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Gutachten Mehrwertsteuer abgezogen


| 25.01.2012 09:08 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


| in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe folgende Problematik und hoffe, Sie können mir Hilfestellung leisten.
Nach einem unverschuldetem Verkehrsunfall wurde mein Fahrzeug beschädigt und ich habe ein Gutachten erstellen lassen. Nun schickt die gegnerische Versicherung ein neues, höheres Restwertangebot. Soweit so gut.
Nun kurz die Zahlen aus dem Gutachten:

Reparaturkosten: 2865,83 € netto
Wiederbeschaffungswert: 4957,98 € netto, 5900 € Brutto
Lt. Gutachten werden vergleichbare Fahrzeuge überwiegend regelbesteuert angeboten.
Restwert: 3050,- €

Die Versicherung rechnet nun folgendermassen ab:
Wiederbeschaffungswert netto abzügl. Restwert. also 1907,98 €

Somit hat sie die Mehrwertsteuer des Wiederbeschaffungswertes einbehalten.

Wir haben nun das alte Auto zum Restwert verkauft und ein ähnliches aber teureres Fahrzeug gebraucht von Privat gekauft. Der Kaufpreis betrug 6300 €, also höher als der Wiederbeschaffungswert brutto. Uns fehlen nun 942,02 € mit denen wir gerechnet haben.

Steht uns nun nicht noch die Restsumme zu, also quasi die Mehrwertsteuer?
Es gibt ja einige Urteile dazu, allerdings weiss ich nicht, welches denn nun aktuell bestand hat.

Müssen die Anwaltskosten nicht von der gegnerischen Versicherung getragen werden?

Vielen Dank.
Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 3 weitere Antworten zum Thema:
25.01.2012 | 09:49

Antwort

von

Rechtsanwalt Gerhard Raab
739 Bewertungen
Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


I.

Nach diesseitiger Auffassung hat der Haftpflichtversicherer des gegnerischen Fahrzeugs nicht korrekt abgerechnet.

Der Sachverständige hat den Wiederbeschaffungswert mit 5.900,00 € einschließlich Mehrwertsteuer beziffert. Da Sie ein Ersatzfahrzeug erworben haben, ist von dem Brutto-Wiederbeschaffungswert von 5.900,00 € der Restwert von 3.050,00 € abzuziehen, so dass sich die Schadenersatzforderung auf 2.850,00 € beläuft. Damit hat die Versicherung 942,02 € zu wenig gezahlt.

Das ergibt sich aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18.05.2004 in VersR 2004, 927.

Hinzu kommt noch die Nebenkostenpauschale von 25,00 €.


II.

Die Rechtsanwaltskosten müssen von der gegnerischen Versicherung übernommen werden.

Mit freundlichen Grüßen



Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 25.01.2012 | 10:15

Guten Tag Herr Raab,

vielen Dank für die Antwort. Eine Nachfrage habe ich noch. Was ist denn mit dem neueren Urtiel vom BGH
BGH, Urteil vom 22. 9. 2009 - VI ZR 312/08 (LG Weiden)
http://openjur.de/u/71535.html

Findet das nicht in meinem Fall Anwendung?

Dankesehr

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.01.2012 | 10:53

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Das von Ihnen angesprochene Urteil betrifft jenen Fall, wenn der Geschädigte den Unfallschaden (also die voraussichtlichen Reparaturkosten) auf Gutachtenbasis abrechnet.

Früher konnte man die Reparaturkosten laut Gutachten einschließlich Mehrwertsteuer abrechnen, auch wenn die Reparatur nicht durchgeführt worden ist. Der BGH hat dann entschieden, daß dem Geschädigten bei Abrechnung auf Gutachtenbasis nur die Nettoreparaturkosten zustünden, wenn er das Fahrzeug nicht reparieren läßt. Im Fall einer Reparatur stünde ihm die Mehrwertsteuer selbstverständlich zu.

Allerdings betrifft das nicht Ihren Fall, sondern die Abrechnung der Reparaturkosten auf Gutachtenbasis.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 2012-02-15 | 14:30


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"Antwort ist nach recherche mit einigen anderen Anwälten und Gutachtern nicht korrekt."
Stellungnahme vom Anwalt: Der Fragesteller hat die Problematik des Falls leider nicht erkannt und die Antwort offensichtlich nicht verstanden. Die Rechtslage ist so, wie es auf der Grundlage des geschilderten Sachverhalts dargestellt worden ist. Da hat der Fragesteller ganz offensichtlich falsch "recherchiert". Deshalb ist die Bewertung vollkommen wertlos und zeigt vielmehr, daß der Fragesteller mit einer Internetanfrage hinsichtlich Rechtsproblemen nicht zurecht kommt.
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 2012-02-15
2,4/5.0

Antwort ist nach recherche mit einigen anderen Anwälten und Gutachtern nicht korrekt.


ANTWORT VON
Rechtsanwalt Gerhard Raab
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