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Hausfriedensbruch? Einbruch?


20.04.2009 18:20 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


| in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich womöglich eine Anzeige bekomme, weil ich in der Wohnung eines Freundes ohne dessen Anwesenheit war, möchte ich Sie gern zu Rate ziehen. Ich war volltrunken und dachte er hätte noch ein Bier oder ähnliches in seiner Wohnung. Daraufhin ging ich in seine Wohnung, die nicht abgeschlossen war. Mein Freund war allerdings nicht zu Hause, was ich zunächst nicht wusste. Nachdem ich keinen Alkohol gefunden hatte und ich bemerkte dass niemand zu Hause war, wollte ich die Wohnung wieder verlassen. Da kam plötzlich die Freundin meines Kumpels in die Wohnung und fragte, was ich dort mache. Ich versuchte die Situation zu erklären, aber sie glaubte mir nicht. Dann ging ich nach Hause.

Am nächsten Tag kamen mein Freund und seine Freundin bei mir vorbei. Sie fragten, was die Aktion am Vortag sollte. Ich musste erstmal versuchen mich zu erinnern, da ich einige Gedächtnislücken hatte. Sie behaupteten weiterhin, dass sie mich verdächtigen, dass ich angeblich vor einiger Zeit Unterwäsche der Freundin aus der Wohnung gestohlen hätte. Dies stimmt aber nicht.

Nun wollen sie mich anzeigen, weil sie mir nicht glauben. Was soll ich tun? Kann es passieren dass eine Hausdurchsuchung verordnet wird?


Bitte um Antwort. Danke!

Mit freundlichen Grüßen

Rühe
20.04.2009 | 18:38

Antwort

von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch
444 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst sollten Sie abwarten ob durch Ihren Freund oder seine Freundin wirklich Anzeige erstattet wird. Solange dies nicht erfolgt ist, werden die Strafverfolgungsbehörden nicht tätig werden.

Sollte es zu einer Anzeige kommen, ist eine Hausdurchsuchung unwahrscheinlich, wenn Ihr Freund nur den Verdacht des Diebstahls von Unterwäsche äußert.

In diesem Falle werden Sie idR von der Polizei aufgefordert zu den Beschuldigungen Stellung zu nehmen. Dies können Sie, müssen Sie aber nicht. Sie können auch bereits zu diesem Zeitpunkt einen Rechtsanwalt beauftragen, der Akteneinsicht nehmen kann um festzustellen, welche Taten Ihnen von Ihrem Freund vorgeworfen wurden und der Sie beraten kann wie Sie sich verhalten sollen.

Gerne steht Ihnen unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird. Auch eine größere örtliche Entfernung steht einer Mandatsübernahme nicht im Wege, da die Kommunikation auch gut über Telefon, EMail, Post und Fax erfolgen kann.

Um dies zu vermeiden, können Sie versuchen erneut das Gespräch mit Ihrem Freund zu suchen um ihm zu erläutern wie es zu der mißverständlichen Situation kam. Verhindern können Sie eine mögliche Anzeige allerdings nicht.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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ANTWORT VON
Rechtsanwalt Ingo Bordasch
Berlin

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