Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
466.110
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Haus geerbt-Gegenleistung nicht erbracht


12.11.2008 03:40 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht




Nachricht: Wir sind 6 Geschwister. Unsere Eltern haben dem ältersten Sohn das Haus 1990 überschrieben mit der Auflage, sich um die Pflege der Wohnung und der Eltern im Krankheitsfall zu kümmern. Die Eltern haben in Ihrer Wohnung das Wohnrecht.Der Sohn wohnt mit seiner Familie im 1. Stock des Elternhauses. Unser Vater ist 1995 verstorben. Unsere Mutter hat seit dem Tod unseres Vaters Debresionen. Der Bruder ist 1997 ohne seine Frau und 2 Kinder aus dem Haus ausgezogen. Seine gesch. Frau und ein Sohn wohnen noch bei unserer Mutter im Haus. Er hat Ihr keinen Unterhalt bezahlt und als Gegenleistung darf Sie Mietfrei im Haus wohnen und hat sich um die Schwiegermutter zu kümmern. Da ich 250 Km von meiner Mutter entfernt wohne, telefonieren wir fast Täglich. Dieses Jahr musste meine Mutter 2 x ins Krankenhaus, 1x wegen Tablettenvergiftung und 1x weil Sie verdurstet wehre, wenn ich nicht für eine Einweisung gesorgt hätte. Mein Bruder hat auch die Bankvollmacht von unserer Mutter. Im Jahr 2000 hatte Sie 15000 DM auf Ihrem Konto, und Heute hat Sie noch 750,00 â‚ auf dem Sparbuch und das Girokonto ist im Minus. Wir Geschwister sind der Sache nachgegangen und mussten feststellen das die Exfrau von unsrem Bruder seit Jahren sich am Konto von unserer Mutter bedient hat. Sie hat es auch zugegeben, da wir es per Videobilder der Bank nachweisen konnten. Sie hat sich die Bankkarte nachst erschlichen. Meinem Bruder ist das alles egal und ich hab ihn mehrmals auf seine Pflichten aufmerksam gemacht. Wir haben ihn gebeten der Mutter eine Dusche einzubauen, da Sie mit 77 Jahren erst Holz holen muss, wenn eins da ist um den Heizkessel zu heizen, sie hat eine Badewanne wo sie alleine schwierigkeiten hat und desswegen ihre Hygiene vernachlässigt. Er sagt, er hat kein Geld und er steckt nichts in dieses Haus, am liebsten wehre es im, das Haus abfakeln würde . Wir haben uns 1990 einverstanden erkärt, das unser Bruder uns nach ableben der Eltern jedem 5000,00 â‚ ausbezahlt, das war der Wunsch unseres Vaters. Unser Vater war bei der Ãœberschreibung sehr krank, er wollte das es unserer Mutter gut geht. Frage: Wie kÃnnen wir gegen unseren Bruder vorgehen? Kann man verlangen das die Exschwiegertochter auszieht ?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben hier zusammenfassend im Rahmen einer Erstberatung unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten.


Ihr Fall betrifft Fragen des Erbrechts, des Erbvertrages, des Wohnrechts, des Familien- und Unterhaltsrechts (Scheidung Ihres Bruders) teilweise im Zusammenhang mit einem Pflegefall bzw. einer Altersversorgung und Vermögensverwaltung Ihrer Mutter.


Es wird Sie nicht verwundern, wenn ich Ihnen bereits an dieser Stelle den nachdrücklichen Hinweis gebe, daß in Ihrer Angelegenheit nicht nur aus juristischen Gründen dringender Handlungsbedarf zu bestehen scheint. Sie (und Ihre Geschwister) müssen sich um Ihre Mutter kümmern, denn Sie haben ja unter Umständen eine Unterhaltsverpflichtung gegenüber Ihrer Mutter.


HAUSÜBERSCHREIBUNG

Nach meinem Verständnis haben Ihre Eltern Ihrem Bruder das elterliche Wohnhaus überschrieben, und sich an einer Wohnung ein lebenslanges Wohnrecht behalten. Zunächst wäre also dieser Übergabe- oder (notarielle) Erbvertrag gegenüber Ihrem Bruder durchzusetzen. Entweder Ihre Mutter wird selbst tätig, oder Sie werden von Ihrer Mutter bevollmächtigt und beauftrag die notwendigen Schritte vorzunehmen.


