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Hausaufgabenbetreuung außerhalb Besuchszeiten


23.08.2006 23:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
ich bin seit 4 Jahren geschieden und mein Sohn lebt seither bei der Mutter.Es besteht gemeinsames Sorgerecht und vor Gericht wurde auch das Umgangsrecht festgelegt.Nun wurde mein Sohn eingeschult und ich würde ihm gerne täglich bei den Hausaufgaben behilflich sein bzw.sie kontrollieren, da seine Mutter schlecht Deutsch spricht. Da meine Ex-Frau und ich den gleichen Arbeitgeber haben und unser Sohn nach der Schule dort bis zum Feierabend der Mutter bleiben darf, würde ich ihn gerne während meiner Mittagspause von der Schule abholen, die Hausaufgabenbetreung übernehmen und ihn dann sofort zur (noch arbeitenden) Mutter bringen.Meine Ex Frau will mir das aber verbieten.Darf sie das?
Vielen Dank für Ihre Antwort!
24.08.2006 | 00:54

Antwort

von


555 Bewertungen
Sehr geehrter Ratsuchender,


grundsätzlich ist die gerichtlich festgelegte Umgangsregelung zwar für alle Beteiligten bindend und kann nicht einseitig abgeändert werden. Soweit in der fraglichen Zeit kein Umgangsrecht für Sie besteht, kann Ihre Ex-Ehefrau also zunächst schon auf die bestehende Regelung beharren.

Jedoch sprechen nach Ihrer Kurzfassung des Sachverhalts durchaus vernünftige Gründe dafür, dass Sie die Betreuung des Kindes am Nachmittag übernehmen, gegebenenfalls im Ausgleich mit anderen Umgangszeiten.

Wenn Sie sich mit der Mutter nicht einigen können, bleibt nur der erneute Gang zum Familiengericht, bei dem Sie eine Neuregelung des Umgangs beantragen können.
Dort wird in aller erster Linie unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls entschieden.

Hierbei wird (zu Ihren Gunsten) zu berücksichtigen sein, dass Ihr Sohn in der jetzigen Situation zwar nachmittags bei seiner Mutter sein kann, diese aber arbeiten muss, während Sie sich offenbar frei nehmen, ihn betreuen und zum Arbeitsplatz der Mutter bringen können. Natürlich fällt auch die von Ihnen angestrebte schulische Förderung des Kindes deutlich positiv ins Gewicht, sowie Ihre gegenüber der Mutter besseren Deutschkenntnisse für die Hilfe bei den Hausaufgaben. Diesen Argumenten wird Ihre Ex-Ehefrau möglicherweise nicht allzu viel entgegen zu setzen haben. Sie könnte z.B. argumentieren, dass das Kind durch die von Ihnen geplante Vorgehensweise zu sehr und zu oft zwischen den Eltern hin- und hergerissen wird. Dann müssten aber auch konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der häufige Wechsel der Betreuung für Ihren Sohn nicht zumutbar ist.

Nach meiner vorläufigen Einschätzung dürften Sie also gute Karten haben, ihr Vorhaben notfalls gerichtlich durchzusetzen. Vielleicht lässt sich Ihre Ex-Ehefrau aber angesichts der Rechtslage doch auf eine einvernehmliche Lösung ein, mit der sich alle Beteiligten Ärger und Kosten ersparen können.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen Einblick in die rechtliche Situation vermitteln.

Für Verständnisfragen stehe ich gerne noch zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

München

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