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Häusliches Arbeitszimmer objekt- oder personenbezogen absetzbar?


18.11.2006 16:59 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von



Meine Frau und ich nutzen gemeinsam ein häusliches Arbeitszimmer. Steuerlich werden wir gemeinsam veranlagt.
Bis 2005 konnten wir beide die Kosten für jeweils ein halbes Arbeitszimmer als Werbungskosten bis zum Höchstbetrag von je 1250 € absetzen (personenbezogene Betrachtungsweise).
Seit 2005 gibt es die Verwaltungsanweisung zur einkommensteuerlichen Behandlung der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer in der Fassung vom 01.März 2005, welche sich auf ein BMF-Schreiben vom 07.01.2004 bezieht. Demnach kann ein gemeinsam genutztes Arbeitszimmer nur noch einmalig (objektbezogen) in der gemeinsamen Steuererklärung bis zum Höchstbetrag geltend gemacht werden.
Am 09.11.2005 gab es ein BFH-Urteil (VI R 19/04), in dem die objektbezgene Betrachtungsweise als nicht zulässig erklärt wurde. Die Situation war dort, dass bedingt durch einen Umzug der Steuerzahler das häusliche Arbeitszimmer in der alten und in der neuen Wohnung absetzen wollte.
Auf der Webseite http://www.steuertipps.de/?softlinkID=8755&cfid=4034427&cftoken=90585880
wird aus diesem Sachverhalt der Tipp generiert, dass man mit Hinweis auf das BFH-Urteil vom 09.11.2005 Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen soll, wenn ein von Eheleuten gemeinsam genutztes Arbeitszimmer nur noch objektbezogen einmalig bis zur Höchstgrenze von 1250 € anerkannt wird.
Diesen Einspruch haben wir eingelegt und natürlich die Antwort vom Finanzamt erhalten, dass die Situationen nicht vergleichbar sind mit der abschließenden Frage, ob wir den Einspruch weiterhin aufrecht erhalten wollen.

Frage:
Ist das BFH-Urteil vom 09.11.2005
a) soweit belastbar, dass es als Grundsatzentscheidung zur Nichzulässigkeit der objektbezogenen Betrachtungsweise zitiert werden kann, oder ist es
b) lediglich nur eine situationsabhägige Einzelfallentscheidung?

Vielen Dank für Ihre Antwort
20.11.2006 | 13:02

Antwort

von


29 Bewertungen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst möchte ich mich für Ihre gestellte Frage bedanken und diese in Anbetracht Ihres geschilderten Sachverhalts und Ihres Einsatzes kurz wie folgt beantworten.

Mit dem Hinweis auf das Urteil des BHF vom 9. 11 2005 (VI R 19/04), das den Ansatz von Aufwendungen von mehreren häuslichen Arbeitszimmern innerhalb eines Jahres im Rahmen des Höchstbetrages zulässt, kann nach meiner Auffassung nicht in Ihren Fall argumentiert werden. Die Aufgabe des Objektbezogenheit bei unterjährigen Wechsel des Arbeitszimmers ist nicht vergleichbar mit einer Doppelnutzung bei einem gemeinsamen Arbeitszimmer. Der steuerliche Grundsatz bei dem objektbezogenen Höchstbetrag von 1.250,00 € ist, dass er nicht für verschiedene Tätigkeiten oder von mehreren Personen mehrfach in Anspruch genommen werden kann. In diesen Fällen ist der Höchstbetrag auf die verschiedenen Tätigkeiten oder Personen aufzuteilen. Dies bedeutet in Ihrem Fall, dass der Höchstbetrag nur einmal in Anspruch genommen werden kann. Auch eine getrennte Veranlagung würde hier nicht weiterhelfen.

Für eine Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Kugler
Rechtsanwalt

Zum Abschluss möchte ich Sie noch auf Folgendes ausdrücklich hinweisen:

Diese Auskunft umfasst die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind.
Insbesondere bezieht sich diese Auskunft lediglich auf die Informationen, die mir Rahmen der Sachverhaltsschilderung zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine umfassende verbindliche Beratung unerlässlich. Deshalb weise ich Sie ausdrücklich daraufhin, dass diese Leistung nicht im Rahmen der Online-Beratung erbracht werden kann.


Rechtsanwalt Sascha Kugler

ANTWORT VON

Berlin

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