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Haus steht unter Zwangsverwaltung


| 19.02.2007 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von



Besteht die Möglichkeit das ich während der Zwangsverwaltung das Haus bewohnen kann?
Wie und wer kann die Zwangsverwaltung aufheben?
Die Bank wollte die Zwangsverwaltung aufheben nach einem Gespräch mit dem Zwangsverwalter zog Sie das Angebot wieder zurück da der Zwangsverwalter die Bank über rechtliche Situation informierte.
Das Haus ist noch nicht ausgeräumt auch ist die Küche noch im Haus, der Zwangsverwalter erlaubt nur einen Zutritt mit Begleitung weiter gibt er die Küche nicht frei,die Küche wurde im Wertgutachten nicht berücksichtigt.
Welche möglichkeiten gibt es für mich.

Zu dieser Situation kam es weil ich im Ausland bin und der Versteigerungstermin (das Haus wurde nicht gesteigert)uns angeblich nicht zugestellt werden konnte, was ich nicht nachvollziehen kann da bis jetzt jede Art von Post zugestellt wurde.
Hat der Zwangsverwalter Recht und gibt es eine Möglichkeit das Haus wieder zu beziehen.
19.02.2007 | 15:06

Antwort

von


1026 Bewertungen
Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Gem. § 148 ZVG wird Ihnen durch die Zwangsverwaltung des Grundstückes die Verwaltung und Benutzung des Grundstückes entzogen. Insoweit besteht keine Möglichkeit das Haus zu bewohnen, wenn Sie nicht bereits darin wohnen oder Sie mit dem Zwangsverwalter eine Vereinbarung treffen, beispielsweise Nutzung gegen Zahlung einer Nutzungsentschädigung. Allerdings muß sich der Zwangsverwalter hierauf nicht einlassen, was auch wenig wahrscheinlich ist.

Die Küche wird dann von der Beschlagnahme umfasst sein, wenn Sie als Zubehör zu werten ist, dass heißt die Küche für die Immobilie angefertigt und fest eingebaut ist. Die übrigen Gegenstände werden von der Beschlagnahme nicht umfasst sein.

Seitens des Verwalters ist eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung des Grundstückes zu gewährleisten. So hat er die öffentlichen Abgaben zu entrichten und für ausreichenden Versicherungsschutz zu sorgen. Hierzu wird er, da die Immobilie mangels Vermietung keine Mieteinnahmen erwirtschaftet, einen Kostenvorschuß seitens der Bank erhalten. Auch der Zwangsverwalter erhält eine entsprechende Vergütung.

Zu den bestehenden Möglichkeiten wäre es sinnvoll, wenn die Immobilie vermietet würde, um mit den Einnahmen die laufenden Kosten decken zu können, da ansonsten der Schuldsaldo bei der Bank weiter anwächst. Zu diesem Zeitpunkt könnte auch mit der Bank an eine Aufhebung der Zwangsverwaltung unter Abtretung der Mieteinnahmen gedacht werden, da so die Kosten des Zwangsverwalters eingespart werden könnten.

Ich hoffe Ihnen einen entsprechenden Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter


Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA

Nachfrage vom Fragesteller 20.02.2007 | 13:09

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Wenn ich das richtig verstanden habe hat der Zwangsverwalter jetzt alle rechte am Haus, dass heißt er entscheidet ob die Küche unter Zubehör fällt, er entscheidet was mit dem Inventar passiert und in welchem Zeitraum ich ausräumen kann er entscheidet wer eventuell Mieten kann.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.02.2007 | 21:52

Vielen Dank für die Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Der Zwangsverwalter wird durch die Inbesitznahme Besitzer des Grundstückes und der dazugehörigen Immobilie. Insoweit kann er auch über die weitere Verwendung im Rahmen der gesetzlichen Regleung uns unter Beachtung der Gläubiger- und Schuldnerinteressen entscheiden. Hinsichtlich der Küche wäre zu prüfen inwieweit diese dem Zubehör und damit der Beschlagnahme unterfällt. Das Inventar würde ich nach Ihren Angaben nicht unter das Zubehör zählen. Allerdings ist eine Begehung des Hauses und Ausräumen nur in Abstimmung des Zwangsverwalters möglich.

Ich bedaure Ihnen keine besseren Nachrichten geben zu können.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

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"Die Antwort ist die, die ich befürchtet habe jetzt habe ich Gewissheit und kann mir weitere kosten sparen.Hier hilft nur ein klärendes Gespräch mit der Bank. Mir hat es weitergeholfen.Nochmals vielen Dank. "
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Die Antwort ist die, die ich befürchtet habe jetzt habe ich Gewissheit und kann mir weitere kosten sparen.Hier hilft nur ein klärendes Gespräch mit der Bank. Mir hat es weitergeholfen.Nochmals vielen Dank.


ANTWORT VON

Bad Nauheim

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Gesellschaftsrecht, Insolvenzrecht, Wirtschaftsrecht, Vertragsrecht, Kreditrecht, Kaufrecht