Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
454.965
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Haus schenken, gemischt Schenken oder kaufen ?


| 07.10.2006 10:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht



Frage: Welche Form des Übergangs eines 2-Familienhauses Bj. 1999, mit HK inkl. Grundstück von ca. 520 000,-- EUR ist aus rechtlicher als auch steuerlicher Sicht angeraten?

Hintergrund:
Eltern, beide als Eigentümer des Hauses eingetragen, wollen Sohn das Haus, in dem 2 Wohnungen existieren und von diesen auch selbst bewohnt werden(was auch so bleiben soll), bestmöglichst für beide übertragen/verkaufen.
Auf dem Haus lastet noch eine Hypothek von 122.000,- EUR.
Diese, sowie ein Betrag von 100.000,-- EUR als "Altersicherung" ( also in der Summe= 222.000,-- EUR) sollen in irgendeiner Art, so dass möglichst KEINE oder nur wenig Steuern zu zahlen sind, fliessen.
Wenn möglich bitte die Beträge(Steuerlast) als "Hausnummer" angeben!

Weitere Info:
Sohn Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
Eltern Rentner

Vielen Dank für die Beantwortung der Frage.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.
Es ist insbesondere zu beachten, dass Ihre Angaben lediglich eine oberflächliche, aber doch fundierte Grobberatung möglich ist, die sich auch an Ihrem Einsatz zu messen ist.
Für eine weitergehende Prüfung bedarf es einer deutlichen Konkretisierung und Erweiterung des Sachverhaltes wie auch Erhöhung Ihres Einsatzes in den dreistelligen Bereich.

Bei den weitergehenden Ausführungen ist insbesondere auch eine Abgrenzung zwischen etwaiger Ertragsteuer bzw. etwaiger Erbschafts- und Schenkungsteuer vorzunehmen.
Hinsichtlich einer etwaigen Veräußerung an den Sohn müsste man sich bezüglich der Eltern und ggf. auch dem Sohn mit deren Einkommensteuer befassen.
Erbschafts- und schenkungssteuerlich wird bei einer Schenkung sowie gemischten Schenkung von Belang sein.

Da das Zweifamilienhaus im Privatvermögen gehalten wird, könnte eine Veräußerung Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften auslösen.
Eine Überschussermittlung können wir uns ersparen, da die Behaltefrist von 10 Jahren eingehalten wurde und somit dieser Tatbestand nicht wird zur Anwendung kommen.
Somit wird diese Veräußerung egal in welcher Höhe nicht bemessungsgrundlagenerhöhend bezüglich der Eltern wirken.
Nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung gehe ich davon aus, dass die eine Wohnung vom Sohn und die andere von den Eltern bewohnt werden.
Des Weiteren ist davon auszugehen, dass mit dem Sohn kein Mietverhältnis besteht.
Um nach der Veräußerung dem Sohn ggf. negative Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu verschaffen, da die EUR 222.000,00 sicher nicht aus der „Portokasse“ gezahlt werden, könnte an eine Vermietung der vom Sohn nicht selbst bewohnten Wohnung an die Eltern gedacht werden.
Hierbei ist insbesondere zu beachten, dass zugunsten des vollen Werbungskostenabzuges bezüglich der vermieteten Wohnung mindestens 75 % der ortsüblichen Vergleichsmiete fließen sollten.

Bei einer Schenkung oder gemischten Schenkung sollten die Freibeträge hinsichtlich der Erbschafts-und Schenkungsteuer beachtet werden, die bezogen auf jedes Elternteil EUR 205.000,00 betragen würde.
Da beide Eltern Eigentümer des Grundstückes sind, werden Schenkungstatbestände durch beide ausgelöst, die es ermöglichen den Freibetrag doppelt, somit für jedes Elternteil ansetzen zu können.
Die Bewertung hinsichtlich der Bemessungsgrundlage wird sich am Bodenrichtwert zum von 1996 bzw. am Ertragswertverfahren orientieren.
Sollte rechnerisch dadurch keine Bemessungsgrundlage für die Erbschafts- und Schenkungsteuer entstehen, wäre auch eine Schenkung steuerunschädlich, wobei aber dann der noch laufende Kredit weitergezahlt werden müsste.
Wenn nicht wäre ggf. noch an eine gemischte Schenkung möglich, deren Konstellation aber auch es gilt, erst einmal zu bewerten.




Ich hoffe, Ihnen insbesondere auch in Bezug meines einleitenden Vortrages weitergeholfen zu haben.
Diese Beratung ist anhand Ihres Einsatzes bis auf eine etwaige Verständnisfrage, die in der Nachfragefunktion gestellt werden kann, abschließend.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 07.10.2006 | 17:22

Sehr geehrter Herr Zahn,

vielen Dank für Ihre Ausführungen, wahrscheinlich war meine Laienhafte Darstellung nicht so zu interpretieren wie ich es gerne bei diesem komplexen Thema gehabt hätte... :-)

Unser eigentliches Problem ist die steuerlich günstige "Unterbringung" der 100.000,-- EUR, welche als zusätzlicher Ausgleich gezahlt werden sollen.

Beim reinen Kauf stellt sich meines Wissens das Problem, dass das FA den geringen Kaufpreis von 222.000,- EUR gegen den eigentlichen Verkehrswert rechnet. Sollte sich hier eine zu große Differenz ergeben wäre diese zu versteuern?????

Bei der Schenkung könnten nur die Schulden (122.000,- EUR) übernommen werden. Für die separaten 100.000,- müßte man dann Steuern zahlen im Rahmen der Einkommenssteuer?????

Ist somit die gemischte Schenkung für uns die einzige und beste Möglichkeit??

Übrigens habe ich vor, wenn es steuerlich sinnvoll ist, den Eltern eine Miete abzuverlangen.

Vielleicht denken wir aufgrund der unterschiedlichen und so vielfältigen Möglichkeit viel zu kompliziert..........

MfG
Die Ratsuchenden

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.10.2006 | 19:21

Sehr geehrter Ratsuchender,

wie bereits ausgeführt kann etwaig Einkommensteuer nur im Veräußerungsfalle unabhängig vom Betrag ggf. anfallen.
In diesem Zusammenhang ist auf den bisherigen Vortrag insbesondere hinsichtlich der Behaltefrist und der Nichterfüllung des Tatbestandes des privaten Veräußerungsgeschäftes hinzuweisen.

Ich bedanke mich für das in mich gesetzte Vertrauen und hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Ich glaube nicht, dass man sich bei der Beantwortung der Fragen besondere Mühe gegeben hat. Sätze sind teilweise so schlecht aufgebaut oder es fehlen Wörter, da muß man "Fachmann" sein um hier noch einigermaßen durchzublicken. Dann Zitat "Eine Überschussermittlung können wir uns ersparen, da die Behaltefrist von 10 Jahren eingehalten wurde" !! Wo denn, habe in der Frage das Baujahr 1999 genannt.Folglich haben wir keine 10 Jahre voll. Und die 10 Jahre werden auch dann nicht voll, wenn man in der Beantwortung der 2.Frage noch einmal explizit auf den gleichen Schmarn hinweist. ***** Fairer Weise sollte "Anwalt",wenn zu wenig Geld im Spiel ist,lieber KEINE Antwort geben, als so eine!"