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Hätte eine Kündigungsschutzklage Erfolg?


11.12.2014 15:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von



Sehr geehrte/r Anwalt/in,

ich arbeite seit März 2014 in einem Unternehmen mit ca. 15-20 Mitarbeitern (auf drei Standorte verteilt), der keinen Betriebsrat hat. Ich habe einen unbefristeten Vertrag mit 6 Monaten Probezeit bekommen. Meine Kündigungsfrist beträgt 1 Monat.

Vorgestern habe ich eine zunächst mündliche Kündigung ausgesprochen bekommen. Mein Chef (und Geschäftsführer) teilte mir mit, dass er sich unsere Zusammenarbeit anders vorgestellt hatte. Die Arbeit, die ich mache sei gut, aber das es sei nicht das, für das er mich eingestellt hat. Er würde deshalb keine weitere Zukunft in unserer Zusammenarbeit sehen. Des Weiteren teilte er mir mit, dass der zweite Geschäftsführer nicht sehr angetan von mir sei und das würde auf Dauer nur zu Problemen führen. Die schriftliche Kündigung erwarte ich noch, mit meiner Kündigungsfrist wäre ich dann aber ab 01.02.2014 dort nicht mehr angestellt.

Nun meine Frage: meine komplette Betriebszugehörigkeit wären dann 11 Monate. Lohnt sich hier eine Kündigungsschutzklage? Hätte ich überhaupt Erfolg damit? Was würde bestenfalls dabei raus kommen?


Vielen Dank für Ihre Antwort.
11.12.2014 | 17:33

Antwort

von


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An den Drei Hasen 2A
61440 Oberursel

Tel: 06171 / 89 42 712
Web: www.ronimi-masuch.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da in Ihrem Betrieb mehr als 10 Arbeitnehmer beschäftigt sind und sie länger als 6 Monate dort tätig sind, greift das KSchG.

Gem. § 1 Abs. 1 KSchG ist eine Kündigung nur wirksam, wenn sie sozial gerechtfertigt wäre.

Sozial gerechtfertigt ist die Kündigung,wenn personen- oder verhaltensbedingte Gründe bei dem Arbeitnehmer vorliegen, oder wenn dringende betriebliche Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in dem Betrieb entgegenstehen vorliegen.

Eine personenbedingte Kündigung kommt z.B. bei langer bzw. ständiger Krankheit des Arbeitgebers in Betracht. Eine verhaltensbedingte Kündigung bei Arbeitsverweigerung oder Vertrauensbruch, wobei in diesen Fällen regelmäßig eine Abmahnung der Kündigung vorausgehen muss.
Betriebsbedingte Kündigungen werden z. B. bei der Sch­ließung oder Aus­la­ge­rung von Ab­tei­lun­gen, bei Maßnah­men der Um­struk­tu­rie­rung oder bei Be­triebs­stil­le­gun­gen aus­ge­spro­chen. Zudem muss bei einer betriebsbedingten Kündigung zudem eine Sozialauswahl durchgeführt werden, vgl. § 1 Abs. 3 KSchG. Hier werden Arbeitnehmer, die die gleichte Tätigkeit ausüben miteinander verglichen. Hierbei sind die Dau­er der Be­triebs­zu­gehörig­keit, das Le­bens­al­ter, die Un­ter­halts­pflich­ten und ei­ne et­wai­ge Schwer­be­hin­de­rung der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer entscheidend. Ihre kurze Betriebszugehörigkeit wäre also in diesem Fall ein Manko, was jedoch ausgeglichen werden könnte.

Mit den hier angegebenen Informationen lässt sich nicht sagen, ob eine Kündigungsschutzklage Aussicht auf Erfolg hätte. Dies müsste im Einzelfall beim vorliegen der Kündigung geprüft werden. Beachten Sie bitte, dass sie spätestens 3 Wochen nach Zugang der Kündigung Kündigungsschutzklage beim Areitsgericht erheben müssen, da die Kündigung sonst wirksam wird.

Sollten Sie die Kündigungsschutzklage gewinnen, muss Ihr Arbeitgeber Sie weiterbeschäftigen.
Ansonsten kann man sich auch gegebenfalls auf eine Aufhebung des Arbeitsverhältnisses einigen (evtl. mit einer Freistellung in der das Gehalt weiter gezahlt wird und/oder mit Zahlung einer Abfindung)

Gerne stehe ich Ihnen im Rahmen einer weiteren Bearbeitung und ggf. der Erhebung einer Kündigungsschutzklage zur Verfügung, da unsere Kanzlei bundesweit tätig ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Christiane Masuch

ANTWORT VON

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