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Hauskauf mit Zwangshypothek


| 15.12.2011 16:58 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke



Hallo,
wir wollen ein Haus mit Grundstück kaufen.
Bei der Durchsicht des Grundbuches viel mir auf, dass neben der Grundschuld auch 3 Zwangssicherungshypotheken eingetragen sind.
Der Preis für das Haus soll betragen: 299.000,-€.
Wenn ich die Grundschuld und die Zwangshypotheken zusammen zähle komme ich auf 305.000,-€ wobei hier noch Zinsen und Gebühren aus ca. 10 Jahren noch hinzu kämen, dürften es über 350.000,-€ zusammen sein.
Beim Kauf wird die Grundschuld zuerst befriedigt.

Jetzt zu meiner Frage:
was passiert mit den Zwangshypotheken, denn der Kaufpreis reicht ja offensichtlich nicht aus?
Bleiben die bestehen und müssen wir die zum Schluß noch bezahlen?

Vielen Dank.
Sehr geehrte Ratsuchende,
vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:
Hypotheken und Grundschulden müssten den Kaufpreis mindern, nicht erhöhen, denn sie stellen eine Belastung der Immobilie dar. Insofern dürfte der Wert deutlich unter den € 299.000,- liegen.

Einer Zwangshypothek liegt ein Vollstreckungstitel zugrunde. Bei Eintragung einer Zwangshypothek prüft das Gericht lediglich, ob dieser vorliegt, nicht aber ob die dem Titel zugrunde liegend Forderung auch besteht.
Wird eine Zwangshypothek nicht befriedigt, bleibt sie bestehen. Erst nach Ausgleich der Forderung wird eine Löschungsbewilligung des Gläubigers erfolgen. Der Gläubiger könnte auch nach einem Eigentümerwechsel vollstrecken. Dafür bedarf es lediglich eines sog. Duldungstitels.

Wenn Sie ein Haus mit einer Grundschuld und Hypotheken belastet kaufen, ist dies für die schlechtere Alternative. Sie sollten vorab auf Löschung der Grundschulden und der Zwangshypotheken bestehen, und im Kaufvertrag den lastenfreien Erwerb vereinbaren.
Es kann des weiteren sollte vereinbart werden, dass der Kaufpreis bei Ihrem Notar hinterlegt wird und erst an den Verkäufer ausgezahlt wird, wenn die Löschung vollzogen ist.

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen

Bewertung des Fragestellers 17.12.2011 | 07:06


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