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Handybetrug


01.12.2008 09:42 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich schreibe Ihnen in Sorge um meinen Bruder. Es geht um folgendes. Mein Bruder hat in der letzten Zeit circa 20 Handybetruge begangen. Sprich er hat irgendwelche Handys ins Internet gesetzt zum Verkauf die er allerdings gar nicht besaß. Die Leute haben auch immer zwischen 100 und 300€ auf sein Konto überwiesen und drohen verständlicherweise nun mit Anzeige. Welche Strafe könnte auf ihn zukommen?

MfG
01.12.2008 | 10:30

Antwort

von


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80336 München

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Ihr Bruder machte sich in 20 Fällen tatmehrheitlich eines Betruges, strafbar gemäß § 263 StGB (Strafgesetzbuch), schuldig. Dieser sieht als Strafrahmen Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor.

Zunächst bitte ich zu beachten, dass Schätzungen zur zu erwartenden Strafe lediglich unverbindlich erfolgen können.
Für eine abschließende Beurteilung der Sach- und Rechtslage ist regelmäßig die Kenntnis der Ermittlungsakte von Nöten, welche diesseits nicht bekannt ist. Mitteilen darf ich Ihnen aber, dass Ihr Bruder mit einer Geldstrafe zu rechnen hat, falls er Ersttäter ist. Die Anzahl der zu erwartenden Tagessätze wird sich zum einen nach der tatsächlichen Gesamtschadenshöhe, diese liegt nach Ihrer Einschätzung zwischen EUR 2.000,- und EUR 6. 000,-, und zum anderen nach den Bestrebungen Ihres Bruders, die eingetretenen Schäden wiedergutzumachen, richten.

Angesichts der Vielzahl der Taten und der Höhe des eingetretenen Schadens empfehle ich Ihnen dringend, einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung der Strafverteidigung Ihres Bruders zu beauftragen.
Über diesen sollte zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakte und gegebenenfalls im Anschluss hieran schriftlich zur Sache Stellung genommen werden.

Abschließend weise ich dringend darauf hin, dass ihr Bruder gegenüber den Ermittlungsbehörden (Polizei und Staatsanwaltschaft) unbedingt von seinem Schweigerecht Gebrauch machen sollte. Angaben zur Sache sollten zwingend erst nach Kenntnis der Ermittlungsakte erfolgen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

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