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Güterstand/Ehevertrag


04.11.2004 21:06 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Halo, wir wollen nächstes Jahr heiraten! Mein Zukünftiger ist 17 Jahre älter als ich. Er hat ein ein-Familienhaus, welches ca zur Hälfte abbezahlt ist, außerdem ist er mit 3 Fahrschulen selbstständig. Ich habe "Vermögen <10.000 €", und keine eigenen Einnahmen, da wir eine gemeinsame Tochter von 2 Jahren haben! Seit der Geburt bin ich zu Hause , kümmere mich um kind, Haushalt, und alle anfallenden Arbeiten rund um die Fahrschulen(Buchhaltung, Büro, Amtsgänge,etc.). Es ist nach der Elternzeit nicht geplant, dass ich wieder arbeiten gehe! Außerdem haben meine Eltern ebenfalls ein Einfamilienhaus, welches ich wohl nach deren Tod erbe(einziges Kind!). Da mein Zukünftiger den Punkt steuerlich getrennte Veranlagung schon angesprochen hat, denke ich das der Punkt Ehevertrag auch kommen wird! Sollte ich einen Ehevertrag unterschreiben? BZW: auf welche Punkte, z.B. welcher Güterstand, muß ich achten, damit mein Kind nach einer evtl. Scheidung versorgt ist,(ich würde keinen unterhalt wollen, ich kann schließlich arbeiten gehen!) und meine intensive Arbeit in VErbindung mit den Fahrschulen von ihm ( Von denen 2 während unserer Beziehung komplett neu entstanden sind, und in die ich viel Arbeit gesteckt habe)entschädigt wird? Sollte ich evtl. auch auf einem Ehegattenarbeitsvertrag bestehen?(Falls es sowas gibt!) Mir geht es nicht drum, irgendwie abzuzocken, ich möchte nur nicht, das ich, falls was schiefgehen sollte evtl. jahrelang für Kind und Fahrschule arbeite, und am Ende bekomme ich gar nichts für die Arbeit! ( ich hoffe das ist zu verstehen ;-))
Vielen Dank im Voraus!
04.11.2004 | 21:31

Antwort

von


162 Bewertungen
Sehr geehrter Frau X,

1. zunächst rate ich Ihnen dringend (!) in Ihrer Angelegenheit einen Anwalt aufzusuchen. Denn für eine ordnungsgemäße Beratung ist die Kenntnis aller WErtgegenstände notwendig. Insbesondere wegen des neuen BGH - Urteils ist es notwendig sich ausführlich beraten zu lassen.


Einen Ehevertrag ohne vorherige anwaltliche Beratung zu unterschreiben, ist schlichtweg falsch!!


2. In einem Ehevertrag kann im Grundsatz alles geregelt werden.

a) Der Unterhalt kann für die Trennungszeit genausowenig ausgeschlossen werden, wie der Kindesunterhalt.

b) Wenn Sie die Fahrschulen mitaufgebaut haben, dann sollten Sie auch nicht auf einen Zugewinnausgleich verzichten.
Denn: Haben die Ehegatten ehevertraglich nichts anderes vereinbart, also z.B. keinen Ehevertrag geschlossen, so gilt für die Ehe grundsätzlich der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft, vgl. § 1363 Abs. 1 BGB.

Durch den gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft bleibt das Vermögen des Mannes und der Frau grundsätzlich getrennt, auch das nach der Eheschließung erworbene Vermögen wird das Vermögen des betreffenden Ehegatten. Trotzdem können die Ehegatten gemeinschaftliches Eigentum oder Miteigentum erwerben. Üblicherweise erwerben deshalb auch Ehegatten je zur Hälfte das Eigentum an einem Familieneigenheim. Dies muss jedoch ausdrücklich so gewünscht sein. Auch das Vermögen bleibt letztlich bei bestehender Zugewinngemeinschaft getrenntes Vermögen eines jeden Ehegatten, der dieses selbständig verwaltet und auch allein für seine Schulden haftet, vgl. § 1363 Abs. 2 BGB.

Da die Zugewinngemeinschaft letztlich vom Prinzip her eine Gütertrennung beinhaltet, muß für den Fall, dass die Ehe beendet wird, das vorhandene Vermögen gerecht aufgeteilt werden. Dies erfolgt durch den sog. Zugewinnausgleich, vgl. §§ 1372 ff. BGB.

Wenn Sie in einem Ehevertrag darauf verzichten, bekommen Sie nichs.

3. Natürlich sollten Sie einen Ehegattenarbeitsvertrag schließen. Dies gibt es und wir können Ihnen gerne einen erstellen.

Für Rückfragen oder weitergehende Beratungen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Klaus Wille
Breite Straße 147 - 151
50667 Köln
Telefon: 0221/ 272 4745
Telefax: 0221/ 272 4747
http://www.anwalt-wille.de


Rechtsanwalt Klaus Wille
Fachanwalt für Familienrecht

ANTWORT VON

Köln

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