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Haftung bei Sicherungsausfall


| 08.11.2014 13:06 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Schadensverantwortlichkeit eines Mieters einer Lagerhalle bei nicht sachgerecht installierter Elektrik


Hallo,
mein Sohn hat mit Freunden eine Halle gemietet. Durch ein defektes Gerät ist eine Sicherung ausgefallen. Ich habe festgestellt, dass nicht die für diese 400V-Steckdose zuständige Sicherung durchgebrannt war, sondern die Vorgeschaltete Hauptsicherung. Deshalb fiel die komplette Stromversorgung der Halle aus.
Diese Hauptsicherung ist eine 35A-Typ, die Steckdosensicherung ein 50A-Typ.
Die Sicherungen waren also nicht selektiv ausgelegt. Meiner Meinung nach ein grober Wartungsfehler, den der vermieter zu vertreten hat.
Die Halle grenzt an zwei weitere Hallen an.
Der Mieter der benachbarten Halle hat meinem Sohn nnun mitgeteilt, dass er einen Elektriker beauftragen musste, da seine Stromversorgung ausgefallen war.
Es stellte sich heraus, dass von der Verteilung in der Halle meines Sohnes auch die anderen Hallen versorgt werden.
Dies steht nicht im Mietvertrag, es wurde keinerlei Informationen darüber gegeben und an der Verteilung ist dies auch nicht zu erkennen. Verteilerpläne fehlen.
Der Mieter der anderen Halle macht nun Schadenersatz geltend:
Kosten für den Einsatz des Elektrikers, Entschädigungskosten für Verfall zweier Bahntickets, Kosten für die verspätete Auslieferung eines reparierten Helikopters etc.
Insgesamt ca. 4.500,00€.
Muss mein Sohn bzw. die Mietgemeinschaft tatsächlich für diesen Schaden haften, oder ist es nicht Sache des vermieters, da ja offensichtliche Mängel an der Elektroanlage vorliegen?

Vorab vielen Dank für die Antwort.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung gehe ich auch davon aus, dass hier - wenn dann überhaupt - ein Verschulden der Vermieterseite vorliegt, ein zumindest fahrlässiges Handeln in Bezug auf die falsche Sicherung oder eine falsche Beratung durch einen Handwerker, Elektriker oder anderen Dritten.

Eine Fahrlässigkeit Ihres Sohnes und dessen Freunde kann ich auf den ersten Blick hingegen nicht erkennen.

Deshalb würde ich die vermeintlichen gegnerischen Ansprüche der Hallennachbarn nach Grund und Höhe bestreiten und notfalls einen Anwalt einschalten, insbesondere aus Gründen der "Waffengleichheit", wenn auch die andere Seite anwaltlich vertreten sein sollte.

Der Hallennachbar möge sich an den Vermieter wenden bzw. an deren Versicherung, die ja regelmäßig durch die einzelnen Mieter mitgezahlt werden.

Es bleibt dann dem Mieter/Vermieter überlassen, ein Sachverständigengutachten einzuholen.

Gegebenenfalls kann man sich auf Seiten des Vermieters, des Hallennachbarn und Ihres Sohnes und dessen Freunde als weitere Mieter auf eine gemeinsame Einschaltung und vorherige Kostenteilung in Bezug auf ein Sachverständigengutachten einigen, aber zwingend ist dieses insbesondere für Ihren Sohn nicht, zumal wenn Sie da selbst in Bezug auf die Elektrik eigene Sachkunde/-verstand besitzen.

Von daher würde ich eine Zahlung auf jeden Fall zunächst ablehnen, es sei denn, Ihrem Sohn würde etwas Gegenteiliges nachgewiesen.

Eventuell greift auch eine (Familien-)Haftpflichtversicherung ein, die sich aber unter Umständen auf die Lagerhalle konkret beziehen müsste.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 11.11.2014 | 19:00


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FRAGESTELLER 11.11.2014 4,8/5.0
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