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HDI-Versicherung zahlt keine Nutzungsausfallentschädigung


| 30.12.2010 05:16 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Dez. 2007 wurde ich in einen Autounfall verwickelt. Die gegnerische Versicherung hat den Schaden akzeptiert und laut einem Gutachten ohne Werkstattaufenthalt gezahlt.
Reparaturkosten ohne MwSt., Kosten des Sachverständigen, merkantile Wertminderung, Nutzungsausfallentschädigung und eine allgemeine Kostenpauschale habe ich der HDI in Rechnung gestellt.

Nur die Nutzungsausfallentschädigung wurde nicht von der HDI ausgeglichen.

Mein letztes Forderungsschreiben vom 29.12.2009 zur Erstattung dieser Position wurde im Frühjahr 2010 beantwortet. Es wurde mir mitgeteilt, dass diese Position nur gegen Vorlage von Rechnungen erstattet wird. Wenn ich aber Rechnungen von Teilen (ich habe ja selbst repariert) einreiche, wird mir dann dieses nicht in einer anderen Position zum Nachteil ausgelegt?

Habe ich noch Anspruch auf die eingeforderte Nutzungsausfallentschädigung? Wer möchte mich in diesem Fall unterstützen? Die Frist zur Verjährung ist wohl schon sehr knapp.

Danke für Ihre Unterstützung
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Bei einer fiktiven Schadensabrechnung kann die Nutzungsausfallentschädigung für die hypothetische Reparaturdauer in einer Fachwerkstatt verlangt werden.

Nachzuweisen ist die tatsächliche Vornahme der Reparatur und die Nutzungsmöglichkeit und Nutzungswille im Reparaturzeitraum. Zudem wird teilweise verlangt, dass die Reparatur zeitnah erfolgt und im Zusammenhang mit dem Unfall stehr; bei einer zeitlich späteren Reparatur wird teilweise vermutet, dass kein Nutzungswille oder -möglichkeit bestand und der Reparaturzeitraum "passend" gelegt wurde.

Den Nachweis der Durchführung der Reparatur können Sie nicht nur durch eine Werkstattrechnung führen, sondern auch durch eine Reparaturbestätigung durch eine Werkstatt oder einen Kfz-Gutachter. Ggf. können die weiteren Kosten für eine Nachbesichtigung des Fahrzeuges sogar vermieden werden, wenn Sie dem Versicherer aktuelle Fotos des Fahrzeuges im reparierten Zustand übermitteln.

Bitte beachten Sie, dass u.U. tatsächlich mit Jahresblauf 2010 die Verjährung eintreten kann. Wenn Sie den Nachweis über die Reparatur noch führen können, empfehle ich Ihnen noch im Jahr 2010 vorsorglich einen Mahnbescheid zu beantragen (§ 204 I Nr. 3 BGB)und gleichzeitig den fehlenden Reparaturnachweis vorzulegen. Da mir die Raum stehenden Beträge nicht bekannt sind, kann ich nicht beurteilen, ob dieser Weg wirtschaftlich sinnvoll ist. Wenn die notwendigen Belege bislang nicht vorgelegt wurden, ist derzeit damit zu rechnen, dass die Verfahrenskosten zu Ihren Lasten gehen. Falls die Reparatur nicht mehr nachgewiesen werden kann, weil das Auto heute nicht mehr vorhanden ist, sollten Sie die Sache auf sich beruhen lassen, da dann die weitere Verfolgung der Nutzungsausfallentschädigung voraussichtlich ohne Aussicht auf Erfolgt ist.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.12.2010 | 11:10

Sehr geehrter Herr Matthes, vielen Dank für Ihre schnelle Beantwortung meiner Frage.

Rechnungen von Autoteilen zur eigenen Reparatur des Schadens kann ich vorlegen. Nachträglich wurde das reparierte Auto in einer Vertragswerkstatt für eine Rückholaktion des Herstellers vorgestellt. Zeugen für die zeitnahe Reparatur sind vorhanden. Das Fahrzeug (ein Peugeot 307 SW) war zum Unfallzeitpunkt gerade ein Jahr alt und befindet sich auch heute noch in meinem Besitz. Vor und nach der Reparatur nutzte ich das Auto für meine wöchentlichen Familienheimfahrten mit einfacher Entfernung von ca. 150km. Da auch eine Heckleuchte zerstört wurde, musste die Reparatur zeitnah erfolgen.

Das Gutachten sieht Reparaturkosten ohne MwSt. von 1.965,39 € vor. Meine Forderung gegen die HDI betrug 2.398,56 €, davon steht die Nutzungsausfallentschädigung (günstigster Kleinwagen für 3 Arbeitstage) mit 162,01 € noch aus.

Können aus diesem Fall jetzt noch entstehende Rechtsanwaltskosten auch von der HDI verlangt werden?

Ich würde mich freuen, wenn sie mich bei einer möglichen und wahrscheinlichen Rechtsanwaltskostenübernahme durch die HDI mit meinem Anspruch gegen die HDI rechtlich unterstützen möchten.

Dazu habe ich auf Ihrem Anrufbeantworter meine Telefonnummer hinterlassen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.12.2010 | 13:37

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne unterstütze ich Sie in dieser Angelegenheit weiter. Zum weiteren Vorgehen habe ich Ihnen eine email geschrieben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 30.12.2010 | 11:06


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