Hausdämmung mit Falschberatung
Preis: 80,00 € |
Baurecht, Architektenrecht
Beantwortet von
Rechtsanwalt Daniel Hesterberg
Sehr geehrte Damen und Herren,
es handelt sich hier um ein Objekt das im Zuge einer Kernsanierung (Privat) auch an der Aussenfassade gedämmt werden sollte.
Auf mündlichen Rat meines Energieberaters habe ich eine Isolierung bestellt namens Resol der Firma Kingspan. Dies ist eine Isolierung mit bestem Dämmwert und der schlankestmöglichen Dicke.
Die Firma bei der ich diese Isolierung gekauft habe bietet diese Ware zu 50% vom Preis an da diese 2. Wahl ist. Das soll heissen das diese Platten nicht hundert prozentig gerade sind oder ein wenig krumm. Dies war aber akzeptabel.
Worum es jetzt geht ist die lagerung bzw. die verarbeitung der Dämmung.
Nachdem wir in Eigenleistung die Dämmung am Haus angebracht hatten bestellten wir einen Maler um die Fassade verputzen zu lassen. Dieser teilte uns dann mit das diese Platten auf gar keinen Fall nass werden dürfen und auch nicht längere Zeit der Witterung ausgesetzt werden dürfen da Sie sonst ihre Dämmeigenschaften verlieren bzw. der Putz nicht haftet. Nachdem ich 5 verschiedene Maler am Bau hatte und mir jeder das selbe mitteilte und auch niemand bereit war diese Fassade zu verputzen rissen wir diese Dämmung komplett wieder ab und lassen dies nun mit einer Standartmässigen Neopor Dämmung machen.
Die alte Dämmung war ca. 2 Monate an der Fassade bei der Sie der Witterung und Regen ausgesetzt war.Der Kauf der Dämmung war am 12.12.2011 mit den Arbeiten wurde im März 2012 angefangen.Die Nachricht vom Maler das die Fassade so nicht verputzt werden kann erhielt ich vor ca. 3 Wochen.
Auf der Packung der Dämmplatten und auch beim Verkauf (Telefonat und anschließende Bestellung per Fax)wurde hier niergens weder vom Verkäufer noch vom Energieberater darauf hingewiesen das die Dämmung nicht nass werden darf oder der Witterung nicht ungeschütz ausgesetzt werden darf. Ein Datenblatt wurde mir auch nicht ausgehändigt. Dies habe ich erst nach den Aussagen der Maler im Internet recherchiert wo sich diese Aussagen bestätigten.
Da die übliche Dämmung (Neopor oder Polystyrol) diese Probleme bei nässe nicht hat sind wir davon ausgegangen das wir die Resoldämmung genauso verarbeiten können.
Es entstand ein Schaden von ca. 10000€
Kann man hier jemanden zur Verantwortung ziehen für den entstandenen Schaden (Verkäufer,Energieberater) ?
Welche Kosten können hier geltend gemacht werden ?
Es waren ca 2 Monate Arbeit in Eigenleistung die alte Dämmung musste Entsorgt werden (Sondermüll)
Kosten für Kleber um die Dämmung anzubringen, Arbeitskräfte um die Isolierung wieder zu entfernen usw.
Vielen Dank









