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Haftpflichtversicherung verweigert Zahlung *EILT*


28.10.2004 21:12 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren. Ich wende mich mit dem nachfolgend aufgeführten Problem an Sie:
Ich bin haftpflichtversichert und musste einen von mir verursachten Schaden bei meiner Versicherung melden. Und zwar habe ich beim rückwärtsgehen versehentlich ein Motorrad meines Nachbarn auf einem Garagenhof umgestossen.
Das Motorrad war zu dem Zeitpunkt ca. 4 Wochen alt und hatte gerade mal 1.000 km gelaufen. Beim umstossen bin ich selber auch mit auf das Motorrad gefallen, wobei nach anschliesender Besichtigung des Schadens gemeinsam mit dem Besitzer, folgende Beschädigungen von uns festgestellt wurden: Die Verkleidung ist zerbrochen, die Scheibe der Verkleidung gerissen, am Rahmen und an einem Motordeckel sind tiefe Kratzer. Selbst die Schrauben die etwas aus dem Rahmen und dem Deckel rausragten waren abgeschrammt. Dadurch das ich selbst mit auf das Motorrad gefallen bin (ich wiege ca. 70 kg) ist auch eine Beule am Tank entstanden.
Nun zu meinem Problem:
Ich habe den Schaden unverzüglich bei meiner Versicherung gemeldet und dort die Schadensanzeige aufnehmen lassen. Das ist bisher ca. 6 Woche her. Es wurde innerhalb von zwei Tagen ein Gutachter meiner Versicherung zu dem Motorrad geschickt, der den Schaden aufgenommen hat. Soweit so gut. Nun aber behauptet der Gutachter, der festgestellte Schaden könne angeblich nicht vom Umsturz des Motorrades entstanden sein. . Er hat den Untergrund auf den das Motorrad gefallen ist als „ gepflasterten Hof“ begutachtet obwohl der Hof geteert ist. Das Motorrad wiegt selber ca. 210 kg plus mein Gewicht. Wenn ich nun die Gewichte zusammenziehe, kommen knapp 300 kg zusammen die da auf den Boden geprallt sind. (Der Besitzer des Motorrades hatte zwei Stunden vor dem Umsturz noch eine Inspektion in seiner Werkstatt machen lassen, die den einwandfreien Zustand bestätigen kann)- Bisher habe weder ich noch der Geschädigte irgendetwas schriftliches von der Versicherung erhalten. Auch das Gutachten wurde nicht vorgelegt. Nun weigert sich die Versicherung den Schaden zu zahlen, obwohl ich den Schaden zugegeben habe.
Die Versicherung rät nun dem Geschädigten, mich persönlich anzuzeigen und seinen Anspruch gerichtlich geltend zu machen.
Was soll ich bzw. der Geschädigte nun machen? Wir sind leider beide nicht rechtschutzversichert. Ich erwäge eine Kündigung der Versicherung aufgrund dessen Verhalten. Es ändert aber nichts an der Tatsache, das ich den Schaden nun vermutlich alleine tragen muss.
Sie würden mir (uns) sehr behilflich sein, wenn Sie uns Möglichkeiten aufführen wie wir nun weiter verfahren sollen. Vielen Dank.
Entschuldigen Sie bitte den geringen Einsatz, aber ich bin alleinerziehende Mutter........
Guten Abend,

die Lage ist natürlich mißlich, da Sie riskieren, in die Haftungsfalle zu geraten. Gegenüber dem Motorradhalter haften Sie, unabhängig davon, was die Versicherung davon hält.

Wenn der Versicherer freiwillig nicht zahlt, bleibt Ihnen nichts anderes, als ggf. die Versicherung dann im Klagewege in Regreß zu nehmen. Der Weg aber ist steinig, da das Gericht dann voraussichtlich ein zweites Gutachten mit den entsprechenden Kostenfolgen in Auftrag geben wird. Sie sollten den Fall mit einem Anwalt vor Ort besprechen, der auch prüfen wird, ob er für Sie Prozeßkostenhilfe beantragen kann. Dieser Anwalt kann dann auch in das Gutachten Einsicht nehmen, welches Ihr Versicherer hat erstellen lassen.

Sie haben weiter die Möglichkeit, die Versicherung sofort zu kündigen. Diese Möglichkeit haben Sie -genauso wie die Versicherung auch- nach jedem Schadensfall.

Bitte achten Sie abschließend noch auf Fristen. Wenn die Versicherung die Leistung abschließend ablehnt, müssen Sie Ihren Anspruch binnen sechs Monaten ab Zugang des Ablehnungsschreibens gerichtlich (heißt per Klage oder Mahnbescheid) geltend machen, da ansonsten der Anspruch verfällt. Die Versicherung muß aber in Ihrem Schreiben ausdrücklich auf diese Rechtsfolge hinweisen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,
Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax. 04941 60 53 48
e-mail info@fachanwalt-aurich.de
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