil (1/2 Kredit + Eigenkapital) rd. 60%.
Das Haus wird je zur Hälfte auf uns beide im Grundbuch eingetragen.
Was muss ich beachten dass im Falle einer Trennung (woran wir jetzt natürlich nicht denken, aber mann weiß ja nie.) mein erhöhter Anteil an der Finanzierung berücksichtigt wird.

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Sehr geehrter Ratsuchender ,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich zu Ihren Fragen sehr gerne wie folgt Stellung nehmen:

Möglichkeiten, um eine für alle Beteiligten gerechte Lösung herbeizuführen. Die erste Möglichkeit wäre, dass Ihre Beteiligung bei der Finanzierung von circa 60 % dadurch berücksichtigt werden, dass Sie zu einem entsprechenden Anteil (also zu 60 %) im betreffenden Grundstück als Eigentümer eingetragen werden. Dies wäre meines Erachtens die sicherste Variante und auch gerecht.

Die zweite Möglichkeit wäre, dass Sie mit Ihrer Freundin einen Vertrag machen, wonach diese entweder im Falle der Trennung oder im Falle des Hausverkaufs Ihnen einen gewissen Geldbetrag als Ausgleich für Ihre Leistungen zahlt.

Hierbei besteht allerdings das Risiko, dass wenn Ihre Freundin nicht zahlungsfähig ist oder zahlungsunfähig werden sollte, Sie zwar einen Vertrag und einen entsprechenden Anspruch hätten, diesen aber im Endeffekt gegebenenfalls nicht durchsetzen können werden.

Aus diesem Grunde ist es meines Erachtens am fairsten und am interessengerechtesten, Ihre erhöhten Finanzierungsbeteiligungen gleich bei den Eigentumsverhältnissen am Grundstück zu berücksichtigen.

Sollte dann beispielsweise das Grundstück einmal verkauft werden, so würden Sie den prozentualen Teil am Veräußerungserlös erhalten, der auch Ihrer Beteiligung entspricht, also 60 % des Verkaufserlöses.

Das bedeutet zwar nicht (es hängt ja im Endeffekt von der Höhe des Tatsächlich erzielten Veräußerungserlöses ab),dass Sie auch alle ihre Investitionen wieder bekommen (etwa wenn der Veräußerungserlös sehr niedrig ausfallen sollte, sie können aber so zumindest die prozentuale Beteiligung sichern.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Pfingstmontag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

Nachfrage vom Fragesteller 24.05.2010 | 18:32

Sehr geehrter Herr Newerla,
wäre es zur Not auch ausreichend meinen erhöhten Anteil an der Finanzierung durch entsprechende Bankquittungen nachzuweisen. Ich bin mir im klaren darüber, dass die von Ihnen vorgeschlagene Lösung sicherer ist, ich möchte nur die rechtliche Sicht für diesen Fall noch erfragen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.05.2010 | 18:37

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Nein, es wäre nicht ausreichen, den erhöhten Anteil an der Finanzierung durch entsprechende Bankquittungen nachzuweisen. Hieran sind nämlich keine Rechtsfolgen oder Rückforderungsansprüche in Bezug auf ihre Freundin geknüpft. Sie können jedoch nur beweisen, dass Sie einen erhöhten Finanzierungsanteil haben.

Hieraus ergibt sich aber kein Rechtsanspruch gegenüber Ihrer Freundin.
einen solchen Rechtsanspruch können Sie nur dadurch schaffen, indem Sie entweder eine vertragliche Vereinbarung machen oder eine Eintragung im Grundbuch in entsprechender Höhe vornehmen (siehe oben).

Sollte ein solcher Vertrag nicht geschlossen werden oder wie bereits von Ihnen angedeutet die Eintragung im Grundbuch jeweils zur Hälfte erfolgen, so würde sich der erhöhte Betrag von circa 10 % als Schenkung an Ihre Freundin darstellen, der grundsätzlich nicht zurückgefordert werden kann.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Abend!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

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