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Halbeinkünfteverfahren


| 29.12.2008 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



Private Bürgschaft für eine GmbH. Wann wird das Halbeinkünfteverfahren angewandt und unter welchen Voraussetzungen kann die Bürgschaft in voller Höhe als Verlust berücksichtigt werden. Nachträgliche Anschaffungskosten oder Risikobürgschaft.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte die von Ihnen gestellte Frage auf Basis der vorliegenden Informationen beantworten. Hierbei unterstelle ich, daß die Bürgschaft zugunsten eines Dritten, z.B. eines Kreditinstututes begeben wurde. Weiterhin unterstelle ich, dass sich die GmbH gegenwärtig in einer wirtschaftlich schwierigen Situation befindet, allerdings noch kein Insolvenzantrag gestellt wurde und Sie nunmehr aus der Bürgschaft in Anspruch genommen worden sind, so daß Ihnen ein Rückgriffsanspruch gegenüber der GmbH zusteht.

Im Grundsatz ist ihre sodann wertlose Forderung bei Ihnen als Gesellschafter dem steuerlich nicht relvanten Vermögensbereich zuzuordnen. Die wirtschaftliche Belastung des Ausfalls eines zum Privatvermögen gehördenden Anspruches kann sich ausnahmsweise nur dann steuerlich in Gestalt der Erhöhung eines Veräußerungs- oder Auflösungsverlustes auswirken, wenn es sich bei dem Ausfall umnachträgliche Anshcfafunsgkosten handelt. Dies ist nur dann gegeben, wenn der Ausfall gesellschaftsrechtlich veranlasst. Dieser Umstand ist dann durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst, wenn im Zeitpunkt der Bürgschaftsgestellung oder Weitergewährung entweder die Insolvenzreife der GmbH bejaht werden muss oder wenn zwar noch keine Insolvenzreife vorliegt, die Rückzahlung des Darlehns aber derart gefährdet ist, dass ein fremder Dritter das Risiko einer kreditgewährung zu denselben Bedingungen wie der Gesellschafter nicht mehr eingegangen wäre bzw. dieses nicht mehr fortgeführt hätte.

Ich vermag an dieser Stelle nicht abschätzen zu können, inwieweit die vorgenannten Voraussetzungen in Ihrem Falle vorliegen. Für eine umfassende Rechtsauskunft bedarf es daher weiterer Sachinformationen um eine abschließende Stellungnahme abgeben zu können. Gerne stehe ich Ihnen hierfür nach Terminabstimmung zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Michael Gehricke
- Rechtsanwalt -
Bewertung des Fragestellers 02.01.2009 | 10:29


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