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Hauptberuflich selbstständig oder weiterhin Nebenerwerb?


30.09.2017 19:45 |
Preis: 50,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin hauptberuflich sozialversicherungspflichtig beschäftigt bei einem Unternehmen für Motoren mit 30 Stunden in der Woche.

Seit 2015 habe ich ein Gewerbe (Kleingewerbe angemeldet), welches sich Online mit dem Handel von Elektronikartikeln befasst. Hauptsächlich werden hier Speicherkarten, Schutzhüllen und alles weitere rund um das Smartphone verkauft.
Angestellte habe ich keine. Ich mache diesen Handel alleine.

Der wöchentliche Zeitaufwand für dieses Gewerbe beträgt ca. 12 Stunden.
Dies errechnet sich aus täglich 2 Stunden Rechnungen drucken, Speicherkarten versenden und Anfragen beantworten (Montag bis Samstag).
Der Verkauf ist momentan sehr gut, sodass ich im Jahr 2016 insgesamt 261.000 Euro Umsatz gemacht habe (laut Steuerberater).
Steuerlicher Gewinn nach §4 Absatz 3 EStG beträgt im Jahr 2016: 119.620,94 Euro.

Für das Jahr 2017 wird ein Umsatz von ca. 750.000 Euro erzielt.

Nachdem das Jahr 2016 abgeschlossen wurde, habe ich Kontakt zu meinem jetzigen Steuerberater aufgenommen der mich seit 01.01.2017 gegenüber dem Finanzamt betreut und das Jahr 2016 für mich abgerechnet hat.

Nun ist meine Frage, ob ich mich bei meiner Krankenversicherung eine freiwillige Versicherung abschließen muss und als hauptberuflich selbstständig gelte und somit meine Beiträge dort anhand der Beitragsbemessungsgrenze berechnet werden?

Laut meines Wissens muss bei einem Nebenerwerb eine wöchentliche Arbeitszeit bestehen über 20 Stunden, damit dies als Hauptberuflich gilt.
". Eine mehr als halbtags ausgeübte selbstständige Tätigkeit ist anzunehmen, wenn der Zeitaufwand mehr als 20 Stunden wöchentlich beträgt. Bei einem Zeitaufwand von nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich ist die Annahme einer hauptberuflichen selbstständigen Tätigkeit dann nicht ausgeschlossen, wenn die daraus erzielten Einnahmen die Hauptquelle zur Bestreitung des Lebensunterhalts bilden. " Quelle: GKV Spitzenverband.

Mein Lebensunterhalt bestreite ich allerdings nicht durch das Nebengewerbe, sondern nur durch meine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung. Daraus ergeben sich monatlich ca. 1.500 Euro netto.

Über eine Einschätzung meiner Sozialversicherungspflicht wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Vielen Dank.
30.09.2017 | 20:36

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

wenn Sie in 2016 einen steuerlichen Gewinn von 119.620,94 €/12, also monatlich durchschnittlich 9.968,41 € gemacht haben, so bilden diese Einnahmen die Hauptquelle zur Bestreitung des Lebensunterhaltes (auch wenn Sie diese z. Zt. nicht dafür einsetzen, sondern von den Einkünften als Arbeitnehmer leben). Vgl. auch GKV-Spitzenverband „Grundsätzliche Hinweise zum Begriff der hauptberuflich selbstständigen Erwerbstätigkeit" vom 11. Juni 2013: „Nimmt der zeitliche Aufwand für die selbstständige Tätigkeit den Selbstständigen nicht mehr als 20 Stunden wöchentlich in Anspruch, ist anzunehmen, dass die selbstständige Tätigkeit nicht hauptberuflich ausgeübt wird. Dies gilt nicht, wenn das Arbeitseinkommen 75 v. H. der monatlichen Bezugsgröße übersteigt und (insofern) anzunehmen ist, dass es die Hauptquelle zur Bestreitung des Lebensunterhalts darstellt."

Sie sind also nicht versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenversicherung und müssen als freiwilliges Mitglied den Höchstbeitrag zahlen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften gedient zu haben und weise darauf hin, daß diese auf Ihren Angaben beruhen. Bereits geringfügige Abweichungen des Sachverhalts können zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen.

Nutzen Sie im Zweifelsfall gern die kostenlose Nachfragefunktion!

Mit freundlichen Grüßen

Vasel
Rechtsanwalt


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