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Gütertrennung im Trennungsjahr / steuerliche Verpflichtung


| 02.10.2017 09:55 |
Preis: 60,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Meine Frau und ich leben seit ca. 9 Monaten getrennt, nun möchten wir in aller Freundschaft und im Einvernehmen die Scheidung vorbereiten und dabei möglichst viele Dinge schon im Voraus regeln. Im Moment haben wir beide unseren einzigen Wohnsitz in Qatar, meine Frau wird allerdings in der nächsten Zeit zurück nach Deutschland ziehen und dort wieder Ihren Wohnsitz anmelden. Ich bleibe in Qatar.

Drei Details interessieren uns im Moment besonders:

- wir leben in Zugewinngemeinschaft. Ab wann endet diese? Reicht dafür der Scheidungsantrag bei einem Anwalt? Oder muss das in einer besonderen Erklärung geändert werden. Hintergrund ist der das ich in den nächsten Monaten eine Firma in Deutschland gründen möchte und meine noch Frau davon natürlich weder involviert sein möchte noch irgendwelche Anteile daran besitzen soll

- Wir möchten unser Vermögen wie Fonds, Bausparvertrag und LV gerecht aufteilen. Können wir dafür einfach die Verträge auf den jeweiligen Partner umschreiben bzw. Beträge auszahlen lassen. Ist die Sache für das Gericht damit schon beendet wenn wir uns beide einig sind und das Vermögen gerecht aufgeteilt ist?

- sobald meine Frau Ihren Wohnsitz wieder nach Deutschland verlegt wird sie auch dort wieder steuerpflichtig sein, bisher sind wir beide in Deutschland nicht steuerpflichtig. Ich werde Ihr in Zukunft Unterhalt überweisen und eventuell werden wir Beträge aus Fonds auf Ihr Konto überweisen. Wie werden Ehepartner steuerlich behandelt sobald sie im Trennungsjahr leben und die Scheidung eingereicht haben. Wir möchten natürlich vermeiden das ich durch Ihren Wohnsitzwechsel auch in Deutschland steuerpflichtig werde.

Besten Dank im Voraus!
02.10.2017 | 10:39

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt, die Antworten habe ich unter die Fragen geschrieben:

- wir leben in Zugewinngemeinschaft. Ab wann endet diese? Reicht dafür der Scheidungsantrag bei einem Anwalt? Oder muss das in einer besonderen Erklärung geändert werden. Hintergrund ist der das ich in den nächsten Monaten eine Firma in Deutschland gründen möchte und meine noch Frau davon natürlich weder involviert sein möchte noch irgendwelche Anteile daran besitzen soll

Die Zugewinngemeinschaft endet mit dem Ende der Ehezeit. Diese wird vom Gericht festgelegt und zwar ist es der Monat, in dem der Scheidungsantrag der Gegenseite zugestellt wird. Der Scheidungsantrag muss also vom Anwalt bei Gericht eingereicht worden sein und das Gericht muss die Zustellung veranlasst haben. Beispiel: Zustellung am 2.10.---- Ende der Ehezeit 31.10.
Das ist dann der Stichtag für den Zugewinnausgleich. Einer besonderen Erklärung bedarf es nicht.

- Wir möchten unser Vermögen wie Fonds, Bausparvertrag und LV gerecht aufteilen. Können wir dafür einfach die Verträge auf den jeweiligen Partner umschreiben bzw. Beträge auszahlen lassen. Ist die Sache für das Gericht damit schon beendet wenn wir uns beide einig sind und das Vermögen gerecht aufgeteilt ist?

Diese Dinge fallen eigentlich unter den Versorgungsausgleich, welcher als einzige Scheidungsfolgensache vom Gericht von Amts wegen durchgeführt wird. Die Aufteilung erfolgt eigentlich im Rahmen des Scheidungsverfahrens. Wenn jedoch beide Parteien sich einig sind, kann vor Gericht ein Verzicht auf den Versorgungsausgleich erklärt werden. Dazu müssen beide Parteien anwaltlich vertreten sein. ( für den Verzicht ). Wenn Sie sich wirklich hierüber einig sind, so können Sie so vorgehen. Ich verweise aber diesbezüglich auf den letzten Absatz meiner Ausführungen. Bevor nicht ein Verzicht erklärt ist, sollte nichts umgeschrieben werden.

- sobald meine Frau Ihren Wohnsitz wieder nach Deutschland verlegt wird sie auch dort wieder steuerpflichtig sein, bisher sind wir beide in Deutschland nicht steuerpflichtig. Ich werde Ihr in Zukunft Unterhalt überweisen und eventuell werden wir Beträge aus Fonds auf Ihr Konto überweisen. Wie werden Ehepartner steuerlich behandelt sobald sie im Trennungsjahr leben und die Scheidung eingereicht haben. Wir möchten natürlich vermeiden das ich durch Ihren Wohnsitzwechsel auch in Deutschland steuerpflichtig werde.

Im Trennungsjahr hat man die Wahl zwischen einer getrennten und gemeinsamen Veranlagung.

Insgesamt möchte ich Sie noch auf die Möglichkeit einer Scheidungsfolgenvereinbarung hinweisen. Das ist ein notarieller Vertrag, in dem man vor der Scheidung bereits die Eckpunkte vertraglich festlegen kann. Angesichts Ihrer Fragen halte ich diese Vorgehensweise für Sie sinnvoll. Nachher muss dann nur noch nach Ablauf des Trennungsjahres der Scheidungsantrag gestellt werden und auf den Ehescheidungsfolgenvertrag verwiesen werden, dieser wird dem Gericht mit vorgelegt.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt
Rechtsanwältin


Bewertung des Fragestellers 04.10.2017 | 09:21


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