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Handwerkerpfusch mit lebensbedrohlicher Montage


02.12.2013 12:01 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

wir haben von einem Küchenbauer, bei welchem wir unsere komplette Küche vor ca. 2 Jahren gekauft haben, zwei weitere Hängeschränke inklusive Montage bestellt und hierfür vom Gesamtbetrag i.H.v. 425 Euro bereits 160 Euro angezahlt. Die Schränke wurden bereits im SEPTEMBER an den Küchenbauer geliefert, aber er hielt uns hin, hat angeblich keine Zeit. Auf 5 Telefonate, wobei er immer versprochen hatte wegen eines Termins am selben Tag zurückzurufen, hat er sich NIE zurückgemeldet. Nun hat er sie letzten Donnerstag (also nach über 2 Monaten) geliefert und montiert. Dabei mußte ein Abschluß-/Eckregal, welches ebenfalls von ihm von der vorherigen Kücheneinrichtung war (und schon 2 Jahre mit Büchern an anderer Stelle an der Wand hing), neben den neuen Hängeschränken an die Wand angebracht werden. Bei der Montage hatte er und sein Schreiner es vollkommen eilig.

1. Falsche Montage:
Obwohl ich das exakte Höhenmaß angegeben habe, wurden die Schränke 10 cm höher montiert als angegeben, was zum Erreichen der oberen Fächer unglaublich viel ausmacht, denn so kann ich sie gar nicht erreichen. Einen Grund (Stromleitung, schlechtes Mauerwerk) etc. gibt es hierfür nicht. Habe es leider erst festgestellt, nachdem er gegangen war. Nach einem Anruf meinerseits meinte er, er ruft uns wegen eines neuen Termins an, wir können aber nicht vor Mitte Januar damit rechnen und wir sollten die Schränke zwischenzeitlich schon mal einräumen (und dann eben wieder ausräumen).

2. Regal löst sich von der Wand: Lebensgefahr
Wir haben die Schränke dann am Samstag befüllt (da wir für eine geänderte Montage - aus Erfahrung - nicht vor Februar rechnen!!!!) und in das Abschluß-/Eckregal genau die gleichen Bücher gestellt wie zuvor auch. Nach ca. 1 Std. nach dem Einräumen hat es einen Schlag getan und das Regal samt Bücher fiel von der Wand. Dann sahen wir auch den Grund: das Regal wurde nicht (wie zuvor und notwendigerweise, da sehr schwer) an der Wand befestigt, sondern nur mit dem linken (neuen) Hängeschrank verschraubt, das Holz ist dort eingerissen. Am Regal sind jedoch Ösen zur Wandbefestigung angebracht. Auch das Gewicht war exakt das gleiche wie zuvor, denn wir hatten das Regal ja schon 2 Jahre - wie vom Hersteller vorgesehen - und auch damals vom selben Küchenbauer montiert, AN DER WAND befestigt.

Das Schlimme daran ist: Darunter ist ein Küchentisch mit Stuhl, auf dem 10 Minuten zuvor meine 20 Monate alte Tochter saß. Wäre sie beim "Absturz" des Regales dort gegessen, hätte sie das NICHT ÜBERLEBT.

Wir meinen, daß wir uns von einem Küchenbauer/Fachgeschäft eine solche Schlamperei nicht bieten lassen müssen und möchten die Rechnung bis zur Korrektur und richtigen Anbrinung nicht zahlen.

Was müssen wir hierbei beachten? Müssen wir schon zahlen? Können Sie uns bitte in 2-3 Sätzen ganz grob schreiben, was wir für eine Nachbesserung schriftlich mitteilen müssen? Bemängeln möchten wir insbesonder Pkt. 1-3:
1. Die nichtfachgerechte Anbringung des Regals mit Lebensgefahr
2. Eingerissenes Holz am Regal > neues Regal
3. Die falsche Anbringung der Hängeschränke in der Höhe
4. Das er sich nie wegen eines Termin meldet und wir erst 2 Monate, jetzt 4-5 Monate nach Lieferung auf die Montage warten müssen, hätten das nun gerne in kurzer Zeit

Für Ihre Bemühungen recht herzlichen Dank!!!





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Sehr geehrte Ratsuchende,

glücklicherweise ist Ihrer Tochter nichts passiert. Das ist erst einmal das Positive.

Den von Ihnen geschilderten Pfusch müssen Sie natürlich nicht hinnehmen.

Sie müssen derzeit auch nichts weiter zahlen.

Teilen Sie der Firma die Mängel schriftlich mit und setzen Sie eine angemessene Frist (14 Tage dürften reichen) zur Mangelbeseitigung.

Die Mängel sollten dabei so genau beschrieben werden, dass auch für Außenstehende deutlich wird, was gemeint ist. Es reicht also nicht „Schränke falsch aufgehängt", sondern Sie müssen schon deutlich machen, welche Schränke und wie sie vereinbarungsgemäß hätten hängen müssen.

Auch die bei der fehlerhaften Montage entstandenen weiteren Schäden (ausgerissenes Holz, vielleicht Bohrlöcher), sind von der Firma zu ersetzen.

Erst wenn die Arbeit mangelfrei ist, müssten Sie dann den Restbetrag zahlen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

Nachfrage vom Fragesteller 02.12.2013 | 18:25

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich bin mir jedoch aus folgenden Gründen nicht ganz sicher ob die Angelegenheit so einfach ist, da

1. Das Regal, das nicht fest genug montiert wurde und von der Wand kam, ja gar nicht im Leistungsumfang der aktuellen Bestellung dabei war (wurde ja - zwar vom selben Küchenbauer - aber in der Küchenlieferung vor 2 Jahren gekauft und montiert). Kann er dann dafür überhaupt verantwortlich gemacht werden?

2. Die 2 Wochen-Frist nichts bringen wird, denn er hat am Telefon bereits ganz klar (wegen der falschen Höhe) angekündigt, daß er sich wegen einem neuen Termin erst Anfang Januar melden wird. Was mache ich, wenn die 2 Wochen rum sind und nichts passiert ist?

Können Sie hierauf bitte nochmal ganz konkret eingehen?

Vielen Dank im voraus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2013 | 19:21

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie haben die Hängeschränke inklusive der Montage erworben. Zu dieser Montage gehörte auch das Versetzen des Regals, so dass auch die Verantwortung für das mangelhafte Anbringen des Regals gegeben ist.

Dabei kommt es nicht darauf an, dass das Regel als solches bereits vor zwei Jahren erworben wurde. Entscheidend ist, dass die Handwerker dieses gemacht haben.

Nach der Fristsetzung haben Sie die Möglichkeit eine Ersatzvornahme anzudrohen; das bedeutet, dass Sie dann die Änderung der Montage durch ein anderes Unternehmen durchführen lassen können.

Sie könnten zunächst den Küchenbauer auf Vorschuss der Kosten in Anspruch nehmen, die für die Mängelbeseitung durch ein anderes Unternehmen aufgewendet werden müssten oder Sie müssten in Vorleistung treten und die Kosten dann geltend machen.

Es bleibt Ihre Entscheidung, ob sie bis Januar den Zustand noch hinnehmen wollen oder aber nach Fristablauf ein anderes Unternehmen beauftragen wollen.

Schriftlich sollten Sie allein aus Beweisgründen tätig werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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