WOHNRECHT

Ein Wohnrecht hat einen gewissen Wert, und belastet eine Immobilie. Der Hauseigentümer hat also je nach Ausgestaltung des Wohnrechts erhebliche Leistungen an den Berechtigten zu geben, schon deshalb weil er die Immobilie ja in einem bewohnbaren Zustand halten muß. In Ihrem Fall trifft das Wohnrecht Ihrer Mutter (aus dem Übergabevertrag) auf das Wohnrecht Ihrer Schwägerin (aus einer Trennungsvereinbarung o.ä.). Ihr Bruder hat wirtschaftlich keinerlei Interesse mehr das Haus zu unterhalten, zu renovieren oder zu sanieren. Eine weitere wichtige Maßnahme für Sie und Ihre Mutter wäre es zu prüfen, ob die Schwägerin berechtigterweise in der Wohnung weiterhin wohnt. Womöglich ist die Übergabe gegen Wohnrecht und Hege und Pflege im Alter nicht wie geschehen von Ihrem Bruder auf die Ex-Frau übertragbar.


PERSONENFÜRSORGE und VERMÖGENSFÜRSORGE

Das ihr Bruder und dessen Ex-Frau die Personenfürsorge vernachlässigt scheint auf der Hand zu liegen. Auch deshalb ist zu prüfen, ob die Übergabe des Hauses an Ihren Bruder rückgängig zu machen wäre, etwa weil Ihre Mutter sich von der Schwägerin nicht versorgen und pflegen lassen muß, sondern bei Vertragsschluß davon ausging, daß Ihr Bruder sich PERSÖNLICH um Sie kümmern würde.

Der von Ihnen beschriebene Fall, daß die Schwägerin sich sogar am Vermögen Ihrer Mutter vergreift erfüllt den Straftatbestand der Untreue, des Betruges, des Diebstahls etc. Auch Ihr Bruder hätte Ihre Mutter vor derartigen Übergriffen zu schützen, die den Sinn des Übergabevertrages auf den Kopf stellen. Nicht Ihre Mutter sollte für Unterhaltsverpflichtungen Ihres Bruders sorgen, sondern Ihr Bruder sollte für Ihre Mutter sorgen.

Es müsste klares Ziel Ihrer Mutter und von Ihnen sein die 2. Wohnung, in der die Schwägerin mietfrei wohnt, und die sich zudem am Vermögen Ihrer Mutter in strafbarer Weise bedient wieder entgeltlich zu vermieten, und die Mieteinnahmen Ihrer Mutter zukommen zu lassen.


ALTERSVORSORGE und PFLEGE

Aus Sicht Ihrer Mutter müsste diese ernsthaft darüber nachdenken ihre Altersversorgung, ihre Personenfürsorge und Vermögensfürsorge auf neue Füße zu stellen.


Bei all diesen Problemen verwundert es nicht, daß Ihre Mutter an Depressionen leidet. Diese Erkrankung ist aus meiner Sicht direkte Folge der von Ihnen beschriebenen Entwicklungen.

Sie (bzw Ihre Mutter) müssen tätig werden. Sollten Sie hierbei meine Hilfe benötigen, wenden Sie Sich bitte an meine Rechtsanwaltskanzlei in Weinheim. Sinnvoller erscheint es aber in Ihrem Fall einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin am Wohnort Ihrer Mutter aufzusuchen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.


Bitte beachten Sie, dass diese Beratung nicht eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen und gegebenfalls weiter Ermittlungen zum Sachverhalt ersetzen kann. Gerne weise ich darauf hin, dass Sie im die Möglichkeit haben eine kostenlose Nachfrage zu stellen.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Lautenschläger
Rechtsanwalt und Diplom Jurist
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 57042 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde in sehr kurzer Zeit sehr präzise beantwortet. Das hilft mir gewaltig bei der Entscheidung zur weiteren Verfahrensweise. Eine Nachfrage war nicht nötig und ich fühle mich durch die Antwort wirklich sehr gut ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort von Herrn Raab hat mir sehr geholfen! Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! Ich hatte den Eindruck, eine sehr persönliche Beratung zu bekommen! Danke vielmals! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat den Sachstand richtig verstand und hat dementsprechend geantwortet und Argumentiert ...
FRAGESTELLER