Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
454.965
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Grundstückverkauf


| 20.10.2007 19:58 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



ich verkaufte im Dezember 2005 ein landwirtschaftlichen Grundstück, welches durch eine Bauvoranfrage bedingt, als Baugrundstück verkauft werden konnte.Das Geld kam im März 2006. Ich selber kaufte dieses als landwirtschaftliches Grundstück im Jahr 2004.
Vom Steuerberater erfuhr ich, das ich jetzt ca. 7500,-Euro an das Finanzamt über die Einkommenssteuer abführen muß.(Spekulationssteuergesetz) Ich selber hatte einen Kredit von 50.000,- DM aufgenommen, den ich an ein privates Unternehmen mit Darlehensvertag im Jahr 2000 übergab. Dieses Unternehmen ist in die Insolvenz gegangen und der Kredit unterlag meiner eigenen Rückzahlung.Ich löste mit der Einnahme aus diesen Verkauf des Grundstücks, das Darlehen aus.Ich dachte ich kann das Darlehen belegen und es gegen die Einnahme des Grundstücks anrechnen lassen. Selbst bin ich in der Altersteilzeit und lebe in Bayern wegen Arbeitsaufnahme. Bin Pendler nach Sachsen/Anhalt weil dort der Hauptwohnsitz ist. Meine Frage, kann ich jetzt gegen diese Steuer rechtlich noch was unternehmen?
Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit einer etwaigen Verminderung der Steuer aufgrund des Grundstücksverkaufs im Spekulationszeitraum Stellung und beantworte diese wie folgt:

Dabei muss ich leider darauf hinweisen, dass ich keine Möglichkeit sehe, das nachweisbar belegbare Darlehen gegen den Erlös aus dem Grundstücksverkauf bei der Einkommenssteuer aufzurechnen.

Denn einkommenssteuerrechtlich sind stets nur bestimmte Einkunftsarten relevant, so bspw. Einkünfte aus Spekulationsgeschäften als sonstige Einkünfte. Die Aufnahme des Darlehens zu offenbar einem privaten Zweck, da Sie offensichtlich nicht unternehmerisch tätig sind, unterfällt allerdings keiner Einkunftsart, sondern stellt eine einkommenssteuerrechtlich nicht relevante allgemeine Lebensführung dar. Bereits aus § 12 Nr. 1 Einkommenssteuergesetz (EStG) folgt daher, dass das Darlehen für Zwecke der Einkommenssteuer leider nicht zu berücksichtigen ist. Eine Verrechnung/Anrechnung des Darlehens gegen die Einnahme aus dem Grundstücksverkauf ist daher leider nicht möglich.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, und stehe Ihnen für etwaige Rückfragen und weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Für das mir entgegengebrachte Vertrauen darf ich mich bei Ihnen bedanken und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 20.10.2007 | 23:17

vielen Dank, für die 1. Auskunft.
Mein Anliegen sollte auch so zum Ausdruck kommen, daß ich nicht einen Cent aus dem Verkauf übrig habe, sogar für die Rückzahlung an das Finanzamt nun wieder einen Kredit aufnehmen muß, um die Steuerschuld dann begleichen zu können. Also der Verkauf des Grundstücks war dann sonstige Einküfte, aber nur um meine Schulden abzubauen. Kann ich da nicht einen Widerspruch gegen die Forderung des Finanzamtes einlegen, da ja nachweislich kein Geld übrig ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.10.2007 | 23:25

Sehr geehrte Rechtsratssuchende, sehr geehrter Rechtsratssuchender,

sofern es sich um private Schulden handelt, die nicht aus einer Einkunftsart stammen (bspw. Gewerbebetrieb), kommt es leider nicht darauf an, dass Sie den gesamten Erlösbetrag aus dem Grundstücksverkauf für die Schuldentilgung benötigen und einsetzen, dass somit also nichts übrig ist.

Denn steuerlich gesehen, wird lediglich der Erlösbetrag isoliert von den privaten Schulden ohne deren Berücksichtigung betrachtet, so dass leider eine Versteuerung erfolgt.

Ich sehe daher leider keine Möglichkeit, einen erfolgsaussichtsreichen Widerspruch/Einspruch einzulegen.

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"vielen Dank für die sofortige Beantwortung.
Es hat mir sehr geholfen.
Danke. "