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Haftung des GF


| 11.12.2008 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo,

gegebenenfalls die Gesellschafter einer Immobiliengesellschaft der Rechtsform uGmbH & Co.KG beschließen den Kauf mehrerer Immobilien. Schon im Vorraus ist aber ersichtlich, dass das bestehende Kapital zunächst nicht die Kosten decken kann. Daher wird beschlossen, dass der monatliche Fehlbetrag durch die Gesellschafter ausgeglichen wird. Wie sollte sich der Geschäftsführer (kein Gesellschafter) verhalten - da er aufgrund der Rechtlage bei einer KG in diesem Fall wegen Überschuldung die Insolvenz beantragen müsste? Müssen diese monatlichen Einlagen der Gesellschafter als Darlehen deklariert werden?

MFG
Eingrenzung vom Fragesteller
11.12.2008 | 15:42
Eingrenzung vom Fragesteller
11.12.2008 | 15:42
Eingrenzung vom Fragesteller
11.12.2008 | 15:43
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Der Geschäftsführer der GmbH muß darauf achten, dass bei der GmbH keine Überschuldung gem. § 19 Inso eintritt. Hierbei ist zu beachten, dass § 19 II Inso kürzlich geändert wurde und der Überschuldungstatbestand aufgelockert wurde:

§ 19 Abs. 2 InsO
"Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Forderungen auf Rückgewähr von Gesellschafterdarlehen oder aus Rechtshandlungen, die einem solchen Darlehen wirtschaftlich entsprechen, für die gemäß § 39 Abs. 2 zwischen Gläubiger und Schuldner der Nachrang im Insolvenzverfahren hinter den in § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 bezeichneten Forderungen vereinbart worden ist, sind nicht bei den Verbindlichkeiten nach Satz 1 zu berücksichtigen."

Hinsichtlich der GmbH & Co KG ist der Tatbestand der Überschuldung nicht anwendbar, da es sich - auch wenn die GmbH Komplementärin ist - um eine Personengesellschaft und nicht um eine juristische Person handelt. Hierbei kann gleichwohl der Tatbestand der Zahlungsunfähigkeit eintreten.Da aber die Gesellschafter entsprechende Darlehen zur Verfügung stellen, die ggfs. eigenkapitalersetzend sind, würde ich vorbehaltlich der genauen Konstellation nicht von einer Überschuldung ausgehen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 13.12.2008 | 10:01


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